Claudia Engelmeier

Sie „chan­ta­li­siert“ und „blon­diert“ ihre Büh­nen-Ideen

Claudia „Chantal“ Engelmeier ist auf der Narrenbühne des Feistritzer Faschingsrats eine Spätberufene. Was sie in der Zwangspause und sonst macht, erzählt sie im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“.

Sie „chan­ta­li­siert“ und „blon­diert“ ihre Büh­nen-IdeenClaudia „Chantal“ Engelmeier ist ein Dauerbrenner bei „Narrisch guat“.

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Wenn Clau­dia „Chan­tal“ Engel­mei­er im pin­ken Out­fit und ihrer gro­ßen Hand­ta­sche auf der Büh­ne erscheint, ist Lachen ohne Ende ange­sagt. Und das, obwohl sie als Komö­di­an­tin eine Spät­be­ru­fe­ne ist. Doch alles der Rei­he nach. „Das Komö­di­an­ti­sche war schon immer in mir drin­nen, nur habe ich es nicht her­aus­ge­las­sen. Ab dem Jahr 1977 habe ich als Gar­de­mäd­chen eini­ge Jah­re beim Feis­trit­zer Fasching mit­ge­macht. Danach habe ich eine Pau­se gemacht“, erzählt Engel­mei­er im Gespräch mit „KLiCK Kärn­ten“.

Die Büh­nen-Anfän­ge

In der Zeit küm­mer­te sie sich als gelern­te Fri­seu­rin bei den Wei­ßen­stei­ner Thea­ter­grup­pen „ATG“ und „Spek­ta­kel“ um die Mas­ke der Schau­spie­ler. „Lan­ge unter dem lei­der mitt­ler­wei­le ver­stor­be­nen Regis­seur Adi Peichl. Damals wur­de ich gefragt, ob ich beim Feis­trit­zer Fasching die Dar­stel­ler schmin­ken und mich um ihre Fri­su­ren küm­mern möch­te. Es hat nicht lan­ge gedau­ert und ich bin selbst auf der Büh­ne gestan­den“, berich­tet Chan­tal über die ers­ten Geh­ver­su­che auf der Büh­ne.

Die Musik

Die kaba­ret­tis­ti­schen Num­mern von „Chan­tal“, ihrer Büh­nen­fi­gur, sind meis­tens mit einer Gesangs­ein­la­ge ver­bun­den. „Sin­gen ist eine Lei­den­schaft von mir. Zu mei­nem 50. Geburts­tag habe ich den Song ‚Kärnt­ner Women‘ her­aus­ge­bracht. Die Sin­gle hat eine Gail­ta­ler Band gehört und gesagt: Chan­tal brau­chen wir! Seit­dem sin­ge ich in der Gail­ta­ler Band ‚House 41‘ und ste­he als Sän­ge­rin auf der Büh­ne. Der Band­na­me kommt von dem Haus, in dem wir pro­ben. Wir spie­len haupt­säch­lich Blues und Rock“, ver­rät Engel­mei­er.

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Clau­dia Engel­mei­er in ihrer Rol­le als „Chan­tal“ in ihrem pin­ken Out­fit
© ORF

Die Ulk­nu­del

Das Tem­pe­ra­ments­bün­del „Chan­tal“ reißt das Publi­kum mit. „Vie­le Leu­te sagen, dass ich die Tru­de Herr oder die Jazz Git­ti vom Feis­trit­zer Fasching bin. Als Ulk­nu­del füh­le ich mich auf der Büh­ne sehr wohl. Pri­vat lebe ich lie­ber zurück­ge­zo­gen“, erklärt die Kaba­ret­tis­tin. Sie ist sie seit 40 Jah­ren mit Ehe­mann Robert ver­hei­ra­tet. Gemein­sam haben sie Sohn Ingo (36). Als „Chan­tal“ ist die Pater­nio­ne­rin seit über zehn Jah­ren bei den ORF-Sen­dun­gen „Nar­risch guat“ dabei. Ihr pin­kes Out­fit ist längst das Mar­ken­zei­chen der Drau­ta­le­rin. „Die Num­mern schrei­be ich selbst und es gibt nie­mals eine Gene­ral­pro­be – es ist immer wie­der ein Sprung ins kal­te Was­ser“, schmun­zelt Engel­mei­er.

Die Ein­fäl­le

Sie ist ein Mensch, der ger­ne zuhört. Die Ideen wer­den über­all her­ge­holt: Sie hört bei Wit­ze-Erzäh­lern genau hin, schaut den Men­schen auf den Mund und viel fern. „Das Inter­net ist nicht mein Ding, da bin ich eine tech­ni­sche Wild­sau“, lacht Engel­mei­er. Die gesam­mel­ten Ideen wer­den dann „chan­ta­li­siert“ und „blon­diert“.

Die Kunst

Zu den Hob­bys der Drau­ta­le­rin zäh­len Hand­ar­bei­ten und Bil­der malen. „Ich habe schon eini­ge Aus­stel­lun­gen gehabt und bin mit mei­nen Wer­ken auf zahl­rei­chen Märk­ten unter­wegs. Auf der Büh­ne will ich noch lan­ge ste­hen. Jeden­falls so lan­ge, wie ich Lust habe und es die Gesund­heit zulässt“, sagt Engel­mei­er.

09.02.2022 19:05 - Update am: 23.02.2022 10:33
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Sie „chan­ta­li­siert“ und „blon­diert“ ihre Büh­nen-IdeenClaudia „Chantal“ Engelmeier ist ein Dauerbrenner bei „Narrisch guat“.

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