Vita Vitrenko

Zwei Mal Weih­nach­ten fei­ern

Die gebürtige Ukrainerin Vita Vitrenko feiert in Villach jedes Jahr zwei Mal Weihnachten. Warum das so ist, erzählt sie im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“.

Zwei Mal Weih­nach­ten fei­ern Vita Vitrenko mit Tochter Sofia vor dem Christbaum

© privat

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Vor elf Jah­ren ver­leg­te die gebür­ti­ge Ukrai­ne­rin Vita Vit­ren­ko den Lebens­mit­tel­punkt ihrer Fami­lie von Kiew nach Vil­lach. Ver­ant­wort­lich dafür war ein Job­an­ge­bot des Unter­neh­mens „Infi­ne­on“ für Ehe­mann Oleg, der als Inge­nieur für Mikro­elek­tro­nik für den Kon­zern arbei­tet. „Wir füh­len uns in Kärn­ten wohl und haben uns der Lebens­wei­se der Ein­hei­mi­schen ange­passt“, erklärt Vit­ren­ko im Gespräch mit „KLiCK Kärn­ten“. Beruf­lich fass­te auch sie als Trai­nings­ko­or­di­na­to­rin bei „Infi­ne­on“ Fuß.

Unter­schied­li­che Bräu­che

Außer­ge­wöhn­lich ist in die­sen Tagen, dass die Ukrai­ne­rin mit ihrer Fami­lie zwei Mal Weih­nach­ten und Sil­ves­ter fei­ert. Das ist in der ortho­do­xen Reli­gi­on begrün­det: Der Hei­li­ge Abend steht am 6. Jän­ner auf dem Kalen­der, Sil­ves­ter am 13. Jän­ner. „Wir fei­ern in Vil­lach das Weih­nachts­fest wie alle Kärnt­ner am 24. Dezem­ber. Kuli­na­risch unter­schei­den sich Kärn­ten und die Ukrai­ne. Unser Weih­nachts­es­sen bestand heu­er aus ‚Oli­v­je‘ und Herin­gen unter Pelz­man­tel, zwei typi­sche ukrai­ni­sche Mahl­zei­ten. Als Nach­tisch kamen Him­beer­sah­ne und Honig­tor­te auf den Tisch“, ver­rät die Ukrai­ne­rin.

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Vita Vit­ren­ko fei­ert mit viel Freu­de Weih­nach­ten.
© pri­vat

Die Geschen­ke

Wie in allen Kärnt­ner Haus­hal­ten stand auch in jenem der Fami­lie Vit­ren­ko ein Christ­baum im Wohn­zim­mer, unter dem die Geschen­ke lagen. „Für unse­re elf­jäh­ri­ge Toch­ter Sofia ist es sehr wich­tig, dass Weih­nach­ten in kärnt­ne­ri­scher Tra­di­ti­on gefei­ert wird. Sie kennt es von ihren Vil­la­cher Freun­din­nen nicht anders. Auch der Niko­laus­tag hat bei uns eine gro­ße Bedeu­tung“, betont die zwei­fa­che Mut­ter. Vor dem Christ­baum waren Vater Oleg, Mut­ter Vita, Toch­ter Sofia (11) und Sohn Andrey (21) ver­sam­melt.

Schö­ne Atmo­sphä­re

„Die Men­schen in Kärn­ten freu­en sich und lächeln, wenn es um Weih­nach­ten geht. Man wünscht sich fro­he Weih­nach­ten, das gefällt mir beson­ders. Es ist ein­fach eine schö­ne Atmo­sphä­re. Am 6. Jän­ner fei­ern wir dann noch ein­mal. Die­ser Tag hat für uns eine gro­ße reli­giö­se Bedeu­tung. Wir beschen­ken uns nicht. Die Geburt Jesus steht an die­sem Tag im Mit­tel­punkt. An die­sem Abend wer­den zwölf ver­schie­de­ne fleisch­lo­se Gerich­te ser­viert. Kut­ja ist bei den Ortho­do­xen zu Weih­nach­ten ein Haupt­ge­richt. Es besteht aus gekoch­ten Wei­zen mit Honig, Nüs­sen, Mohn und Rosi­nen“, erzählt Vit­ren­ko.

Dass die ortho­do­xen Kir­chen Weih­nach­ten am 6. und 7. Jän­ner fei­ern, hängt damit zusam­men, dass sie das Weih­nachts­fest nach dem alten julia­ni­schen Kalen­der – und nicht dem gre­go­ria­ni­schen – fei­ern.

 

26.12.2021 17:00
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Zwei Mal Weih­nach­ten fei­ern Vita Vitrenko mit Tochter Sofia vor dem Christbaum

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