Pilotprojekt

„Bewe­gung ist KLASSE“ in Kla­gen­furt

In sieben Volksschulen startete die neue Bewegungsinitiative „Bewegung ist KLASSE“. Dabei wird, unabhängig von den Turnstunden, täglich Bewegung in den Unterricht eingebaut.

„Bewe­gung ist KLASSE“ in Kla­gen­furt Hannes Wolf, Tatjana Kampus, Stadtrat Franz Petritz, Martin Dumpelnik, Isabella Penz und Birgit Trattler (von links) bei der Präsentation des Pilotprojekts „Bewegung ist KLASSE“

© StadtKommunikation/Glinik

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Kin­der bewe­gen sich immer weni­ger und wei­sen bereits früh gesund­heit­li­che Pro­ble­me wegen man­geln­der Bewe­gung auf. Die Aus­wir­kun­gen der Pan­de­mie ver­schärf­ten die Situa­ti­on zusätz­lich. In Kla­gen­furt wirkt seit Febru­ar das Pilot­pro­jekt „Bewe­gung ist KLASSE“ die­ser Ent­wick­lung ent­ge­gen. Das Pro­jekt ist eine Initia­ti­ve von Tat­ja­na Kam­pus (Präventionsstelle der Stadt Kla­gen­furt) und Han­nes Wolf (Fach­in­spek­tor für Bewe­gung und Sport in der Bil­dungs­di­rek­ti­on Kärnten).

Spaß an Bewe­gung

Der­zeit neh­men sie­ben Volks­schul­klas­sen, davon vier direkt aus Kla­gen­furt, dar­an teil. „Als Gesund­heits- und Sport­re­fe­rent liegt mir die Gesund­heit unse­rer Kin­der natürlich am Her­zen. Leh­rer und Schüler haben gemein­sam Spaß an der Bewe­gung, blei­ben so fit und gesund“, betont Stadt­rat Franz Petritz. Die Übungen pas­sen per­fekt in den Schul­all­tag. „Sie las­sen sich überall durchführen, egal ob im Klas­sen­zim­mer, in der Aula oder im Schul­hof“, erklärt Initia­tor Wolf. „Es braucht dazu ‚nur‘ enga­gier­te Leh­rer, pas­sen­de Schu­he und Klei­dung, ein paar Spring­sei­le, Jonglierbälle und Rei­fen“, ergänzt Initia­to­rin Tat­ja­na Kam­pus.

Der tägliche Kilo­me­ter

Im Fokus des Pro­jekts steht der tägliche Kilo­me­ter: Jeden Tag wird einen Kilo­me­ter gegan­gen, spa­ziert oder gelau­fen, kom­bi­niert mit Übungen. „Bewe­gungs­man­gel bei Kin­dern ist ein langjähriges Pro­blem. Eine Unter­su­chung vor der Coro­na-Pan­de­mie und nach dem ers­ten Lock­down hat gezeigt, dass jedes vier­te Volks­schul­kind ers­te gesund­heit­li­che Schäden durch zu wenig Bewe­gung auf­weist. Die Stu­die wur­de im Raum Kla­gen­furt an zwölf Volks­schu­len durchgeführt“, infor­miert Bir­git Tratt­ler, Lei­te­rin der Abtei­lung Gesund­heit, Jugend und Fami­lie.

Ein bes­se­res Kör­per­ge­fühlt

Die Volks­schu­le I am Kreuz­bergl ist eine jener Schu­len, die seit Febru­ar an dem Pro­jekt teil­nimmt. „Wir set­zen auch auf Nach­hal­tig­keit. Leider fehlt bei vie­len Kin­dern zu Hau­se das Bewe­gungs­an­ge­bot. Haben die Kin­der Spaß dar­an, erzählen sie ihren Eltern davon und Bewe­gung und Sport wer­den wie­der mehr gelebt“, berich­tet Direk­tor Mar­tin Dum­pel­nik. Isa­bel­la Penz, Bil­dungs­di­rek­to­rin des Lan­des Kärnten, bekräf­tigt: „Gelernt wird ja hauptsächlich im Sit­zen. Kin­der brau­chen ein bes­se­res Körpergefühl, das hat auch posi­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf ihre Lernfähigkeit.“

20.04.2022 17:43 - Update am: 20.04.2022 17:45
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„Bewe­gung ist KLASSE“ in Kla­gen­furt Hannes Wolf, Tatjana Kampus, Stadtrat Franz Petritz, Martin Dumpelnik, Isabella Penz und Birgit Trattler (von links) bei der Präsentation des Pilotprojekts „Bewegung ist KLASSE“

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