An zwei Tagen

„Berufs­spio­na­ge“ in 120 Kärnt­ner Betrie­ben

Am 26. und 27. Jänner 2022 findet kärntenweit das Projekt „Berufsspionage – Unternehmen öffnen ihre Türen“ statt. Schüler haben dabei die Möglichkeit, einen Einblick in die Berufswelt zu bekommen.

„Berufs­spio­na­ge“ in 120 Kärnt­ner Betrie­ben Die Berufsspionage hilft zum Beispiel dabei, für welche Lehrstelle sich Jugendliche bewerben sollen.

© Pixabay/loufre

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Die Berufs­welt zeich­net sich durch eine Viel­falt an Mög­lich­kei­ten aus. Gera­de jun­ge Men­schen benö­ti­gen auch unter coro­nabe­dingt erschwer­ten Bedin­gun­gen Per­spek­ti­ven, um beruf­li­che Ori­en­tie­rung zu bekom­men. Daher fin­det heu­er nach einer Pau­se in der Pan­de­mie kärn­ten­weit wie­der die „Berufs­spio­na­ge – Unter­neh­men öff­nen ihre Türen“ statt.

Limi­tier­te Plät­ze

„Die Berufs- und Bil­dungs­ori­en­tie­rung Kärn­ten hat das Pro­jekt auf die aktu­ell gel­ten­den Bestim­mun­gen aus­ge­rich­tet“, erklä­ren Lan­des­haupt­mann-Stell­ver­tre­te­rin und Arbeits­markt­re­fe­ren­tin Gaby Schau­nig, AMS-Kärn­ten-Chef Peter Wede­nig, Indus­tri­el­len­ver­ei­ni­gung-Prä­si­dent Timo Sprin­ger sowie BBOK-Lei­te­rin Rebec­ca Wald­ner. Dazu gehö­ren klei­ne Grup­pen­grö­ßen, limi­tier­te Plät­ze, FFP2-Mas­ken­pflicht, 2G-Rege­lung und digi­ta­le Anmel­dung. Kon­kret öff­nen am 26. und 27. Jän­ner 2022 in allen Kärnt­ner Bezir­ken Betrie­be – vom klei­nen Unter­neh­men bis zum inter­na­tio­nal täti­gen Kon­zern – für Schü­ler zu bestimm­ten Zeit­fens­tern ihre Türen (sie­he unten).

Mög­li­che Kar­rie­re-Wege

„Kaum jemand ahnt, wie vie­le Berufs- und Bil­dungs­per­spek­ti­ven es gibt. Kärn­ten ist unglaub­lich breit auf­ge­stellt. Aller­dings muss man sich erst mit der Viel­falt der Arbeits­markt- und Aus­bil­dungs­mög­lich­kei­ten inten­siv aus­ein­an­der­set­zen, um die rich­ti­ge Ent­schei­dung tref­fen zu kön­nen“, betont Lan­des­haupt­mann-Stell­ver­tre­te­rin Schau­nig. Die Berufs- und Bil­dungs­ori­en­tie­rung Kärn­ten (BBOK) spielt dabei eine wesent­li­che Rol­le, indem sie über ver­schie­de­ne Pro­gram­me Jugend­li­chen und ihren Eltern die Viel­zahl an mög­li­chen Kar­rie­re-Wegen auf­zeigt.

Hoher Stel­len­wert der Leh­re

„Das The­men­feld der Berufs­ori­en­tie­rung nimmt im AMS einen zen­tra­len Stel­len­wert ein. Neben unse­ren Berufs-Info-Zen­tren unter­stüt­zen wir daher seit lan­gem die BBOK. Pro­jek­te wie die Berufs­spio­na­ge sind dabei beson­ders wich­tig, denn sie stel­len eine Ver­knüp­fung zwi­schen Jugend­li­chen und Betrie­ben her. Hier wird Berufs­in­for­ma­ti­on erleb­bar“, sagt AMS-Lan­des­ge­schäfts­füh­rer Wede­nig. Wich­tig ist dabei auch jene Ver­mitt­lungs­ar­beit, die jun­gen Men­schen in Kärn­ten zeigt, dass Aus­bil­dung einen gro­ßen Wert hat und Zukunft sichert – vor allem die Leh­re. „Das Risi­ko, spä­ter ein­mal arbeits­los zu wer­den, ist mit maxi­mal Pflicht­schul­ab­schluss 3,5 Mal höher als mit einem Lehr­ab­schluss“, begrün­det Wede­nig.

