Uriges Wirtshaus

Der „Vize-Mess­ner“ vom Wach­sen­berg

Vor fünf Jahren kaufte der Unternehmer Hubert Mainhard das „Alte Messnerhaus“ am Wachsenberg und baute es zu einem urigen Wirtshaus um. Mainhard erzählt im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“ über die Geschichte des 500 Jahre alten Hauses.

Der „Vize-Mess­ner“ vom Wach­sen­berg Hubert Mainhard vor dem 500 Jahre alten Messnerhaus

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Das „Alte Mess­ner­haus“ am Wach­sen­berg stand rund 30 Jah­re leer, ehe der dama­li­ge Steu­er­ber­ger Bür­ger­meis­ter Karl Petritz vor fünf Jah­ren das Haus dem Him­mel­ber­ger Unter­neh­mer Hubert Main­hard um einen sym­bo­li­schen Euro anbot. „Nach kur­zem Über­le­gen habe ich das Ange­bot ange­nom­men. Das Grund­stück muss­te ich natür­lich bezah­len. Über ein Jahr hat die Innen- und Außen­sa­nie­rung gedau­ert, ehe wir am 16. Sep­tem­ber 2017 die Eröff­nung gefei­ert haben“, erklärt Main­hard, der von Freun­den „Mahu“ geru­fen wird, im Gespräch mit „KLiCK Kärn­ten“. Das Mess­ner­haus war ursprüng­lich ein Bau­ern­haus, das auch eine zwei­klas­si­ge Volks­schu­le behei­ma­te­te, und natür­lich ein Mess­ner­haus. Vor über 30 Jah­ren zogen die letz­ten Haus­be­woh­ner aus. Heu­te ist es das Gast­haus „Zum Alten Mess­ner“. Seit dem Kauf hat Main­hard bei Insi­dern den Spitz­na­men „Vize-Mess­ner“.

Ein Augen­schmaus

Das „Alte Mess­ner­haus“ ist mit vie­len Details aus längst ver­gan­ge­nen Tagen ein wah­rer Augen­schmaus. „Vie­le Gäs­te brin­gen immer wie­der alte Sachen vor­bei, die bei uns gut auf­ge­ho­ben sind“, erzählt Main­hard. So ist in den Gast­räum­lich­kei­ten auch ein nach­ge­bau­tes „Kir­cherl“ des legen­dä­ren „Wach­sen­ber­ger Pepe“ zu sehen. Eben­so Fotos und ein Löf­fel, mit dem das Wach­sen­ber­ger Ori­gi­nal zum Gau­di­um der Bevöl­ke­rung „tele­fo­nier­te“. „Das Grab vom Pepe befin­det am Fried­hof bei der Kir­che. Ich habe mit einer finan­zi­el­len Zuwen­dung gesorgt, dass es erhal­ten bleibt“, ver­rät der Wirt.

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Wirt Hubert Main­hard mit einem Nach­bau der Kir­che des „Wach­sen­ber­ger Pepe“
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Pro­mi­nen­te Gäs­te

Das „Alte Mess­ner­haus“ ist in sei­ner Art ein­zig­ar­tig. Das hat auch der kürz­lich ver­stor­be­ne Sepp For­cher erkannt. Er war mit sei­ner ORF-Fern­seh­sen­dung „Klin­gen­des Öster­reich“ zu Gast. „Auch Kom­men­ta­to­ren-Legen­de Sigi Berg­mann und ‚Mis­ter Beach­vol­ley­ball‘ Han­nes Jager­ho­fer waren von unse­rem uri­gen Lokal begeis­tert“, berich­tet Main­hard.

Bie­nen­stö­cke und Bie­nen­kör­be

Ursprüng­lich soll­te im alten Haus ein Imker­mu­se­um ent­ste­hen. Doch die­se Plä­ne zer­schlu­gen sich. „Die Bie­nen­stö­cke und Bie­nen­kör­be im Ein­gangs­be­reich zeu­gen noch von die­ser Idee. Der wert­volls­te Bie­nen­korb soll angeb­lich rund 500 Jah­re alt sein“, betont Main­hard. Doch nicht nur Imker keh­ren im Lokal ein. „Auch Jäger, der Pfarr­ge­mein­de­rat, Rin­ger und zahl­rei­che Aus­flüg­ler und Urlau­ber füh­len sich bei uns wohl. Ich ste­he per­sön­lich am Herd und bie­te den Gäs­ten eine gut bür­ger­li­che Küche, mit regio­na­len Köst­lich­kei­ten“, sagt Main­hard. Für die Kirch­gän­ger wird das Gast­haus anstatt um zehn schon um acht Uhr auf­ge­sperrt. Ein Spar- und ein Fei­tel­ver­ein tra­gen eben­so zur Gesel­lig­keit bei.

Die Ver­an­stal­tun­gen

Heu­er ist wie­der ein Kirch­tag geplant. „Und wir wer­den auch wie­der vom Preis­rin­gen und einem Trak­tor-Geschick­lich­keits­fah­ren pro­fi­tie­ren. Mir ist die Erhal­tung von Tra­di­tio­nen sehr wich­tig, immer­hin sind wir das ein­zi­ge Gast­haus am Wach­sen­berg“, schil­dert Main­hard. Er ist eigent­lich selbst­stän­di­ger Pla­ner und Ver­käu­fer von Häu­sern. Das ist bei der bevor­ste­hen­den Sanie­rung des Dachs hilf­reich. Das Schin­del­dach muss unbe­dingt erneu­ert wer­den. Die Kos­ten betra­gen rund 50.000 Euro.

 

22.01.2022 06:55
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Der „Vize-Mess­ner“ vom Wach­sen­berg Hubert Mainhard vor dem 500 Jahre alten Messnerhaus

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