Wirtschaftskammer

Seil­bahn-Betrei­ber lau­fen gegen Kon­troll­auf­wand Sturm

Die Gültigkeit der zweiten Corona-Impfung wird von neun auf sechs Monate herabgesetzt. Manuel Kapeller-Hopfgartner, Obmann der Kärntner Seilbahnen in der Wirtschaftskammer Kärnten: „Das kommt zum wohl schlechtesten Zeitpunkt!“

Seil­bahn-Betrei­ber lau­fen gegen Kon­troll­auf­wand Sturm Die Verkürzung von neun auf sechs Monate bei der Gültigkeit für zweite Impfungen ab 1. Februar sorgt speziell im Saisonkarten-Bereich für massive Probleme.

© Kärnten Werbung/Fanz Gerdl

"KLICK Kärnten" auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen
Anzeige

„Die ange­kün­dig­te rück­wir­ken­de Ver­kür­zung der Gül­tig­keit für die zwei­ten Imp­fun­gen so kurz vor den Semes­ter­fe­ri­en bedeu­tet eine sys­te­ma­ti­sche Schä­di­gung des gesam­ten Win­ter­tou­ris­mus“, ist Manu­el Kapel­ler-Hopf­gart­ner, Obmann der Kärnt­ner Seil­bah­nen in der Wirt­schafts­kam­mer Kärn­ten, ver­är­gert.

Geduld am Ende

2G, FFP2-Mas­ken, eng­ma­schi­ge Kon­trol­len – die Kärnt­ner Seil­bahn-Unter­neh­men tru­gen bis­her alle Auf­la­gen in Bezug auf die Coro­na-Pan­de­mie gedul­dig mit, um einen mög­lichst unbe­schwer­ten Ski­ge­nuss zu bie­ten. Die Ver­kür­zung von neun auf sechs Mona­te bei der Gül­tig­keit für zwei­te Imp­fun­gen ab 1. Febru­ar 2022 sorgt aber spe­zi­ell im Sai­son­kar­ten-Bereich für mas­si­ve Pro­ble­me. „Bereits Mit­te Novem­ber haben unse­re Betrie­be mit gro­ßem Auf­wand alle Sai­sonski­päs­se frei­ge­schal­tet – und das Sys­tem funk­tio­niert aktu­ell sehr gut. Jetzt müs­sen zahl­rei­che Ski­gäs­te, die bereits einen drit­ten Stich haben, aber deren Ski­pass noch mit dem Zer­ti­fi­kat der zwei­ten Imp­fung ver­knüpft ist, ihre Sai­son­kar­te aktua­li­sie­ren las­sen“, begrün­det Kapel­ler-Hopf­gart­ner.

Anzei­ge
Wirtschaftskammer Kärnten
Manu­el Kapel­ler-Hopf­gart­ner, Obmann der Kärnt­ner Seil­bah­nen in der Wirt­schafts­kam­mer Kärn­ten
© WKK/Studiohorst

Mas­si­ver Per­so­nal­auf­wand

Gera­de in der so wich­ti­gen Feri­en­zeit läuft, so Kapel­ler-Hopf­gart­ner, ein Groß­teil der Zer­ti­fi­ka­te aus und etli­che Ski­fah­rer wer­den das erst beim Dreh­kreuz bemer­ken. Was den Ski­ge­bie­ten dadurch blüht, skiz­ziert der Obmann: „Es kommt zu Staus an den Zutritts­stel­len, der mit mas­si­vem Per­so­nal­auf­wand kom­pen­siert wer­den muss. Eine Situa­ti­on, die defi­ni­tiv jeg­li­che Kon­troll- und Sorg­falts­pflicht der Betrei­ber über­spannt und in der Aus­füh­rung gar nicht mög­lich ist!“ Öster­reich­weit sind schät­zungs­wei­se 270.000 Sai­son­kar­ten von der Ände­rung betrof­fen. „Wir for­dern eine sofor­ti­ge Auf­he­bung der geplan­ten Umset­zung der rück­wir­ken­den Ver­kür­zung“, stellt Kapel­ler-Hopf­gart­ner klar. Als Alter­na­ti­ve schlägt er vor, die geplan­te Ände­rung zumin­dest um einen Monat nach hin­ten zu ver­schie­ben.

28.01.2022 16:50
Anzeige
Seil­bahn-Betrei­ber lau­fen gegen Kon­troll­auf­wand Sturm Die Verkürzung von neun auf sechs Monate bei der Gültigkeit für zweite Impfungen ab 1. Februar sorgt speziell im Saisonkarten-Bereich für massive Probleme.

© Kärnten Werbung/Fanz Gerdl