Holz

Neu­er Ver­ein setzt neue Impul­se für das Holz­land Kärn­ten

Der Verein „Timber Innovation Network Alpe Adria“ möchte Potentiale des Rohstoffs Holz nutzen, die regionale Wirtschaft stärken und Kärnten international positionieren. Das Land Kärnten unterstützt die Maßnahmen mit 230.000 Euro.

Neu­er Ver­ein setzt neue Impul­se für das Holz­land Kärn­ten Das Herz des Vereins „Timber Innovation Network Alpe Adria“ schlägt für das Holzland Kärnten.

© Pixabay/TheUjulala

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60 Pro­zent der Flä­che Kärn­tens sind mit Wald bedeckt. Dem­entspre­chend stark ist auch die nach­hal­ti­ge Forst- und Holz­wirt­schaft in Kärn­ten, die ent­lang der gesam­ten Wert­schöp­fungs­ket­te für rund 20.000 Arbeits­plät­ze sorgt. Wel­che Poten­tia­le die Bran­che hat, zei­gen der Bereich Brett­sperr­holz, wo rund ein Vier­tel der welt­wei­ten Pro­duk­ti­on aus Kärn­ten stammt, und Archi­tek­tur-Leis­tun­gen aus Holz, die in Kärn­ten umge­setzt wur­den. Der neu gegrün­de­te Ver­ein „Tim­ber Inno­va­ti­on Net­work Alpe Adria“ (TINAA) soll sie nut­zen und wei­ter aus­bau­en.

Wald- und Holz­land Kärn­ten

„Kärn­ten hat als Wald- und Holz­land und mit dem in der Bran­che vor­han­de­nen Know-how sehr gute Chan­cen, sich inter­na­tio­nal zu posi­tio­nie­ren. Wir unter­stüt­zen des­halb die Idee, dafür die Kräf­te zu bün­deln und sich enger zu ver­net­zen“, berich­ten die zustän­di­gen Regie­rungs­mit­glie­der Lan­des­haupt­mann-Stell­ver­tre­te­rin Gaby Schau­nig und (Wirt­schafts­för­de­rungs- und Tech­no­lo­gie­re­fe­ren­tin) sowie Lan­des­rat Mar­tin Gru­ber (Forst- und Stra­ßen­bau­re­fe­rent). Aus dem Forst­re­fe­rat för­dert das Land Kärn­ten den neu­en Ver­ein mit rund 200.000 Euro, aus dem Refe­rats­be­reich Zukunfts­ent­wick­lung kom­men über die BABEG wei­te­re 30.000 Euro hin­zu.

Gro­ßes Know-how

„Die Holz­wirt­schaft zählt neben den elek­tronik­ba­sier­ten Sys­te­men und den grü­nen Tech­no­lo­gien zu einem der drei abso­lu­ten Stär­ke­fel­dern Kärn­tens. Der ‚Sili­con Alps Clus­ter‘ und der ‚Green Tech Clus­ter‘ zei­gen, wie posi­tiv sich eine Bün­de­lung von Inter­es­sen, Unter­neh­men, Orga­ni­sa­tio­nen und Betei­lig­ten auf Wachs­tum, Inno­va­ti­on und inter­na­tio­na­le Sicht­bar­keit aus­wir­ken“, erklärt Schau­nig. Der Werk­stoff Holz bie­tet, so die Lan­des­haupt­mann-Stell­ver­tre­te­rin, vie­le Ein­satz­mög­lich­kei­ten: „Kärn­ten hat hier gro­ßes Know-how, sowohl in For­schung und Ent­wick­lung als auch in der kon­kre­ten Anwen­dung.“

Gemein­sa­mer Vor­stoß

Lan­des­rat Mar­tin Gru­ber ergänzt: „Ob For­schen rund um Holz, Bau­en mit Holz oder Ver­ede­lungs­tech­ni­ken von Holz – zu all dem gibt es rich­tungs­wei­sen­de Pro­jek­te und Initia­ti­ven in Kärn­ten, aber es sind bis­her sehr oft Ein­zel­maß­nah­men. Auch der Mas­ter­plan ‚Länd­li­cher Raum‘ zeigt deut­lich auf, dass die Holz­wirt­schaft als bereits star­kes Stand­ort-Asset noch enor­mes Zukunfts­po­ten­ti­al birgt.“ Der Ver­ein „Tim­ber Inno­va­ti­on Net­work Alpe Adria“ ist daher ein wich­ti­ger gemein­sa­mer Vor­stoß von Wirt­schaft und Poli­tik, um als Bun­des­land mit dem The­ma Holz einen nach­hal­ti­gen Schwer­punkt für die Zukunft zu set­zen, die Stand­ort­vor­zü­ge Kärn­tens im Alpen-Adria-Raum noch wei­ter zu stär­ken und auch über die Gren­zen hin­aus sicht­bar zu machen.

In Wert­schöp­fungs­ket­te ein­glie­dern

Obmann des Ver­eins ist mit Chris­tof Weis­sen­seer, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Weis­sen­seer Holz-Sys­tem-Bau GmbH, ein Ken­ner der Bran­che. „Einer der ers­ten Auf­ga­ben­be­rei­che des Ver­eins besteht dar­in, den nach­hal­ti­gen Bau­stoff Holz in eine Wert­schöp­fungs­ket­te ein­zu­glie­dern und somit gera­de in länd­li­chen Regio­nen eine durch­gän­gi­ge Lebens­grund­la­ge von Wald­bau­ern, Säge­wer­kern, Holz­ver­ede­lung, Holz­bau­ern, Tisch­lern, Pro­jekt­ent­wick­lern und Bau­trä­gern zu gene­rie­ren – bis hin zum End­kun­den“, fasst Weis­sen­seer zusam­men.

Attrak­ti­ve Jobs in Kärn­ten

Dafür muss es, so Weis­sen­seer, gelin­gen, exzel­lent aus­ge­bil­de­te Mit­ar­bei­ter durch attrak­ti­ve Job­mög­lich­kei­ten wie­der zurück nach Kärn­ten holen und spar­ten­über­grei­fen­de Pro­jek­te zu star­ten. Der Ver­eins­vor­stand und der bera­ten­de Bei­rat sind daher mit Ver­tre­tern aus Holz­wirt­schaft, Archi­tek­tur, Holz­for­schung, Wirt­schafts­för­de­rung und aus ver­schie­de­nen spe­zia­li­sier­ten Aus- und Wei­ter­bil­dungs­stät­ten breit auf­ge­stellt. Durch die Ver­net­zung all die­ser Akteu­re soll es gelin­gen, her­aus­ra­gen­de Bau­pro­jek­te aus Holz anzu­sto­ßen, inno­va­ti­ve Ver­bin­dungs- und Ober­flä­chen­tech­no­lo­gien zu ent­wi­ckeln, aber auch neue, bedarfs­ori­en­tier­te Aus­bil­dungs­zwei­ge zu schaf­fen.

19.01.2022 07:50 - Update am: 19.01.2022 07:53
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Neu­er Ver­ein setzt neue Impul­se für das Holz­land Kärn­ten Das Herz des Vereins „Timber Innovation Network Alpe Adria“ schlägt für das Holzland Kärnten.

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