Josef Petritsch
„Wir wollen und müssen aufsperren!“
In Kärntens Tourismus herrscht eine angespannte Stimmung. Josef Petritsch, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeit-Wirtschaft in der Wirtschaftskammer Kärnten, stellt klar: „Eine Verlängerung des Lockdowns hätte massive negative Auswirkungen.“
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Endet der bundesweite Lockdown, wie von der Bundesregierung angekündigt, am 13. Dezember 2021? „Der Fahrplan muss jedenfalls eingehalten werden“, fordert Josef Petritsch, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeit-Wirtschaft in der Wirtschaftskammer Kärnten. Die Wirtschaft drängt auf die geplante Wiedereröffnung. „Unseren Betrieben muss vor allem jetzt Planungssicherheit gewährleistet werden. Versprochene Maßnahmen müssen eingehalten werden, sonst wird der volkswirtschaftliche Schaden immer größer“, warnt Petritsch. Ein Verschieben des Öffnungstermins wäre für die Betroffenen nicht nur zermürbend, sondern würde wieder irrsinnig viel Geld kosten.
Angespannte Stimmung
„Es kann nicht sein, dass der Tourismus auch heuer wieder der Sündenbock sein soll, obwohl wir bereits mehrfach bewiesen haben, dass wir sichere Gastgeber sind. Unzählige Analysen haben gezeigt, dass die Ansteckungen vor allem im unkontrollierten privaten Raum stattfinden. Trotzdem werden die Betriebe geschlossen. Das ist absolut nicht nachvollziehbar“, ärgert sich Petritsch. Würde der Lockdown tatsächlich verlängert werden, ist ein verstärktes Abwandern von Fachkräften in andere Branchen zu befürchten. „Die Stimmung ist auch bei den Mitarbeitern äußerst angespannt, was natürlich verständlich ist. Wir alle wollen arbeiten, dürfen aber nicht. Dabei sind wir bestens für eine sichere Wintersaison gerüstet“, betont Petritsch.
Später Start der Wintersaison
Die Wintersaison kann ohnehin erst verspätet beginnen, womit Umsatzeinbußen verbunden sind. „Täglich fragen Gäste nach, aber wir können angesichts der neuen Spekulationen rund um die Verlängerung des Lockdowns keine genaue Auskunft geben. Diese Unsicherheit ist zermürbend und kräfteraubend“, berichtet Petritsch aus einzelnen Betrieben. Er beruft sich auf eine österreichweite Umfrage, wonach die Stornorate seit Beginn des Lockdowns bei 75 bis 90 Prozent liegt. „Es ist besonders wichtig, dass wir uns nun auf die Zusagen der Politik verlassen können“, sagt Petritsch.
Mehr Zusammenarbeit und Solidarität
Seine Schlussfolgerung: „Wir werden es nur gemeinsam durch diese schwierigen Zeiten schaffen. Jeder muss seinen Teil beitragen und auch Verantwortung übernehmen: Die Politik, indem sie uns arbeiten lässt. Die Betriebe, indem sie sich weiterhin vorbildhaft an die Maßnahmen halten. Und die Bevölkerung, indem sie Impf- und Test-Angebote nutzt“, stellt der Spartenobmann klar.

