20 Millionen Euro
Spatenstich für Glasfaser-Ausbau im Görtschitztal
Über 12.000 Haushalte in neun Gemeinden werden an das ultramoderne Glasfasernetz angeschlossen.
© Büro LHStv. Schaunig
Der Ausbruch der Pandemie führte einmal mehr die Bedeutung einer leistungsfähigen und zukunftssicheren Internet-Infrastruktur vor Augen. Neun Gemeinden des Görtschitztals werden von der österreichischen Glasfaser-Infrastrukturgesellschaft (öGIG) gemeinsam mit der Breitbandgesellschaft des Landes (Breitbandinitiative Kärnten) an das ultramoderne Glasfasernetz angeschlossen. Gestern erfolgte mit dem Spatenstich in Pischeldorf der Startschuss für den Glasfaserausbau bis in die Haushalte.
Lebensader für ländlichen Raum
„Glasfaser wird zur neuen Lebensader für den ländlichen Raum. Schnelles Internet braucht man zum Arbeiten, zum Kommunizieren und zum Lernen. Das Land Kärnten setzt beim Breitbandausbau ganz bewusst auf Glasfaser als langlebige und sichere Infrastruktur und setzt öffentliche Mittel nur dort ein, wo kooperative Projekte umgesetzt und dadurch möglichst viele Haushalte erreicht werden“, betont Landeshauptmann-Stellvertreterin und Digitalisierungsreferentin Gaby Schaunig. Insgesamt werden in dieses Projekt rund 20 Millionen Euro investiert.
Gebietsabdeckung von 88 Prozent
„Das Projekt Görtschitztal ist für uns das erste seiner Art“, erklärt Geschäftsführer Peter Schark, Geschäftsführer der Breitbandinitiative Kärnten (BIK). Konkret baut in diesem „Private Public Partnership“-Modell die BIK als öffentlicher Part die beihilfenrechtlich erlaubten „weißen Flecken“ aus und die öGIG jene Gebiete, die nicht förderfähig sind. „Wir erreichen damit eine durchschnittliche Gebietsabdeckung von 88 Prozent, was ein extrem hoher Wert ist“, verrät Schark.
Wertschöpfung in Kärnten
Ausgebaut werden die Gemeinden Althofen, Brückl, Eberstein, Guttaring, Hüttenberg, Kappel am Krappfeld, Klein St. Paul, Magdalensberg und St. Georgen am Längsee. In Summe sollen rund 12.700 Haushalte und Betriebe einen sogenannten öFIBER-Anschluss erhalten. „Für die Gemeinden im Görtschitztal ist dieses Projekt ein großer Schritt Richtung Zukunft, der unsere Region als Lebens- und Wirtschaftsraum enorm stärkt“, stellt Landtagsabgeordneter Andreas Scherwitzl, Bürgermeister der Marktgemeinde Magdalensberg, klar. Die ersten Anschlüsse werden bereits im Herbst 2022 fertiggestellt, das gesamte Projekt wird mit Ende 2023 abgeschlossen sein.
Gebaut wird mit Kärntner Partnerunternehmen. „Regionalität und das Bekenntnis zum ländlichen Raum leben wir tagtäglich. Mit uns bleibt die Wertschöpfung in Kärnten, da wo sie entsteht“, versichert öGIG-Geschäftsführer Hartwig Tauber.

