Volkskultur
Stille um den Volksliedchor Feldkirchen
Der Lockdown trifft auch die heimischen Chöre hart. Proben und Konzerte mussten abgesagt werden. „KLiCK Kärnten“ fragte beim Volksliedchor Feldkirchen nach.
© Volksliedchor Feldkirchen
Seit 65 Jahren gibt es den Volksliedchor Feldkirchen. Wie viele andere Vereine durchleben die Sängerinnen und Sänger im Moment harte Zeiten. „Leider mussten wir unsere Advent-Konzerte unter dem Titel ‚Mei liabste Zeit‘ in der Carinthischen Musikakademie in Ossiach am 4. und 5. Dezember schweren Herzens absagen“, erzählt Chorleiterin Renate Altmann.
Bestens vorbereitet
Der Chor mit seinen 50 Mitgliedern hatte sich intensiv auf die Advent-Konzerte vorbereitet. „Wir haben im September angefangen und wöchentlich geprobt. Wir haben die Corona-Maßnahmen und ‑Vorgaben exakt eingehalten. Es wurde ständig getestet. Unsere Sänger haben die schweren Probenarbeiten großartig mitgetragen. Der ganze Chor war hoch motiviert und zuversichtlich, dass unsere Advent-Konzerte auch stattfinden werden. Geprobt wurde im Festsaal im Amthof in Feldkirchen. Bedauerlicherweise hat alles nichts geholfen, wir mussten absagen“, bedauert Altman. Der Alban-Berg-Saal in der CMA in Ossiach und die Musiker waren bereits gebucht, alle sind bereitgestanden. Auch ein Konzept für die 2G-Regel war vorbereitet.
Große Enttäuschung
Die Sängerinnen und Sänger sind zutiefst enttäuscht. „Sie tun mir leid. Wir haben eine sehr gute Mischung. Die Mitglieder befinden sich im Alter zwischen 15 und 74 Jahren. Die meisten von ihnen kommen aus Feldkirchen, manche aus Villach, St. Veit, Glödnitz und Ebene Reichenau. Das spricht für uns alle, das haben wir uns erarbeitet und macht aus uns eine schöne Gemeinschaft“, erklärt die Chorleiterin.
Ein großes Repertoire
Der Volksliedchor verfügt über ein großes Repertoire. „Der Höhepunkt war im Jahr 2016, als wir in unserem Jubiläumsjahr zum ‚Gemischten Chor des Jahres‘ gekürt wurden. Ein weiteres Highlight folgte im Jahr 2018, als wir die Messe ‚Missa in angustiis‘ von Joseph Haydn gesungen haben. Für uns war es ein großes Erfolgserlebnis, weil wir mit einem Orchester und Solisten auf der Bühne gestanden sind“, verrät Altmann.
Gute Musiker
Der Volksliedchor arbeitete schon oft mit namhaften Musikern wie Edgar Unterkirchner oder Peter Prammerdorfer zusammen. Das Repertoire des Chors reicht von geistlicher und weltlicher Musik bis hin zu Rock und Pop. „Das Kärntner Lied ist und bleibt aber das Herzstück unserer Gesangsliteratur“, betont Altmann. Auf die Frage, wie es ein Chor schafft, über alle Altersgrenzen hinweg immer wieder seine Mitglieder für neue Gesangsideen zu begeistern, meint die Chorleiterin: „Die Musik verbindet, da braucht man nicht viel zu reden. Der Erfolg schweißt zusammen.“
Wie geht es weiter?
Der Volksliedchor Feldkirchen hält derzeit über WhatsApp und E-Mail Kontakt zu seinen Mitgliedern. „Außerdem stelle ich für unsere Sängerinnen und Sänger einmal in der Woche ein Video ins Netz. Ansonsten haben wir jetzt Pause. Wir treffen uns erst im neuen Jahr wieder und bereiten die nächsten zwei Konzerte vor“, kündigt Altmann an. Am 23. April 2022 wird das „Sang- & klangvoll“-Konzert mit der Trachtenkapelle Ebene Reichenau in der CMA Ossiach nachgeholt. Einen Tag später gibt es das Konzert im Konzerthaus in Klagenfurt zu hören.
Der Vorstand
- Obfrau: Renate Otti
- Obfrau-Stellvertreterin: Manuela Rangetiner
- Chorleiterin: Renate Altmann
- Chorleiterin-Stellvertreter: Engelbert Ogris
- Kassier: Herbert Rangetiner
- Kassier-Stellvertreterin: Anita Spanring
- Kassenprüfer: Herbert Mainhard
- Schriftführerin: Heidrun Zemasch-Altmann
- Schriftführerin-Stellvertreterin: Martina Haßhold
- Bühnenbau & Technik: Karl Winkler
- Notenwart: Erika Rack und Gabriele Rotzler
- Webmaster: Hans Clemens
