Alexander Kröll (SPÖ)

„Feld­kir­chen muss wie­der Fahrt auf­neh­men“

Die verjüngte SPÖ Feldkirchen richtet sich als konstruktive politische Kraft aus. Vizebürgermeister Alexander Kröll, der gemeinsame Alleingänge von ÖVP und FPÖ kritisiert, nennt als Beispiel drei Anträge, die in der morgigen Gemeinderatssitzung zur Abstimmung gelangen. „KLiCK Kärnten“ nahm die Themen dieser Anträge unter die Lupe.

„Feld­kir­chen muss wie­der Fahrt auf­neh­men“ Alexander Kröll ist Vizebürgermeister der Stadtgemeinde Feldkirchen und designierter Stadtparteiobmann der SPÖ.

© Gernot Gleiss

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Bei der Gemein­de­rats­wahl am 28. Febru­ar 2021 muss­te die SPÖ Feld­kir­chen her­be Ver­lus­te hin­neh­men. Sie sank von 41,2 Pro­zent auf 26,7 Pro­zent der Stim­men ab (minus 14,5 Pro­zent) und ver­lor die Posi­ti­on der stärks­ten Frak­ti­on im Gemein­de­rat an die Bür­ger­meis­ter-Par­tei ÖVP, die um 14,7 auf 44,3 Pro­zent zule­gen konn­te.

Ver­jün­gung im Gemein­de­rat

Nach die­ser Nie­der­la­ge stell­ten die Sozi­al­de­mo­kra­ten per­so­nell rasch die Wei­chen für die Zukunft: Desi­gnier­ter neu­er Stadt­par­tei­ob­mann ist der 33-jäh­ri­ge Alex­an­der Kröll, der auch das Amt des zwei­ten Vize­bür­ger­meis­ters für die SPÖ über­nahm. „Wir haben uns – im Ver­gleich zu ande­ren Frak­tio­nen im Gemein­de­rat – tat­säch­lich ver­jüngt“, erläu­tert Kröll im Gespräch mit „KLiCK Kärn­ten“.

Das Gemein­sa­me im Vor­der­grund

Bei der kom­mu­nal­po­li­ti­schen Arbeit stel­len die SPÖ und er das Gemein­sa­me in den Vor­der­grund. „Wir müs­sen Maß­nah­men ergrei­fen, damit Feld­kir­chen nach der Kri­se wie­der ehest­mög­lich Fahrt auf­nimmt“, betont Kröll. Bereits in der ers­ten Sit­zung des Gemein­de­rats nach der Wahl brach­te die SPÖ 20 Anträ­ge ein, die in Sum­me als Ent­las­tungs­pa­ket für jene Feld­kirch­ner, die nicht so gut aus der Kri­se kom­men wer­den, zu betrach­ten sind. „Drei die­ser Anträ­ge wur­den in den Aus­schüs­sen posi­tiv vor­be­han­delt und ste­hen in der Gemein­de­rats­sit­zung am mor­gi­gen Diens­tag zur Abstim­mung“, freut sich Kröll. „KLiCK Kärn­ten“ sah sich die­se drei Anträ­ge im Detail an.

  • Stand­ort-Mar­ke­ting: Die SPÖ regt mit ihrem Antrag an, dass die Stadt­ge­mein­de Feld­kir­chen künf­tig ein pro­fes­sio­nel­les Stand­ort-Mar­ke­ting betreibt, das inter­es­sier­te Unter­neh­men von den Stand­ort-Vor­tei­len über­zeugt. „Neue Unter­neh­men sol­len zur Ansied­lung in Feld­kir­chen bewo­gen wer­den, um unse­re Gemein­de wirt­schaft­lich abzusichern und neue Arbeits­plät­ze zu gene­rie­ren“, begrün­det Kröll.
  • Ent­wick­lungs­kon­zept: Die Innen­stadt ist das Herz­stück jeder Stadt. Die SPÖ möch­te exter­ne Exper­ten bei der Ent­wick­lung eines nach­hal­ti­gen Kon­zepts für die Innen­stadt bei­zie­hen. „Unser Ziel muss eine ganz­jäh­rig aus­ge­wo­ge­ne Bele­bung und lang­fris­ti­ge Ent­wick­lung der Innen­stadt sein“, argu­men­tiert Kröll.
  • Pop-up-Store: Mit die­sem Antrag emp­fiehlt die SPÖ der Stadt­ge­mein­de, eine Geschäfts­flä­che in der Innen­stadt als dau­er­haf­ten Pop-up-Store anzu­mie­ten und Klein- und Ein-Per­so­nen-Unter­neh­men zur Ver­fü­gung zu stel­len. „Die ers­te Geschäfts­flä­che anzu­mie­ten ist für Selbst­stän­di­ge oft eine gro­ße finan­zi­el­le Hür­de. Sie sol­len hier die ers­ten drei Mona­te kos­ten­frei Platz zur Ver­fü­gung gestellt bekom­men“, sagt Kröll.

Kon­struk­ti­ve Kraft

Gene­rell rich­tet die SPÖ ihre kom­mu­nal­po­li­ti­sche Arbeit als kon­struk­ti­ve Kraft im Sin­ne der Bür­ger und im Sin­ne der Wei­ter­ent­wick­lung Feld­kir­chens aus. „Wir äußern Kri­tik dort, wo sie ange­bracht ist“, stellt Kröll klar. Aktu­ell etwa beim Kauf eines Hau­ses in der Amt­hof­gas­se durch die Stadt­ge­mein­de. „ÖVP und FPÖ wol­len ein Objekt für 300.000 Euro kau­fen, obwohl bis heu­te kein ent­spre­chen­des Nut­zungs­kon­zept vor­liegt. Es ist nicht geklärt, was mit die­sem Objekt über­haupt gesche­hen soll“, kri­ti­siert Kröll.

ÖVP-FPÖ-Koali­ti­on

Kri­tik übt er auch an der poli­ti­schen Refe­rats­auf­tei­lung: „Die haben ÖVP und FPÖ hin­ter ver­schlos­se­ner Tür vor­ge­nom­men, ohne mit uns dar­über zu spre­chen.“ Die vom Bür­ger­meis­ter ange­kün­dig­te Zusam­men­ar­beit mit allen ver­misst Kröll in die­ser Ange­le­gen­heit. Nach­satz: „Die ÖVP-FPÖ-Koali­ti­on im Rat­haus kann uns ger­ne ein­bin­den. Wir sind bereit mit­zu­ar­bei­ten.“

 

Zur Per­son

Alex­an­der Kröll ist ver­hei­ra­tet, zwei­fa­cher Fami­li­en­va­ter und unter­rich­tet als Leh­rer am Gym­na­si­um in Feld­kir­chen, wo er auch die Nach­mit­tags­be­treu­ung lei­tet. Der SPÖ-Poli­ti­ker ist zwei­ter Vize­bür­ger­meis­ter der Stadt­ge­mein­de Feld­kir­chen und ver­ant­wor­tet fol­gen­de Refe­ra­te: Kunst und Kul­tur, Hoch­bau, Raum­ord­nung und Raum­pla­nung, Grund­stü­cke und Orts­ge­stal­tung.

26.04.2021 19:00
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„Feld­kir­chen muss wie­der Fahrt auf­neh­men“ Alexander Kröll ist Vizebürgermeister der Stadtgemeinde Feldkirchen und designierter Stadtparteiobmann der SPÖ.

© Gernot Gleiss