Wirtschaftskammer

„Omi­kron-Wand“: Wirt­schaft ver­langt Not­fall­plä­ne

Die Wirtschaftskammer Kärnten fordert sofortige Notfallpläne für explodierende Infizierten-Zahlen unter Mitarbeitern.

Wirtschaftskammer Kärnten Jürgen Mandl, Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten

© WKK/Helge Bauer

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Jür­gen Man­dl, Prä­si­dent der Wirt­schafts­kam­mer Kärn­ten, äußert Unver­ständ­nis für Gesund­heits­mi­nis­ter Wolf­gang Mück­stein und die gesamt­staat­li­che Covid-Kri­sen­ko­or­di­na­ti­on (GECKO). Seit Wochen wird, so Man­dl, mit pani­schem Unter­ton vor einer von der Omi­kron-Vari­an­te aus­ge­lös­ten „Infek­ti­ons-Wand“ an Stel­le der schon satt­sam bekann­ten Wel­le gewarnt, not­wen­di­ge Maß­nah­men las­sen aller­dings auf sich war­ten. „Wo blei­ben die ent­spre­chen­den recht­li­chen Vor­keh­run­gen, mit denen sich auch die Unter­neh­men auf eine Viel­zahl an erkrank­ten und vor­über­ge­hend nicht arbeits­fä­hi­gen Mit­ar­bei­tern ein­stel­len kön­nen? Mir geht lang­sam das Ver­ständ­nis aus für die­sen behörd­li­chen Alar­mis­mus, der nicht wei­ter­denkt“, kri­ti­siert Man­dl.

Locke­rung der Arbeits­zeit­gren­zen

Sind Mit­ar­bei­ter erkrankt, haben nicht erkrank­te Mit­ar­bei­ter vor­über­ge­hend mehr zu erle­di­gen. „Aber dazu braucht es bei­spiels­wei­se eine Locke­rung der Arbeits­zeit­gren­zen, die zeit­lich befris­tet aus­ge­wei­tet wer­den müss­ten, selbst­ver­ständ­lich ver­bun­den mit Frei­wil­lig­keit und ent­spre­chen­der Über­stun­den-Abgel­tung. Sonst steht jeder Unter­neh­mer, der sei­nen Betrieb im Not­pro­gramm wei­ter­lau­fen lässt, mit einem Fuß im Kri­mi­nal“, stellt Man­dl klar.

Recht­li­che Vor­sor­ge

Dar­über hin­aus muss recht­lich Vor­sor­ge getrof­fen wer­den, dass (ähn­lich Fäl­len höhe­rer Gewalt) Pönal­zah­lun­gen wegen Ver­zö­ge­run­gen in Fol­ge von Omi­kron-Infek­tio­nen unter der Beleg­schaft nicht schla­gend wer­den. Wei­ters ist, so Man­dl, ein vor­über­ge­hen­des Aus­set­zen von behörd­li­chen Prü­fun­gen not­wen­dig, um die Betrie­be nicht zusätz­lich zu belas­ten. Gleich­zei­tig ist auch sicher­zu­stel­len, dass die nöti­gen Abson­de­rungs­be­schei­de umge­hend aus­ge­folgt und ent­spre­chen­de Ent­schä­di­gun­gen zur Unter­stüt­zung der betrieb­li­chen Liqui­di­tät rasch aus­be­zahlt wer­den. „Die Wirt­schaft hat jetzt fast zwei Jah­re Coro­na-Kri­se über­stan­den, hat alles mit­ge­tra­gen, an vie­lem aktiv mit­ge­wirkt. Unter die­sen geän­der­ten Umstän­den kann ich nur an die Ver­ant­wort­li­chen appel­lie­ren, die­se bevor­ste­hen­den schwie­ri­gen nächs­ten Wochen mit behörd­li­chem Augen­maß zu einem guten Ende zu brin­gen“, betont Man­dl.

11.01.2022 11:04
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Wirtschaftskammer Kärnten Jürgen Mandl, Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten

© WKK/Helge Bauer