Jugendarbeit
Acht Pfadfinder-Gruppen in Kärnten
Die Pfadfinder leisten wertvolle Kinder- und Jugendarbeit und sind mit insgesamt acht Gruppen ein stabiler Bestandteil für viele Familien in Kärnten. Jochen-Alexander Biethan, Jugendleiter in Klagenfurt, im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“.
Kinder und Jugendliche werden bei den Pfadfindern dazu motiviert, Dinge selbst zu versuchen und selbstständig zu sein. Im Vordergrund steht auch immer der Bezug zur Natur. „Sie ist unsere Spielwiese“, beschreibt Jochen-Alexander Biethan, der unter den Pfadfindern „Biti“ genannt wird. Er ist seit dem Jahr 1987 bei den Pfadfindern und Jugendleiter in Klagenfurt.
Online-Treffen
Gerade seit Corona war die Umsetzung ein wenig durchwachsen, aber laut Biethan fanden alle acht Gruppen in Kärnten gute Lösungen. Bei der Gruppe Klagenfurt 5 gab es die wöchentlichen Treffen, die normalerweise eineinhalb Stunden dauern, online für etwa 40 Minuten. Auch die Kinder und Jugendlichen freuten sich immer über die Gespräche und den Spaß, wenn auch die physische Präsenz fehlte. Natürlich funktioniert so etwas nie ohne die Hilfe der engagierten Eltern, die ihre Kinder dabei unterstützen.
Jede Woche die Möglichkeit
Um ein „Pfadi“ zu werden oder in eine Gruppe hineinzuschnuppern, kann man sich die Pfadfinder-Gruppe in seiner Nähe heraussuchen und zu einem der wöchentlichen Treffen kommen. „Der Einstieg ist jederzeit möglich“, betont Biethan. Bei den Pfadfindern geht es auch um die Umsetzung von Projekten und soziales Engagement. Gerade dabei bieten die Jugendleiter das Sicherheitsnetz. Die Kinder und Jugendlichen können ihr eigenes Projekt entwerfen und auch durchführen. Hier entstanden schon Projekte mit dem Roten Kreuz, der jährlich stattfindende Pfadfinderball oder auch die Umgestaltung des Gruppenraums. „Wir wollen Mitbestimmungsrecht der Kinder und Jugendlichen und leben das auch“, sagt Biethan. In diesem Setting kann aus Fehlern gelernt und Vielfalt gelebt werden. Auch für die Gruppenleiter sind diese Entwicklungen ein ständiger Lernprozess.

Weltoffenheit leben und Gemeinschaft spüren
Nicht nur regional sind die Pfadfinder aktiv. Finden hier in Kärnten die Sommerlager im „Techuana“ in St. Martin in der Nähe von Ledenitzen statt, ist die Gemeinschaft der Pfadfinder noch viel globaler. Biethan erzählt von dem internationalen Treffen in Schweden im Jahr 2011, wo auch er aktiv dabei war. Insgesamt nahmen über 40.000 Pfadfinder aus allen Ländern daran teil. Das nächste „World Scout Jamboree“ soll 2023 in Südkorea stattfinden. Es wird alle vier Jahre an einem anderen Ort gefeiert. Diese Feste gehören zu den absoluten Highlights und zeigen auch nach außen, wie vielfältig die Pfadfinderbewegung ist.
Mehr Mut
Fragt man den engagierten Jugendleiter, ist eine der wichtigsten Botschaften, mehr Vertrauen in die Kinder und Jugendlichen zu haben. Altersentsprechende Verantwortung zu übertragen, lässt die jungen Menschen wachsen und sich selbst spüren. Auch für die Erwachsenen hat Biethan den Appell zu „mehr Mut, für andere etwas zu machen, und soziales Engagement zu zeigen“. Gerne kann man sich auch als Jugendleiter bei den Pfadfindern einbringen.
Drei prägende Punkte
Drei der prägendsten Punkte, die die „Pfadis“ leben und lernen, sind Selbstständigkeit, für ihre Meinung einzustehen und Teambuilding. Rund 60 Kinder und Jugendliche sind derzeit allein in der Pfadfindergruppe Klagenfurt 5 bei Biethan. Neue Gesichter sind immer herzlich willkommen. Zu tun gibt es genug. Und Fertigkeiten in der Natur zu lernen, ist gerade für Kinder immer ein Höhepunkt. Einen Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten und Selbstverantwortung zu lernen, sind ein unbezahlbares Handwerkszeug für die kommenden Generationen.
- Gemeinschaft und Teambuilding
- Bei jedem Wetter ist die Natur die Spielwiese der Pfadfinder.
- Gemeinsame Projekte und gemeinsames Handeln stehen im Mittelpunkt.
- Jochen-Alexander Biethan ist seit dem Jahr 1987 in der Gemeinschaft der Pfadfinder.
