Ewald Velikogne

Der „Grill­teu­fel“ aus dem Lavant­tal

Ewald Velikogne (58), besser bekannt unter dem Namen „Grillteufel“, ist mit seinem Imbiss-Truck seit neun Jahren aus dem Lavanttal nicht mehr wegzudenken. Mit „KLiCK Kärnten“ sprach er über seinen Arbeitsalltag.

Der „Grill­teu­fel“ aus dem Lavant­tal Der „Grillteufel“ Ewald Velikogne ist bereits seit neun Jahren im Lavanttal unterwegs und verköstigt mit seinem mobilen Imbiss hungrige Gäste mit regionalen Produkten.

© KLiCK Kärnten/Grayer

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Wenn man „Ter­mi­ne, Ter­mi­ne, Ter­mi­ne“ auf Face­book zu lesen bekommt, dann heißt es, auf­ge­passt: Der „Grill­teu­fel“ ist in den nächs­ten Wochen wie­der mit sei­nem mobi­len Imbiss-Truck im gan­zen Lavant­tal unter­wegs. An ver­schie­de­nen Stand­or­ten, die er vor­ab auf den sozia­len Medi­en bekannt gibt, ist er dann mit sei­nem bekann­ten Truck unter­wegs und ver­kauft sei­ne „teuf­lisch guten“ Spe­zia­li­tä­ten: Grill­hendl, Stel­zen, Cur­ry- und Brat­wurst sowie Käse­krai­ner und Pom­mes. Vie­le schät­zen den bekann­ten „Grill­teu­fel“ auch für sein sozia­les Enga­ge­ment und sei­ne zahl­rei­chen Cha­ri­ty-Aktio­nen, die er in den ver­gan­ge­nen neun Jah­ren seit sei­ner Arbeit als „Grill­teu­fel“ bereits orga­ni­sier­te.

Vom Ver­käu­fer zum „Grill­teu­fel“

Der „Grill­teu­fel“ heißt mit bür­ger­li­chem Namen Ewald Veli­ko­gne, ist 58 Jah­re alt und kommt aus der Bezirks­stadt Wolfs­berg. Wie er über­haupt zu dem Namen kam? „Ich habe ein­fach mal im Inter­net recher­chiert und bin dann ziem­lich schnell auf die Figur gesto­ßen. So bin ich schließ­lich auf den Namen für den Imbiss gekom­men“, ver­rät  Veli­ko­gne. Er ist eigent­lich gelern­ter Ver­käu­fer und kann somit auf Erfah­rung im Ver­kauf zurück­grei­fen. „Ich war jah­re­lang Markt­lei­ter vom ‚Bil­la‘ in Völ­ker­markt. Rund neun Jah­re habe ich in der Nähe des Klo­pei­ner Sees gewohnt. Mit drei­ßig Jah­ren ist es für mich wie­der in die Hei­mat zurück gegan­gen“, erzählt der „Grill­teu­fel“. Auch in Völ­ker­markt betrieb er bereits meh­re­re Jah­re eine „Hendl-Bude“. Zurück im Lavant­tal war er 20 Jah­re lang bei Her­mes Phar­ma in Wolfs­berg beschäf­tigt, als dann mit fünf­zig Jah­ren der gro­ße Schock kam: Wegen gesund­heit­li­cher Grün­de ver­lor er sei­ne Arbeit.

Ein Koch und Fami­li­en­mensch

Der heu­te 58-Jäh­ri­ge ließ sich nicht unter­krie­gen. Seit neun Jah­ren ver­kauft er als „Grill­teu­fel“ an ADEG- und EUCO-Stand­or­ten von Bad St. Leon­hard bis Lava­münd regio­na­le Pro­duk­te. Er kommt auch bis nach Völ­ker­markt. „Bereits in der Haupt­schu­le war bei mir das Kochen hoch im Kurs. Wäh­rend sich ande­re für das Bas­teln ent­schie­den haben, habe ich das Kochen gewählt“, blickt er im Gespräch mit „KLiCK Kärn­ten“ auf sei­ne Koch­lei­den­schaft zurück, die natür­lich bis heu­te anhält. „Neben der Arbeit im Imbiss-Truck koche ich in mei­ner Frei­zeit und daheim auch ger­ne. Dabei koche ich alles und pro­bie­re vie­les aus. Vom ita­lie­ni­sches Nudel­sa­lat bis Schwei­ne­me­dail­lons im Speck­man­tel ist alles dabei“, erzählt der Fuß­ball-Begeis­ter­te, der im Som­mer auch ger­ne Mal aufs Motor­rad steigt, am eige­nen Pool ent­spannt oder hin und wie­der zum Queue am Bil­lard­tisch greift.