Indi­vi­du­ell pas­sen­der Bil­dungs­weg

Die Indus­tri­el­len­ver­ei­ni­gung Kärn­ten unter­stützt die BBOK seit ihrer Grün­dung, weil sie vom nach­hal­ti­gen Wir­ken der Kon­zep­te und Pro­gram­me über­zeugt ist. „Immer noch gibt es Jugend­li­che, die sich nicht für den indi­vi­du­ell am bes­ten pas­sen­den Bil­dungs­weg ent­schei­den. Daher braucht es die pro­fes­sio­nel­le Berufs­ori­en­tie­rung, die etwa im Rah­men der Akti­on Berufs­spio­na­ge sogar Hands-On-Erfah­run­gen ermög­licht, Jugend­li­che und Eltern aktiv ein­bin­det und Aus­bil­dungs­per­spek­ti­ven auf­zeigt“, sagt Sprin­ger. Kärn­ten kann es sich nicht leis­ten, so der Prä­si­dent der Indus­tri­el­len­ver­ei­ni­gung, dass Jugend­li­che wegen man­geln­der oder ein­sei­ti­ger Infor­ma­tio­nen auf ihrem Berufs­weg oder in ihrem spä­te­ren Berufs­le­ben schei­tern.

Ein­bli­cke in die Berufs­welt

Die Lei­te­rin der BBOK, Rebec­ca Wald­ner, hebt die Unab­ding­bar­keit unmit­tel­ba­rer Begeg­nun­gen mit der Arbeits­welt für Schü­ler auf ihrem Weg zum Wunsch­be­ruf her­vor: „Kon­tak­te mit der Arbeits­welt und Ein­bli­cke sind für eine gelin­gen­de Berufs­wahl von ent­schei­den­der Bedeu­tung. Des­halb ist es wich­tig, dass sich die Türen der Kärnt­ner Betrie­be nach län­ge­rer Pau­se end­lich wie­der öff­nen und Berufs­ori­en­tie­rung vor Ort wie­der mög­lich wird. Umge­kehrt öff­nen sich auch Türen für die Betrie­be in Sachen zukünf­ti­ger Nach­wuchs­kräf­te.“

 

Wis­sens­wert

„Berufs­spio­na­ge – Unter­neh­men öff­nen ihre Türen“

Am 26. und 27. Jän­ner 2022 öff­nen in allen Kärnt­ner Bezir­ken Betrie­be ihre Türen zur „Betriebs­spio­na­ge“. An die­sen bei­den Tagen sind Schü­ler der drit­ten und vier­ten Klas­sen von Gym­na­si­en (AHS) und Mit­tel­schu­len (MS) in Beglei­tung ihrer Eltern ein­ge­la­den, 120 Betrie­be in ganz Kärn­ten zu besich­ti­gen. Dabei ste­hen ver­schie­de­ne Bezir­ke an den jewei­li­gen Tagen im Zen­trum.

  • 26. Jän­ner 2022: Spit­tal, Her­ma­gor, Vil­lach und Feld­kir­chen
  • 27. Jän­ner 2022: Kla­gen­furt, St. Veit, Völ­ker­markt und Wolfs­berg

Die Anmel­dung erfolgt online (www.bbo-kaernten.at) und ist bis ein­schließ­lich 19. Jän­ner 2022 mög­lich. Für die Orga­ni­sa­ti­on ist die Berufs- und Bil­dungs­ori­en­tie­rung Kärn­ten (BBOK) ver­ant­wort­lich. Sie wird beauf­tragt und finan­ziert durch das AMS Kärn­ten, das Land Kärn­ten und die Indus­tri­el­len­ver­ei­ni­gung.

16.01.2022 19:50
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