U15-Turnier
Internationaler Nachwuchs-Fußball in Kärnten
Von 25. April bis 1. Mai 2022 wird in Kärnten, Friaul und Slowenien das 18. internationale U15-Fußballturnier der Nationen ausgetragen.
© LPD Kärnten/Jannach
In den vergangenen beiden Jahren der Pandemie konnte das internationale U15-Fußballturnier der Nationen nicht stattfinden. Von 25. April bis 1. Mai 2022 kommt es in Kärnten, Friaul und Slowenien nun zur 18. Auflage des hochklassigen Turniers. Daran nehmen zwölf U15-Nationalmannschaften aus Europa, Nord‑, Mittel- und Südamerika teil. Neben den Mannschaften der Gastgeberländer sind dies Portugal, England, Tschechien, Rumänien, Norwegen, die USA, Mexiko, Chile und erstmals Belgien. Im Kader der österreichischen Mannschaft ist mit Thomas Schandl auch ein Spieler des Wolfsberger AC vertreten.
Verbindender Charakter des Sports
„Das internationale Turnier ist ein Beweis für die sehr gute grenzüberscheitende Zusammenarbeit, die weit über den Wintersport hinausreicht“, sagte gestern Landeshauptmann und Sportreferent Peter Kaiser anlässlich einer Pressekonferenz. Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, so Kaiser, den verbindenden Charakter des Sports in den Vordergrund zu rücken: „Während in Europa ein schrecklicher Krieg tobt, kommen junge Menschen aus zwölf Nationen zusammen, schließen Freundschaften und stellen den Sport in den Mittelpunkt.“
Die Stars von morgen
Landessportdirektor Arno Arthofer hob den sportlichen Stellenwert des Turniers hervor: „Es werden auch Spielerbeobachter und Talente-Scouts dabei sein.“ Er erinnerte, dass einst auch Stars von heute beim Turnier der Nationen aufliefen: der kroatische Nationalspieler Dejan Lovren (viele Jahre beim FC Liverpool, aktuell bei Zenit St. Petersburg), der serbische Nationalspieler Matija Nastasic (Manchester City, Schalke 04, aktuell beim FC Florenz), die italienischen Nationalspieler Gianluigi Donnarumma (AC Milan, aktuell Paris Saint-Germain) und Moise Kean (Juventus Turin) sowie aus Österreich etwa Christoph Baumgartner (TSG Hoffenheim) und Yusuf Demir (Rapid).
Ansporn für den heimischen Nachwuchs
Klaus Mitterdorfer, Präsident des Kärntner Fußballverbands (KFV), sieht das Turnier als Ansporn für den heimischen Fußballnachwuchs: „In Kärnten sind derzeit 660 Nachwuchsmannschaften gemeldet, in denen rund 15.000 Mädchen und Burschen spielen. Es ist für die Spielerinnen und Spieler natürlich motivierend, wenn ein internationales Turnier in Kärnten ausgetragen wird.“ Organisator Walter Hartlieb dankte den Vereinen aus Kötschach-Mauthen, Hermagor und Arnoldstein für die gute Zusammenarbeit bei der Organisation des Turniers: „Es freut mich, dass die Motivation nach zwei pandemiebedingten Absagen noch immer vorhanden ist und es einen großen Zuspruch von den teilnehmenden Nationen gibt.“

