Call-Option

Flug­ha­fen Kla­gen­furt: Auf­sichts­rat unter­bricht Sit­zung

Rückkauf: Soll die Call-Option gezogen werden, oder nicht? Kurz vor Mitternacht vertagte der Aufsichtsrat der Kärntner Beteiligungsverwaltung (KBV) gestern den entscheidenden Tagesordnungspunkt.

Flug­ha­fen Kla­gen­furt: Auf­sichts­rat unter­bricht Sit­zung „In den vier Jahren seit dem Einstieg des Mehrheitseigentümers Lilihill ist wenig bis nichts passiert“, kritisiert Landesrat Martin Gruber.

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Ges­tern Abend tag­te der Auf­sichts­rat der Kärnt­ner Betei­li­gungs­ver­wal­tung (KBV). Die Beschluss­fas­sung, ob am Flug­ha­fen Kla­gen­furt die ver­trag­lich mög­lich Call-Opti­on gezo­gen wer­den soll und damit die Anteils­rück­ga­be erfolgt, wur­de kurz vor Mit­ter­nacht ver­tagt. „Die Cau­sa Flug­ha­fen ist die wich­tigs­te Infra­struk­tur-Ent­schei­dung für unser Land seit Jah­ren. Eine inten­si­ve Bera­tung zeugt von hohem Bewusst­sein für die gro­ße Ver­ant­wor­tung, die damit ver­bun­den ist. Nur darf eine Ent­schei­dung nicht auf die lan­ge Bank gescho­ben wer­den“, reagiert Lan­des­rat Mar­tin Gru­ber, zustän­di­ger Refe­rent des Lan­des Kärn­ten für Betei­li­gungsver­wal­tung. Er betont die Not­wen­dig­keit einer raschen Beschluss­fas­sung und ist zuver­sicht­lich ist, dass nach ver­tief­ter Prü­fung aller Unter­la­gen am kom­men­den Mon­tag die Ent­schei­dung für die Mit­glie­der des Auf­sichts­rats kla­rer auf der Hand liegt.

Pas­sa­gier­zahl unter 100.000

In den vier Jah­ren seit dem Ein­stieg des Mehr­heits­ei­gen­tü­mers „Lilihill“ ist, so Gru­ber, wenig bis nichts pas­siert. Trotz Pri­va­ti­sie­rung und neu­em Betrei­ber lie­gen die Pas­sa­gier­zah­len der­zeit am Boden. Zwei Rechts­mei­nun­gen bestä­ti­gen die Mög­lich­keit, die Call-Opti­on zu zie­hen. Die Anteils­rück­ga­be kann laut Betei­li­gungs­ver­trag gel­tend gemacht wer­den, soll­te die jähr­li­che Pas­sa­gier­zahl unter 100.000 fal­len. Das geschah seit der Teil­pri­va­ti­sie­rung zwei Mal. 2021 nutz­ten ledig­lich 30.000 Pas­sa­gie­re den Air­port. Laut Gut­ach­ten ist die Covid-Pan­de­mie dafür kei­ne Aus­re­de mehr.

„Unzu­frie­den­stel­len­de Situa­ti­on“

„Weg­schau­en ist kei­ne Lösung. Man­che Bezie­hun­gen funk­tio­nie­ren nicht. Und wenn das so ist, muss man einen kla­ren Schluss­strich zie­hen. Wir müs­sen jetzt han­deln und die Inter­es­sen der Kärnt­ner schüt­zen“, stellt Gru­ber klar. Nach der Prä­sen­ta­ti­on von Gut­ach­ten, Berich­ten und Exper­ten-Meinun­gen spricht er sich für ein Zie­hen der Call Opti­on aus, um dro­hen­de Nach­tei­le für die Inter­es­sen des Lan­des und der Betei­li­gungs­ver­wal­tung abzu­wen­den. „Die Kärnt­ner haben ein Recht dar­auf, dass der Flug­ha­fen nicht nur ver­wal­tet wird, son­dern dass dort inves­tiert wird. Unter öffent­li­cher Füh­rung gab es ein Viel­fa­ches an Inves­ti­tio­nen und Pas­sa­gie­ren. Die­se unzu­frie­den­stel­len­de Situa­ti­on am Air­port soll­te nicht ver­län­gert wer­den“, bezieht Gru­ber klar Stel­lung.

Plan B in Aus­ar­bei­tung

Ein Plan, wie es nach dem Zie­hen der Call-Opti­on wei­ter­ge­hen könn­te, exis­tiert bereits. Der ehe­ma­li­ge Direk­tor des Salz­bur­ger Flug­ha­fens, der Kärnt­ner Roland Her­mann, arbei­te­te dar­an, wie die Ent­wick­lung des Kärn­ten-Air­ports als Regio­nal­flug­ha­fen gelin­gen kann. „Wir brau­chen kon­kre­te Umset­zun­gen für Wirt­schaft und Tou­ris­mus, kei­ne Luft­schlös­ser. Dar­an wird bereits gear­bei­tet“, ver­rät Gru­ber.

27.04.2022 08:43 - Update am: 03.05.2022 07:23
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Flug­ha­fen Kla­gen­furt: Auf­sichts­rat unter­bricht Sit­zung „In den vier Jahren seit dem Einstieg des Mehrheitseigentümers Lilihill ist wenig bis nichts passiert“, kritisiert Landesrat Martin Gruber.

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