Partyband „Meilenstein“
„Heli“ schildert das Leid einer Branche
Trotz der von der Bundesregierung präsentierten Öffnungspläne ab 19. Mai bleibt Veranstaltern und Künstlern die Ungewissheit. „Wann dürfen wir endlich wieder loslegen?“, fragt sich auch „Meilenstein“-Bandleader Helmut „Heli“ Brunner. Der Griffner im emotionalen und ehrlichen Gespräch mit „KLiCK Kärnten“.
© Meilenstein
„Sollen wir überhaupt noch weitermachen?“ Helmut „Heli“ Brunner aus Griffen, Sänger und Kopf der Band „Meilenstein“, gesteht im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“, dass ihm dieser Gedanke bereits durch den Kopf gegangen ist. Die Antwort fällt emotional und ehrlich aus: „Ich möchte das, was ich gerne mache, endlich wieder machen dürfen.“ Ein Satz, der für eine gesamte Branche, die Unterhaltungsbranche, steht.
Plagende Ungewissheit
Die Pandemie legt diese Branche komplett lahm. Daran änderten auch die am vergangenen Freitag von der Bundesregierung präsentierten Öffnungspläne ab 19. Mai nichts. Veranstalter und Künstler bleiben ungewiss zurück. „Wir wissen nicht, wann wir wieder loslegen dürfen – und unter welchen Voraussetzungen“, bedauert Brunner.
Wer trägt die Zusatzkosten?
Selbst wenn Veranstalter annähernd in ihren Alltag zurückkehren dürfen, gibt es viele offene Fragen – und Befürchtungen. Brunner: „Welcher Veranstalter wird sich im Sommer strenge Auflagen und Verordnungen antun?“ Als Beispiel nennt er das „Reintesten“. Weitere Fragen, die unbeantwortet sind: „Wer wird das kontrollieren? Wer trägt dafür die Kosten?“
„Das ist mein Herzblut!“
Es ist schwer in Zeiten wie diesen, optimistisch zu bleiben. Am Beispiel von „Meilenstein“-Bandleader Brunner sind die Auswirkungen der Pandemie schnell zusammengefasst: „Ich hatte ein funktionierendes Unternehmen. Jetzt bin ich quasi arbeitslos – ohne Bezüge! Ich lebe von meinen Rücklagen.“ Aber auch das will Brunner nicht überbewerten, denn: „Ich möchte eben nur das machen dürfen, was ich gerne mache.“ Nämlich mit seiner Band „Meilenstein“ musikalisch gute Laune verbreiten und für gute Stimmung bei den Besuchern sorgen. Brunner: „Das ist mein Herzblut!“
Warten auf grünes Licht
Und dann kommt doch so etwas wie Optimismus auf. „Wir haben so viele treue Veranstalter, bei denen wir bereits seit Jahren auftreten. Die sind imstande, eine Veranstaltung innerhalb kürzester Zeit zu organisieren“, sagt Brunner. Hoffnungsvoller Nachsatz: „Sobald es grünes Licht gibt, werden wir wieder auf Tour sein!“ Einzig: Die Branche braucht Gewissheit …
Zur Person
Helmut Brunner, kurz und bündig „Heli“ genannt, gründete im Jahr 2002 die Partyschlagerband „Meilenstein“. Der endgültige Durchbruch gelang 2008 mit dem Hit „Christin“. Brunner lebt mit Gattin Andrea sowie den Söhnen Niklas (19) und Noah (12) in Griffen.

