Land Kärnten
Kärnten fordert eine Obergrenze für Mieten
Mieten und Betriebskosten gehen immer weiter nach oben. Das Land Kärnten nimmt die Bundesregierung mit einem Bundesgesetz für Privatvermieter und einer Steuersenkung auf Betriebskosten in die Pflicht.
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Wie das Land Kärnten in einer Aussendung mitteilt, sind von der Erhöhung der Richtwertmieten mit gestrigem Tag in Kärnten nur vergleichsweise wenige Wohnungen betroffen, weil die meisten hierzulande vermieteten Wohnungen dieser Preisregulierung nicht unterliegen. „Leider gibt es derzeit überhaupt keine wirksame Mietenobergrenze, die österreichweit den Preisanstieg bei den privaten Mietwohnungen stoppt“, erklärt Landeshauptmann-Stellvertreterin und Wohnbaureferentin Gaby Schaunig. Sie fordert den Bundesgesetzgeber einmal mehr auf, das Mietrecht zu überarbeiten und endlich eine entsprechende Regulierung zu schaffen: „Wohnen ist ein Grundrecht und kein Spekulationsobjekt. Die Kosten müssen für Mieter leistbar bleiben!“
Gemeinnütziger Bereich
Das Land Kärnten kann, so Schaunig, über die Wohnbauförderung nur im gemeinnützigen Bereich tätig werden. Durch geförderten Mietwohnungsbau und einem Programm zur Mietensenkung weist Kärnten im Österreich-Vergleich die niedrigsten Mieten auf. Im Jahr 2021 waren es laut „Statistik Austria“ im Durchschnitt 4,6 Euro pro Quadratmeter (Österreich-Schnitt: 6,1 Euro). Allerdings gibt es dabei einen deutlichen Unterschied zwischen Genossenschaftswohnungen und privat vermieteten Wohnungen: Privat kostet das Wohnen rund ein Drittel mehr als im gemeinnützigen Bereich.
Steuersenkung als rasche Entlastung
„Dort, wo wir als Land Kärnten ansetzen können, um den Preisanstieg beim Wohnen zu dämpfen, tun wir das – und zwar mit Nachdruck und allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln“, betont Schaunig. Belastend aufs Wohnbudget wirken sich jedoch auch die Betriebskosten aus. Die Landeshauptmann-Stellvertreterin fordert daher eine Steuersenkung für Betriebskosten auf einheitlich zehn Prozent. „Es ist nicht einzusehen, dass Mieten mit zehn Prozent besteuert sind, aber Heiz- und Warmwasserkosten mit 20 Prozent. Mit einer Steuersenkung könnte die Bundesregierung hier sehr rasch und unkompliziert die Österreicher entlasten“, begründet sie.
Novellierung des Mietrechts
Die Bundesregierung müsse endlich ihre eigenen Vorhaben umsetzen. „Eine Novellierung des Mietrechts mit dem Ziel, leistbare Mieten sicherzustellen, hat sich die aktuelle Koalition im Bund selbst ins Regierungsprogramm geschrieben. Es ist hoch an der Zeit, dass dies endlich umgesetzt wird“, bekräftigt Schaunig.

