Land Kärnten

Heu­er 25 Mil­lio­nen Euro für Pan­de­mie-Bekämp­fung bud­ge­tiert

Was kosteten die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie das Land Kärnten bisher? Für heuer sind bereits 25 Millionen Euro reserviert.

Beate Prettner Gesundheitslandesrätin Beate Prettner: Das Land Kärnten sichert die Finanzierung der Psychosozialen Beratungsdienste der AVS für ein weiteres Jahr.

© LPD Kärnten

"KLICK Kärnten" auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen
Anzeige

Auch im Jahr 2022 wird die Coro­na-Situa­ti­on Kärn­ten eini­ges an finan­zi­el­len Aus­ga­ben abver­lan­gen. „Wie wir es bereits in den Haus­halts­jah­ren 2020 und 2021 prak­ti­ziert haben, müs­sen wir die schnellst­mög­li­che finan­zi­el­le Umset­zung von Maß­nah­men zur Ein­däm­mung der Pan­de­mie auch heu­er gewähr­leis­ten. Es geht um die Auf­recht­erhal­tung der öffent­li­chen Sicher­heit und um einen rei­bungs­lo­sen Dienst­be­trieb“, erklärt Lan­des­haupt­mann-Stell­ver­tre­te­rin und Gesund­heits­re­fe­ren­tin Bea­te Prett­ner.

Des­halb beschloss das Kol­le­gi­um der Kärnt­ner Lan­des­re­gie­rung am ver­gan­ge­nen Diens­tag eine soge­nann­te Pau­schal­ge­neh­mi­gung für heu­er von vor­erst 25 Mil­lio­nen Euro. „Dass wir damit das gan­ze Jahr das Aus­lan­gen fin­den wer­den, ist illu­so­risch. Wir wer­den den Betrag sicher auf­sto­cken müs­sen“, pro­gnos­ti­ziert Prett­ner.

Bis­her 62,6 Mil­lio­nen Euro

Das Land Kärn­ten muss­te bis­her 62,6 Mil­lio­nen Euro für Maß­nah­men gegen die Pan­de­mie ein­set­zen. „Der größ­te Bro­cken fällt mit 22,8 Mil­lio­nen Euro auf Aus­ga­ben rund um mobi­le und sta­tio­nä­re Tes­tun­gen inklu­si­ve Unter­su­chun­gen und Labor­leis­tun­gen“, infor­miert Prett­ner. Hin­zu kom­men unter ande­rem 9,55 Mil­lio­nen Euro als Zweck­schuss für Kran­ken­an­stal­ten und 7,4 Mil­lio­nen Euro für Hono­ra­re frei­er Dienst­neh­mer. Mit knapp 6 Mil­lio­nen Euro ist das Impf­we­sen bemes­sen, mit 6,4 Mil­lio­nen Euro das Pfle­ge­we­sen und Mit­tel für ärzt­li­che Betreu­ung mit 3,2 Mil­lio­nen Euro. „Refun­diert wur­den dem Land vom Bund 36,6 Mil­lio­nen Euro. Der Rest wird lau­fend nach Geneh­mi­gung abge­rech­net. Weil der Bund nicht alle Leis­tun­gen aner­kennt, müs­sen wir etwa den Covid-Visi­ten­dienst, den wir in Kärn­ten als ers­tes Bun­des­land instal­liert haben, selbst finan­zie­ren“, fügt Prett­ner hin­zu.

Logis­ti­sche Her­aus­for­de­run­gen

Hin­ter jedem die­ser Bud­get­pos­ten steht, so die Lan­des­haupt­mann-Stell­ver­tre­te­rin, eine gewal­ti­ge logis­ti­sche Her­aus­for­de­rung. „Vor allem aber per­so­nel­le Her­aus­for­de­run­gen und Höchst­leis­tun­gen“, betont Prett­ner. Ein­mal mehr sei es an der Zeit, den tau­sen­den Mit­ar­bei­tern in die­sen Berei­chen, die seit mitt­ler­wei­le 23 Mona­ten im Dau­er­ein­satz ste­hen, Dan­ke zu sagen.

16.01.2022 18:20 - Update am: 16.01.2022 18:24
Anzeige
Beate Prettner Gesundheitslandesrätin Beate Prettner: Das Land Kärnten sichert die Finanzierung der Psychosozialen Beratungsdienste der AVS für ein weiteres Jahr.

© LPD Kärnten