Anna Altenriederer
„Ich finde keine Antwort“
Die gebürtige Ukrainerin Anna Altenriederer wohnt mit ihrer Familie seit dem Jahr 2015 in Klagenfurt. „KLiCK Kärnten“ sprach mit ihr über ihre Ängste.
Der Krieg in ihrem Geburtsland Ukraine macht der Wahl-Klagenfurterin Anna Altenriederer schwer zu schaffen. „Seit einer Woche weine ich jeden Tag, mein Körper reagiert fürchterlich. Ich habe Panikattacken, hatte auch schon Milchstau und konnte deshalb mein acht Monate altes Baby kaum noch stillen“, erzählt die zweifache Mutter. Ihre Familie ist dort zu Hause, wo bereits die Russen sind, und kann nicht flüchten. „Man wird ohnmächtig, wenn man seiner Familie in der Ukraine nicht helfen kann. Es kommen immer mehr Panzer, die Russen sind auch technisch überlegen. Meine Leute wohnen in Stadt Kachowka, im Süden der Ukraine, nicht weit von Krim. Der Kontakt zu ihnen wird immer schwieriger“, berichtet Altenriederer verzweifelt.
Der Liebe wegen nach Kärnten
Seit dem Jahr 2015 lebt die Ukrainerin mit ihrer kleinen Familie in Klagenfurt. „Davor habe ich mit meinem Mann sieben Jahre in Kiew gewohnt. Ich habe ihn dort kennen und lieben gelernt. Mein Mann hat damals in Kiew gearbeitet. Vor sieben Jahren sind wir dann in seine Heimat nach Klagenfurt gezogen“, verrät Altenriederer.

Stolz auf die Kärntner
Besonders stolz ist die Ukrainerin auf die große Hilfsbereitschaft der Kärntner. „Meine Freunde und Bekannten fragen ständig bei mir nach, wie sie meinen Verwandten helfen können. Ich musste sagen, dass ich es selbst nicht weiß. Das macht mich traurig und verzweifelt. Ich bedanke mich bei allen von ganzem Herzen für die finanziellen Spendenaktionen und die Sachspenden“, betont Altenriederer.
