Gerald Melcher

Die Nar­ren­büh­ne ist sein Leben

Gerald Melcher ist nicht nur Obmann, sondern auch einer der Stars der Narrenrunde Lavamünd. Gleich zwei Faschingsgilden im Lavanttal haben mit „Lei Blau“ den gleichen Narrengruß. „KLiCK Kärnten“ fragte nach.

Die Nar­ren­büh­ne ist sein Leben Gerald Melcher im Sketch „Der Krankenbesuch“ mit Schwester Sonja Kuschei

© Lei Blau

"KLICK Kärnten" auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen
Anzeige

Vor 48 Jah­ren hielt der Fasching in Lava­münd Ein­zug. Ver­ant­wort­lich dafür waren unter ande­rem David Egger und Alex­an­der David von der ört­li­chen Alt-Her­ren-Run­de. Alles begann mit einem Faschings­trei­ben am Markt, ehe die „alten“ Her­ren die Nar­ren­run­de grün­de­ten. Mit „Lei Blau“ war auch schnell ein Nar­ren­gruß gefun­den. Die­sen Gruß gibt es im Lavant­tal aller­dings nicht nur in Lava­münd, son­dern auch in Bad St. Leon­hard. „Wir haben mit den Nar­ren in Bad St. Leon­hard gespro­chen. Mit dem Ergeb­nis, dass nie­mand genau sagen kann, wer mit ‚Lei Blau‘ frü­her dran war. Das lässt sich nicht mehr eru­ie­ren. Wir ver­mu­ten aber, dass sich die Alt-Herren von den Ver­eins­far­ben Blau-Weiß unse­res Fuß­ball­ver­eins inspi­rie­ren haben las­sen“, glaubt Gerald Mel­cher.

Der Alles­kön­ner

Vor eini­gen Jah­ren über­nahm der pen­sio­nier­te Bank­stel­len­lei­ter als Obmann die Nar­ren­run­de. Er ist somit nicht nur der Chef der Nar­ren, son­dern zugleich auch Regis­seur, Dar­stel­ler und eigent­lich für alles ver­ant­wort­lich und zustän­dig. Zur „Lei Blau“-Gilde stieß Mel­cher vor 38 Jah­ren. „Inzwi­schen freue ich mich das gan­ze Jahr auf den Fasching. Lei­der muss­ten wir zuletzt wegen der Pan­de­mie pau­sie­ren. Wir konn­ten im Herbst gera­de noch eine Klau­sur abhal­ten und das Faschings­pro­gramm erstel­len. Die Sket­che waren zu 80 Pro­zent fer­tig, dann ist der Lock­down gekom­men“, trau­ert Mel­cher den abge­sag­ten Faschings­sit­zun­gen nach.

„Nar­risch guat“

Zwölf Mal war Mel­cher bis­her beim ORF-Quo­ten­ren­ner „Nar­risch guat“ dabei. Dort tritt der Ober­narr vor­wie­gend mit sei­ner Schwes­ter Son­ja Kusch­ei auf. „Uns wur­de der Humor von der Mut­ter in die Wie­ge gelegt. Sie war eine bekann­te Thea­ter­spie­le­rin“, erzählt Mel­cher. Er selb­st stand aber noch nie auf einer Thea­ter­büh­ne. Die ers­ten Thea­ter-Erfah­run­gen bei der „Mar­kusbühne“ in Wolfs­berg schei­ter­ten eben­falls am Lock­down. In der Ver­gan­gen­heit stand Mel­cher auch oft als Mode­ra­tor bei Früh­schop­pen-Kon­zer­ten auf der Büh­ne.

Die Ideen

Oft wird Mel­cher gefragt, woher er die Ideen für sei­ne Sket­che nimmt. „Ich samm­le das gan­ze Jahr Ideen, Sager und Ein­fäl­le, schrei­be sie dann sofort in einem Buch auf und füge sie im Herbst in einer mei­ner sechs Num­mern zusam­men. Bei der Gestal­tung des Pro­gramms bin ich aber nicht alleine. Das kom­plet­te Pro­gramm wird von meh­re­ren Akteu­ren wie Wer­ner Goll­ner und Katha­ri­na Schild­ber­ger getra­gen“, ver­rät Mel­cher.

 

22.02.2022 19:30
Anzeige
Die Nar­ren­büh­ne ist sein Leben Gerald Melcher im Sketch „Der Krankenbesuch“ mit Schwester Sonja Kuschei

© Lei Blau