Bei ihm dreht sich jedoch nicht alles um das Kochen, einen Groß­teil sei­ner Zeit wid­met er sei­ner Fami­lie und sei­nen Freun­den. „Ich bin ver­hei­ra­tet und habe einen 27 Jah­re alten Sohn und eine 24-jäh­ri­ge Toch­ter, auf die ich bei­de sehr stolz bin“, sagt Veli­ko­gne. Sei­ne Toch­ter ist Opti­ke­rin bei Hart­lau­er in Wolfs­berg. Der Sohn lebt in Wien und ist Restau­rant­ma­na­ger im Fünf-Ster­ne Hotel „Sofi­t­el“.

Pro­duk­te aus der Regi­on

Der „Grill­teu­fel“ legt gro­ßen Wert auf die Ver­wen­dung von regio­na­len Pro­duk­ten. „Die Hendl hole ich frisch vor Arbeits­be­ginn bei Wech ab und bei­ze sie dann vor Ort im Imbiss ein“, berich­tet Veli­ko­gne. Auch sei­ne ande­ren Pro­duk­te wie Stel­zen und Würs­te kom­men aus der Regi­on. In der Regel beginnt sein Arbeits­all­tag um sechs Uhr und dau­ert bis 15 Uhr. „Wenn ich dann nach Hau­se kom­me, bedeu­tet das nicht, dass der Tag vor­bei ist. Pla­nun­gen, Ein­käu­fe und natür­lich das regel­mä­ßi­ge Sau­ber­ma­chen gehö­ren dazu“, erzählt er.

Cha­ri­ty-Aktio­nen vor Weih­nach­ten

In den ver­gan­ge­nen sie­ben Jah­ren konn­te Veli­ko­gne bereits über 35.000 Euro an Spen­den mit sei­nen zahl­rei­chen Cha­ri­ty-Aktio­nen sam­meln. Die Aktio­nen fin­den immer vor Weih­nach­ten statt. Der Andrang war jedes Mal rie­sen­groß, wie er im Gespräch mit „KLiCK Kärn­ten“ betont. „Ich samm­le vor Weih­nach­ten immer für krebs­kran­ke und bedürf­ti­ge Kin­der im Lavant­tal. Das Geld über­ge­be ich nach Ende der Akti­on direkt an die betrof­fe­nen Fami­li­en. Es ist immer ein gro­ßes Ereig­nis“, freut sich der 58-Jäh­ri­ge. Wenn es die Pan­de­mie zulässt, dann sam­melt der „Grill­teu­fel“ selbst­ver­ständ­lich wie­der zu Weih­nach­ten.

Bei Ver­an­stal­tun­gen anzu­tref­fen

Der „Grill­teu­fel“ ist auch ein bekann­tes Gesicht auf Feu­er­wehr­fes­ten, Geburts­tags­par­tys und diver­sen Ver­an­stal­tun­gen im Lavant­tal. „In den ver­gan­ge­nen zwei Jah­ren war ich weni­ger auf sol­chen Ver­an­stal­tun­gen unter­wegs, aber schön lang­sam beginnt es wie­der“, schaut Veli­ko­gne opti­mis­tisch nach vor­ne.

 

Kon­takt

 

07.06.2022 09:00
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Der „Grill­teu­fel“ aus dem Lavant­tal Der „Grillteufel“ Ewald Velikogne ist bereits seit neun Jahren im Lavanttal unterwegs und verköstigt mit seinem mobilen Imbiss hungrige Gäste mit regionalen Produkten.

© KLiCK Kärnten/Grayer