Claudia Kienberger

Das „Tiger­le“ gibt das Mikro­fon ab

Sängerin Claudia Kienberger von „Die Tiger“ beendet am 10. Juni 2022 ihre Musik-Karriere. Die Gründe dafür erklärt sie im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“.

Das „Tiger­le“ gibt das Mikro­fon ab „Die Tiger“: Chris Triebelnig, Claudia Kienberger und Bert Stubinger (von links)

© Die Tiger/Sissi Furgler

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„Musik ist mei­ne Lei­den­schaft, sie öff­net die Her­zen“, sagt die gebür­ti­ge Zam­mels­ber­ge­rin Clau­dia Kien­ber­ger. Den­noch been­det sie am 10. Juni 2022 bei der gro­ßen „Tiger Show“ im Stadt­saal in Feld­kir­chen ihre Gesangs­kar­rie­re. „In den bei­den Jah­ren der Pan­de­mie wur­de mir bewusst, wie wich­tig Ruhe ist. In die­ser Zeit konn­te ich viel Kraft schöp­fen, um mich neu zu ori­en­tie­ren“, erzählt das „Tiga­le“, wie Kien­ber­ger von ihren Fans geru­fen wird. Es wird ein trä­nen­rei­cher Abschied. „Denn ich lie­be mei­ne Musik-Kol­le­gen Bert Stu­bin­ger und Chris Trie­bel­nig, von ihnen konn­te ich sehr viel ler­nen. Immer­hin habe ich mit ihnen ein Drit­tel mei­nes Lebens auf zahl­rei­chen Büh­nen im deutsch­spra­chi­gen Raum ver­bracht“, schil­dert die Sän­ge­rin.

Die Anfän­ge

Kien­ber­ger war ein „lau­tes“ Kind, das stän­dig sang. „Das Sin­gen war für mich immer ein Ven­til, eine Aus­drucks­form. Ich bin der Mei­nung, dass Sin­gen, Pfei­fen und jeder Ton tie­fen­ent­span­nend ist“, erklärt das „Tiga­le“. Bereits als klei­nes Mäd­chen bau­te sie zu Hau­se eine „Zam­mels­berg sucht den Superstar“-Bühne auf. „Ich habe die Fami­lie zwangs­ver­pflich­tet, sich vor mir zu ver­sam­meln, um mir zuzu­hö­ren, wenn ich gesun­gen habe. Danach muss­ten sie die Wer­tungs­no­ten hoch­hal­ten. Es war nur die Höchst­no­te zehn erlaubt“, schmun­zelt die Sän­ge­rin. Spä­ter kam die ers­te Gara­gen­band hin­zu. Da gab es Hard Rock vom Feins­ten.

Die Zie­le

Kien­ber­ger woll­te immer Sän­ge­rin und Leh­re­rin wer­den. Bei­des ging für sie in Erfül­lung. „Ich hat­te immer gute Weg­be­glei­ter. Einer davon war Alfred Klim­ba­cher, Chor­lei­ter der Sing­ge­mein­schaft Zam­mels­berg, der lei­der schon ver­stor­ben ist. Er hat mich zur Solo­sän­ge­rin gemacht“, erin­nert sich Kien­ber­ger. Vor elf Jah­ren hol­te der Berufs­mu­si­ker Bert Stu­bin­ger, ein Onkel von Clau­dia, das jun­ge Talent zu den „Tigern“. „Damals haben wir sehr viel geco­vert. Es stan­den bekann­te Titel von ABBA, Hele­ne Fischer und Tina Tur­ner auf dem Pro­gramm. Dabei wur­de Musik für mich zur puren Lei­den­schaft“, betont Kien­ber­ger.

Ein Hop­pa­la

Ein Hop­pa­la wird ihr ewig in Erin­ne­rung blei­ben. „Bei der ers­ten ‚Tiger Show‘ muss­te ich nach einem Song schnell von der Büh­ne, um ein dop­pel­sei­ti­ges Kleid umzu­dre­hen, um dann sofort wie­der auf die Büh­ne zu kom­men. Fata­ler­wei­se hat sich der Reiß­ver­schluss ver­klemmt und ich bin ohne Kleid hin­ter der Büh­ne gestan­den. Bert und Chris haben schon das nächs­te Lied begon­nen und ver­geb­lich auf mich gewar­tet. Erst Mode­ra­tor Mar­co Vent­re hat müh­sam den Reiß­ver­schluss gelöst und ich konn­te wie­der auf die Büh­ne, aber das Lied war schon aus“, kann Kien­ber­ger noch heu­te über die Pan­ne lachen.

Die Zukunft

Sie ist begeis­ter­te Volks­schul­leh­re­rin in Feld­kir­chen. „Mei­ne Beru­fung ist es, Her­zen zu öff­nen – in der Schu­le, in der Musik und natür­lich pri­vat. In Zukunft wer­de ich viel Zeit mit mei­nem Lebens­ge­fähr­ten Phil­ipp ver­brin­gen und zufrie­den an die Zeit mit den ‚Tigern‘ zurück­bli­cken“, sagt Kien­ber­ger vor ihrem Abschied.

 

Der Ter­min

Die „Tiger Show“

Frei­tag, 10. Juni 2022, um 20 Uhr im Stadt­saal in Feld­kir­chen

25.05.2022 06:37 - Update am: 25.05.2022 17:15
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Das „Tiger­le“ gibt das Mikro­fon ab „Die Tiger“: Chris Triebelnig, Claudia Kienberger und Bert Stubinger (von links)

© Die Tiger/Sissi Furgler