Studentenleben
„Hier sind alle offener“
Aus der Serie „Studentenleben“: Stefan Krall (23) zog im Vorjahr für sein Studium nach Graz. Im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“ erzählt er von seinem Studentenleben und ob er nach Abschluss seines Studiums wieder nach Völkermarkt zurückkommt.
„KLiCK Kärnten“ traf den 23-jährigen Studenten am Campus der Karl-Franzens-Universität in Graz.© KLiCK Kärnten/Grayer
Wohin nach der Matura? In Kärnten bleiben oder doch in ein anderes Bundesland ziehen? Und: Was überhaupt studieren? Diese Fragen stellen sich viele Maturanten nach Abschluss ihrer Schulkarriere. So auch der 23-jährige Stefan Krall aus St. Peter am Wallersberg bei Völkermarkt. Im Vorjahr zog er für sein Studium in die Landeshauptstadt der Steiermark, nach Graz.
Die Zeit in Kärnten
Die Matura absolvierte der 23-Jährige an der Handelsakademie Völkermarkt und leistete daraufhin den Zivildienst beim Roten Kreuz, ebenso in Völkermarkt. „Bis zum Semesterstart im Winter habe ich dann diverse Nebenjobs gemacht, um mir wenigstens bis dahin noch etwas dazuzuverdienen“, erzählt Krall, der eigentlich ein Architektur-Studium an der Fachhochschule in Spittal angestrebt hatte. „Dieser Schritt hätte jedoch Studiengebühren, Wohnungskosten, einen Nebenjob und natürlich auch andere Kosten bedeutet. Dasselbe gilt auch für Wien“, berichtet Krall.
Entscheidung nach Graz zu gehen
So fiel die Entscheidung, ein Studium in Graz zu beginnen. „Ich bin im Sommer letztens Jahres nach Graz in eine Wohngemeinschaft gezogen, in der bereits zwei Studenten wohnen“, sagt der 23-Jährige rückblickend. An den Wochenenden arbeitet er in einem Grazer Hotel: „Um nicht durchgehend auf der Tasche der Eltern liegen zu müssen.“ Neben der Größe von Graz spielten auch andere Faktoren eine Rolle bei der Entscheidung. „Auf jeden Fall sind die Menschen hier aufgeschlossener und die Fahrtzeit zwischen Graz und Kärnten hält sich mit eineinhalb Stunden in Grenzen“, erzählt Krall. Mit Graz verbindet er einen neuen Lebensabschnitt, für sich allein leben zu können und ebenso neue Gesichter kennenzulernen.
Studium und Zukunftspläne
Nach dem Studium an der Karl-Franzens-Universität möchte der 23-Jährige im sozialen Bereich beruflich Fuß fassen. „Ich würde gerne im sozialen Bereich mit beeinträchtigten Menschen, älteren Personen oder jungen Menschen arbeiten. Das liegt mir sehr“, verrät Krall. Im Rahmen seines begonnenen Soziologie-Studiums kam er zum Studium der Erziehungs- und Bildungswissenschaften, das ihm große Freude bereitet: „Ich habe mich dann schlussendlich für das Studium der Erziehungs- und Bildungswissenschaften entschieden.“
Herausforderung Corona
Der Beginn seines Studiums war vor allem durch Corona und die Pandemie gekennzeichnet, denn es gab nur wenige Veranstaltungen zum Studieneinstieg und größtenteils Online-Unterricht. „Das einzig Positive und auch eine Erleichterung war die Möglichkeit des Hybrid-Lehrens, also halb Online- und halb Präsenzunterricht. Aber in Summe war es einfach blöd“, erzählt der Völkermarkter von seinem ersten Semester an der Universität.
Freizeitgestaltung in Graz
Abseits der Universität verbringt Krall die Freizeit bei Veranstaltungen in der Stadt, dazu gehört ebenso die Zeit mit Freunden. Aber auch Spaziergänge durch die Straßen und Gassen von Graz sowie Filme und Serien stehen oft am Plan. „Ich wohne nun mit meinem besten Freund in einer Wohngemeinschaft zusammen, wo der Haushalt gemacht werden muss. Ebenso wird regelmäßig gekocht“, berichtet Krall im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“, der auch hin und wieder gerne bäckt.
Wie ist das mit dem Zurückkommen?
Für Krall ist es schwer zu sagen, ob er gleich nach dem Studienabschluss zurück nach Kärnten kommt. „Ich will nach meinem Studium vielleicht wieder woanders hinziehen. Aber wer weiß, wie es in zehn Jahren dann wieder aussieht“, sagt Krall. Er kommt regelmäßig einmal im Monat nach Kärnten zurück – und auch an Feiertagen. Mit seinen Freunden in Kärnten ist er weiterhin in Kontakt.
