Bilanz 2021
Über 200 EU-Millionen für Kärnten
Im vergangenen Jahr konnte das Land Kärnten über 200 Millionen Euro aus EU-Programmen lukrieren.
© LPD Kärnten/Helge Bauer
Am Dienstag präsentieren Landeshauptmann Peter Kaiser, Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig und Landesrat Martin Gruber in der ersten Regierungssitzung im neuen Jahr den Bericht über die Umsetzung der EU-Regionalpolitik und die Europäische Struktur- und Investitionspolitik (ESI-Fonds) in Kärnten. Im vergangenen Jahr war Kärnten an vier EU-Programmen beteiligt (siehe unten) und konnte über 200 Millionen Euro an EU-Mitteln lukrieren.
Investieren und qualifizieren
Landeshauptmann Peter Kaiser verweist auf den eingeschlagenen Weg, um die Auswirkungen der Pandemie zu reduzieren. „Investieren und Qualifizieren sind die wichtigsten Maßnahmen, um die Auswirkungen der Pandemie abzuwenden. Diese sind in den EU-Programmen deutlich zu erkennen.“ Er geht auch auf die Bandbreite der eingereichten Projekte ein: „Abseits der Maßnahmen in den Bereichen Arbeitsmarkt, Wirtschaft und Landwirtschaft wurden unter anderem grenzüberschreitende Projekte forciert.“ Im Jahr 2021 wurden 63 Interreg-Projekte mit Kärntner Beteiligung umgesetzt.
Investitionen in Betrieben
Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig hebt die umfassenden Investitionen der heimischen Betriebe im vergangenen Jahr hervor: „Bis November wurden 132 Projekte mit einer Fördersumme von 55,26 Millionen Euro eingereicht. Unter Berücksichtigung der Eigenmittel der Antragsteller können Investitionen von 302 Millionen Euro getätigt werden.“ Zusätzlich wurden von 14 Kärntner Projektträgern 25 Millionen Euro beim Europäischen Sozialfonds für regionale arbeitspolitische Maßnahmen beantragt.
Regionale Wirtschaft stärken
Aus dem Europäischen Fonds für ländliche Entwicklung wurden 101,7 Millionen Euro lukriert. „Bisher beläuft sich die Anzahl der Förderfälle und Projektanträge auf 10.253. Es handelt sich dabei nicht nur um Förderungen für die Land- und Forstwirtschaft, sondern auch um Projekte, die unsere Regionen in Kärnten und die regionale Wirtschaft stärken“, sagt Landesrat Martin Gruber. Gerade die Corona-Krise zeigt, so Gruber, wie unverzichtbar funktionierende regionale Strukturen, Landwirtschaft und Lebensmittelversorgung vor Ort sowie regionale Wirtschaft in Krisenzeiten sind.
Wissenswert
Kärnten war im Vorjahr an folgenden EU-Programmen beteiligt:
- IWB/EFRE (Ziel: Investition in Wachstum und Beschäftigung)
- INTERREG/ETZ (Ziel: europäische territoriale Zusammenarbeit)
- ESF (Europäischer Sozialfonds)
- ELER (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums)


