Caritas Kärnten

Hil­fe von Ser­vice­clubs für psy­chisch kran­ke Men­schen

Vier Klagenfurter Serviceclubs ermöglichen Bewohnern eines Caritas-Wohnhauses und weiteren Betroffenen in Klagenfurt ein Beratungsangebot. Es soll ihnen dabei helfen, trotz psychiatrischer Erkrankung ihr Leben eigenständig zu meistern.

Hil­fe von Ser­vice­clubs für psy­chisch kran­ke Men­schen Wolfgang König (Lions Club Klagenfurt-Mageregg), Martin Sintschnig (Rotary Club Klagenfurt-Lindwurm), Klaus Haslinglehner (Lions Club Klagenfurt) und Robert Mack (Rotary Club Klagenfurt-Wörthersee, vorne von links), Caritas-Direktor Ernst Sandriesser, Marion Fercher (hinten rechts) und Roberta Striedinger

© Caritas/Dietmar Wajand

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In einem Wohn­haus der Cari­tas Kärn­ten in Kla­gen­furt leben in bar­rie­re­frei­en Kleingar­con­nie­ren neben sozi­al benach­tei­lig­ten Men­schen auch Frau­en und Män­ner mit psych­ia­tri­scher Erkran­kung. Eine davon ist Emma (Name geän­dert), die unter einem aus­ge­präg­ten Ver­fol­gungs­wahn lei­det. Sozi­al­kon­tak­te hat die 60-jäh­ri­ge Frau kaum. In guten Pha­sen geht sie außer Haus und am Fried­hof spa­zie­ren, in schlech­ten ver­lässt Emma kaum die Woh­nung und trägt ihr Essen im Ruck­sack, weil sie glaubt, ansons­ten ver­gif­tet zu wer­den.

Neue Bera­tungs­stel­le

Die psy­chi­sche Not ist groß, eben­so die finan­zi­el­le. Immer wie­der kommt es bei den Bewoh­nern auch zu Zah­lungs­rück­stän­den und im schlimms­ten Fall zu Delo­gie­run­gen, weil sie allei­ne nicht in der Lage sind, sich um ihre Inter­es­sen zu küm­mern. Seit Novem­ber bie­tet die Cari­tas den betref­fen­den Men­schen des­halb über eine all­ge­mein zugäng­li­che Bera­tungs­stel­le ein sozi­al­psych­ia­tri­sches Bera­tungs­an­ge­bot, das wöchent­lich statt­fin­det, an. Vier Kla­gen­fur­ter Ser­vice­clubs finan­zie­ren die­ses Ange­bot mit 30.000 Euro für zwei Jah­re: Lions Club Kla­gen­furt-Mager­egg, Lions Club Kla­gen­furt, Rota­ry Club Kla­gen­furt-Lind­wurm und Rota­ry Club Kla­gen­furt-Wör­ther­see. „Das Ziel die­ses Ange­bots ist es, die betrof­fe­nen Men­schen in ihrer gesam­ten Per­sön­lich­keit zu sta­bi­li­sie­ren und letzt­end­lich Woh­nungs­ver­lust zu ver­hin­dern“, erklärt Cari­tas-Direk­tor Ernst Sand­ries­ser.

Neue Wege ent­de­cken

Die Ser­vice­clubs sind sich ihrer gesell­schaft­li­chen und sozia­len Ver­ant­wor­tung bewusst. Für sie ist es selbst­ver­ständ­lich, einen Bei­trag dazu zu leis­ten, Men­schen am Ran­de der Gesell­schaft in die Mit­te zu holen. „Mit unse­rer Unter­stüt­zung wol­len wir, dass die Betrof­fe­nen nicht wei­ter in eine Abwärts­spi­ra­le gera­ten. Das Bera­tungs- und Hilfs­an­ge­bot soll ihnen Hoff­nung geben und zei­gen, dass sie mit ihrem Schick­sal nicht allei­ne sind, sie aber auch dabei ermu­ti­gen, neue Wege in ein unab­hän­gi­ges Leben zu ent­de­cken“, sind sich die Prä­si­den­ten der Ser­vice­clubs einig.

20.12.2021 10:01
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Hil­fe von Ser­vice­clubs für psy­chisch kran­ke Men­schen Wolfgang König (Lions Club Klagenfurt-Mageregg), Martin Sintschnig (Rotary Club Klagenfurt-Lindwurm), Klaus Haslinglehner (Lions Club Klagenfurt) und Robert Mack (Rotary Club Klagenfurt-Wörthersee, vorne von links), Caritas-Direktor Ernst Sandriesser, Marion Fercher (hinten rechts) und Roberta Striedinger

© Caritas/Dietmar Wajand