Congress Center
Fernwärme-Tagung in Villach
Die Informations- und Arbeitstagung der Fernwärme-Branche findet zwei Tage im Congress Center Villach statt. Vizebürgermeisterin Sarah Katholnig berichtete dabei über den erfolgreichen grünen Weg der Stadt Villach.
© Karin Wernig
Über ein mehr als 127 Kilometer langes Netz liefert die „Kelag Energie & Wärme“ 260 Millionen Kilowattstunden Wärme an 14.000 Haushalte in Villach. 1.185 Gebäude und große Betriebe heizen mit grüner Energie. Weil das Fernwärmenetz der Stadt Villach zu den größten in Österreich gehört, wurde Villach heuer für die österreichweite Tagung der Fernwärme-Branche ausgewählt.
Erneuerbare Energie und Abwärme
Auf Einladung der „Kelag“ tagen 250 Mitarbeiter der Zulieferindustrie und der Fernwärme-Unternehmen im Congress Center in Villach. Vizebürgermeisterin und Nachhaltigkeitsreferentin Sarah Katholnig skizzierte bei der Eröffnung den erfolgreichen grünen Weg Villachs: „Es ist wichtig, sich von Heizmittel-Lieferungen aus entfernten Ländern unabhängig zu machen. In Villach ist die erzeugte Fernwärme besonders grün: Mehr als 80 Prozent stammen aus erneuerbarer Energie und Abwärme.“ Im Vergleich zu den meisten Wärmenetzen der Landeshauptstädte, evaluiert von der Umweltschutz-Organisation „Global 2000“, schneidet Villach deutlich besser ab. „Der Bedarf an Fernwärme hat sich in Villach in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt – Tendenz steigend“, betont Katholnig.
Photovoltaik-Anlagen und Elektro-Fahrzeuge
Die Stadt forciert den Umstieg auf grüne Energie seit Jahren. Eine erste Bilanz kann sich sehen lassen: So sparte Villach durch Maßnahmen an eigenen Gebäuden (Mustersanierungen, energieeffizienter Neubau, Umstellung der öffentlichen Beleuchtung, Optimierung interner Prozesse und Ausbau von Photovoltaik-Anlagen) mehrere hundert Tonnen an Kohlendioxid ein. Durch PV-Anlagen auf stadteigenen Gebäuden erzeugt man bis Jahresende Strom für rund 150 Haushalte. Auch der Fuhrpark der Stadt wird, wo es sinnvoll ist, auf Elektro-Fahrzeuge umgestellt. „Klimaneutralität ist unser Ziel. Dieses wollen wir unter anderem mit Partnern wie der Kelag erreichen“, stellte Katholnig klar.