Kärnten
Innovatives „Löschlabor“ an der Feuerwehrschule
Die Landesfeuerwehrschule und die Fachhochschule Kärnten entwickeln ein „Löschlabor“. Es ist ein weltweit neues, wegweisendes Projekt, das einen realen Löschvorgang ferngesteuert ermöglicht.
© LFKDO Kärnten/Sticker
Der Landesfeuerwehrverband Kärnten und die Fachhochschule (FH) Kärnten kooperieren seit dem Jahr 2018 im Bereich der digitalen Lehr- und Lernmethoden. Mit der Errichtung eines eigenen „Löschlabors“ auf dem Gelände der Landesfeuerwehrschule Kärnten, das nach zwei Jahren Entwicklungszeit Ende des Jahres den Betrieb aufnehmen soll, gehen die Kooperationspartner noch einen Schritt weiter.
Einblick in die Einsatzgefahren
„Die wissenschaftliche Erforschung diverser Vorgehensweisen und Baustoffe soll den Einsatzkräften der Feuerwehren einen noch besseren Einblick in die Einsatzgefahren und deren Minimierung geben“, sind sich Landesrat und Feuerwehrreferent Daniel Fellner, Landesfeuerwehrkommandant Rudolf Robin, Thomas Klinger vom Studienbereich „Engineering & IT“ an der FH Kärnten und Klaus Tschabuschnig, Leiter der Landesfeuerwehrschule, einig. Alle vier standen heute im Rahmen einer Pressekonferenz Rede und Antwort. Ihre Statements im Überblick.
Landesrat Daniel Fellner
„Ich freue mich, dass es uns in Kärnten gelungen ist, eine enge Achse zwischen Feuerwehr, Wirtschaft und Wissenschaft aufzubauen, die zur Sicherheit der Kärntner Bevölkerung beiträgt. Mit der Errichtung eines fernsteuerbaren Löschlabors sind wir in Kärnten weltweit Vorreiter. Dieses innovative Forschungsprojekt wird dazu beitragen, die Kärntner Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner bestmöglich zu unterstützen und ihnen ihre Arbeit erleichtern. Schließlich garantieren sie tagein, tagaus mit höchstem Engagement und Kompetenz für die Sicherheit unserer Bevölkerung“, fasst Landesrat und Feuerwehrreferent Daniel Fellner zusammen.
Klaus Tschabuschnig (Landesfeuerwehrschule)
„Die Anforderungen an das Feuerwehrwesen ändern sich laufend. Fast jeder Technologieschritt hat irgendwann Auswirkungen auf die Feuerwehr. Mit dem neuen Löschlabor, das einen realen Löschvorgang ferngesteuert ermöglicht, werden wir in der Lage sein, beispielsweise Verhaltensweisen künftiger Bauweisen vorab zu erforschen und Vorgehensweisen für die Ausbildung unserer Feuerwehren abzuleiten. Die dabei gesammelten Daten werden im Hinblick auf die Effizienz des Löschvorgangs ausgewertet. Die sich dabei ergebenden Parameter fließen im Idealfall in die Durchführung realer Einsätze ein“, erklärt Klaus Tschabuschnig, Leiter der Landesfeuerwehrschule.
Thomas Klinger (Fachhochschule Kärnten)
„Die Vernetzung von Wissenschaft und Feuerwehr in Bezug auf die Feuerwehrausbildung wird in Zukunft einen noch höheren Stellenwert einnehmen. Innovation und ständige Weiterentwicklung müssen ein fortwährender Fixpunkt sein. Die Fachhochschule Kärnten wird sich sowohl am Sektor ‚Engineering & IT‘ als auch ‚Bau & Architektur‘ einbringen und umgekehrt auch Erkenntnisse von der Feuerwehr mitnehmen“, schildert Thomas Klinger vom Studienbereich „Engineering & IT“ an der Fachhochschule Kärnten.
Landesfeuerwehrkommandant Rudolf Robin
„Die Landesfeuerwehrschule Kärnten als Kompetenzzentrum für Heißausbildung ist österreichweit für dieses sensible Segment verantwortlich. Unseren Kameraden einen sicheren Einsatz zu ermöglichen, ihnen Fachwissen und die nötigen Fertigkeiten mit auf den Weg zu geben, ist unsere Verpflichtung. Die Landesfeuerwehrschule ist dabei die Drehscheibe“, ergänzt Landesfeuerwehrkommandant Rudolf Robin.

