Dimitri Würschl

Dok­tor der Phi­lo­so­phie als Zir­kus­di­rek­tor

Bereits als Sechsjähriger wusste er: „Ich werde Zirkusdirektor!“ Dimitri Würschl lebt seinen Traum mit ganzem Herzen. Dass der fantasievolle und unermüdliche Zirkusdirektor auch ein Doktor der Philosophie ist, wissen die wenigsten.

Dok­tor der Phi­lo­so­phie als Zir­kus­di­rek­tor Seinen Zirkus baute Dimitri Würschl aus eigener Kraft und mit bescheidenen Mitteln auf. Hier war der Heißluftballon für das Maskottchen „Augustine Mausini“ noch Marke Eigenbau …

© Circus Dimitri

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Sei­ne aller­ers­te Zir­kus­vor­stel­lung gab er als Sechs­jäh­ri­ger unter den Obst­bäu­men im elter­li­chen Gar­ten in Maria Saal. Die Nach­bars­kin­der waren sein Publi­kum. Der Applaus und die Her­zen sei­ner Zuschau­er waren ihm schon damals sicher. Bei Fes­ten und klei­nen Ver­an­stal­tun­gen ver­folg­te der jun­ge Dimi­t­ri sei­ne Zir­kus­kar­rie­re wei­ter: „Eine Pick­nick­de­cke unter den Füßen war unse­re Mane­ge. Mein Bru­der Leon und ich haben uns eini­ge Tricks ange­eig­net und ein halb­stün­di­ges Pro­gramm vor­ge­führt.“

Das ers­te Mal Zir­kus­luft geschnup­pert

Erst weni­ge Mona­te davor hat­te der klei­ne Bub zum ers­ten Mal in sei­nem Leben einen rich­ti­gen Zir­kus gese­hen. Der 33-Jäh­ri­ge erin­nert sich noch heu­te leb­haft und mit Begeis­te­rung dar­an: „Damals hat ein Wan­der­zir­kus auf einer Wie­se am Stadt­rand von Kla­gen­furt über­win­tert. Mit mei­nen Groß­el­tern bin ich durch den Schnee zu den bun­ten, exo­ti­schen Zir­kus­wa­gen gestapft. Als ich dort mit­ten­drin gestan­den bin, den Geruch von Säge­mehl und Löwen in der Nase, stand für mich fest: Ich wer­de Zir­kus­di­rek­tor!“

„Zuerst a g’scheite Aus­bil­dung!“

Sei­ne Eltern brems­ten sei­nen Enthu­si­as­mus und for­der­ten zuerst eine ver­nünf­ti­ge Aus­bil­dung. Also stu­dier­te Dimi­t­ri Päd­ago­gik, arbei­te­te danach eini­ge Jah­re als Leh­rer und schrieb par­al­lel dazu sei­ne Dis­ser­ta­ti­on über die „Geschich­te der Reform­päd­ago­gik in Öster­reich“. „Das hat mich sehr inter­es­siert, aber mir war immer klar, dass die Uni­ver­si­tät und der Leh­rer­be­ruf nur eine Zwi­schen­sta­ti­on sein wer­den“, sagt Dimi­t­ri rück­bli­ckend. „Bei mei­nem Stu­di­en­ab­schluss habe ich mei­nem Vater schließ­lich die Dok­tor­ar­beit in die Hand gedrückt und ihm zufrie­den ver­kün­det, dass ich jetzt Direk­tor wer­de. Mein Vater hat zuerst gedacht, ich wer­de Schul­di­rek­tor,“ lacht er, „aber ich mein­te natür­lich Zir­kus­di­rek­tor!“

Alle Träu­me kön­nen wahr wer­den

Mit sei­nem rot-wei­ßen Zir­kus­zelt ist Dimi­t­ri Wür­schl das gan­ze Jahr über auf Tour­nee, baut es unzäh­li­ge Male auf, zeigt gemein­sam mit sei­nem Bru­der Leon, vier wei­te­ren Artis­ten, dem „Zir­kus­lö­wen“ Hen­ry und der Zir­kus­maus Augus­ti­ne Mausi­ni ein unter­halt­sa­mes Pro­gramm, baut das Zelt wie­der ab und reist wei­ter in die nächs­te Stadt. „Das Zir­kus­ge­schäft ist hart. Aber ich bin über­glück­lich und will nichts ande­res machen“, sagt der lie­bens­wer­te Zir­kus­di­rek­tor. Dimit­ris obers­tes Ziel ist es, sein Publi­kum zum Stau­nen und Lachen zu brin­gen: „Ich will die Kin­der ver­zau­bern! Ich will ihre Neu­gier wecken und ihre Fan­ta­sie anre­gen! Ich will ihnen ver­mit­teln, dass alle Träu­me in Erfül­lung gehen kön­nen, wenn sie hart genug dar­an arbei­ten.“ Er selbst ist wohl das bes­te Bei­spiel dafür.

Die Ter­mi­ne

„Cir­cus Dimi­t­ri“ auf Tour­nee

  • 23. April bis 1. Mai 2022: Feld­kir­chen (Sport­platz)
  • 6. bis 22. Mai 2022: St. Veit (Renn­bahn­ge­län­de)
  • 26. Mai bis 6. Juni 2022: Spit­tal (beim „XXXLutz“)
  • 11. bis 26. Juni 2022: Lienz (Ebner­feld)
  • 1. bis 4. Juli 2022: Moos­burg (Schloss­wie­se)
  • 9. bis 24. Juli 2022: Vel­den (Nähe „Lidl“)
  • 1. bis 28. August 2022: Kla­gen­furt (Diö­ze­san­haus)

Jewei­li­ge Uhr­zei­ten und aktu­el­le Infor­ma­tio­nen online: www.circusdimitri.at

30.04.2022 16:50
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Dok­tor der Phi­lo­so­phie als Zir­kus­di­rek­tor Seinen Zirkus baute Dimitri Würschl aus eigener Kraft und mit bescheidenen Mitteln auf. Hier war der Heißluftballon für das Maskottchen „Augustine Mausini“ noch Marke Eigenbau …

© Circus Dimitri