30-Jahr-Jubiläum

Nori­sche Regi­on möch­te neu durch­star­ten

Der Regionalverein „Norische Region“ ist 30 Jahre alt. Wohin soll sich die inhaltliche Ausrichtung entwickeln? Gründungsmitglied Ilmar Tessmann regt an, die Identität zu fördern, und ruft Bürger dazu auf, ihre Ideen einzubringen.

Nori­sche Regi­on möch­te neu durch­star­ten Archivfoto: Obfrau Gabriele Dörflinger, der bereits verstorbene Raphael Pliemitscher, Raimund Plautz (Innungsmeister der Kärntner Fleischer), Ilmar Tessmann und sein Niklas Ilmar Franke (von links)

© LPD Kärnten

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Die Aus­gangs­la­ge vor drei­ßig Jah­ren erin­nert an die aktu­el­le Situa­ti­on. „Wir sind eine Regi­on von Abwan­de­rung, aber wir haben eine Iden­ti­tät. Wenn sich kul­tu­rell etwas bewegt, fal­len wirt­schaft­li­che Pro­gram­me auf frucht­ba­ren Boden“, schil­dert Ilmar Tess­mann im Gespräch mit „KLiCK Kärn­ten“.

Das Gemein­schafts­ge­fühl

Tess­mann ist Unter­neh­mer und Hote­lier (Bio­land­haus Arche) in Eber­stein. Er war Grün­dungs­mit­glied des Regio­nal­ver­eins „Nori­sche Regi­on“, für den Ver­ein fünf Jah­re als Regio­nal­be­treu­er tätig und lei­tet aktu­ell den Arbeits­kreis für Tou­ris­mus. Das Gemein­schafts­ge­fühl führ­te vor drei­ßig Jah­ren zur Grün­dung des Regio­nal­ver­eins, das schließ­lich in der Lan­des­aus­stel­lung in Hüt­ten­berg im Jahr 1995 gip­fel­te.

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Ilmar Tess­mann ist Grün­dungs­mit­glied des Regio­nal­ver­eins „Nori­sche Regi­on“ und lei­tet aktu­ell den Arbeits­kreis für Tou­ris­mus.
© Fotodienst/Anna Rau­chen­ber­ger

Wirt­schaft und Gesell­schaft ein­bin­den

Der Regio­nal­ver­ein „Nori­sche Regi­on“ gilt als Vor­bild für vie­le Initia­ti­ven in ganz Öster­reich. Tess­mann bezeich­net ihn „wohl als die Mut­ter aller Regio­nal­ver­ei­ne“. Der zwei­te erfolg­rei­che Bau­stein neben dem Gemein­schafts­ge­fühl war die Struk­tur, etwa die Ein­bin­dung von Wirt­schaft und Zivil­ge­sell­schaft, regio­na­le Wirt­schafts­schau­en oder kuli­na­ri­sche regio­na­le Spe­zia­li­tä­ten. Es ent­stand das Qua­li­täts­sie­gel „Nori­gus­to“ oder der Club der Nori­schen Wir­te. „Es gab auch Nori­sche Ten­nis­ver­ei­ne, Nori­sche Perch­ten oder die heu­te noch bestehen­de Nori­sche Nudel­fa­brik“, erin­nert sich Tess­mann.

Zurück in die Zukunft

Und heu­te? Der im Jahr 1990 gegrün­de­te Regio­nal­ver­ein, des­sen Obfrau mit Gabrie­le Dörf­lin­ger die Bür­ger­meis­te­rin von Klein St. Paul ist, „fei­er­te“ sein 30-Jahr-Jubi­lä­um. Sofern es die Ent­wick­lun­gen in der Pan­de­mie zulas­sen, möch­te die „Nori­sche Regi­on“ die­sen Geburts­tag im Herbst mit einem Fest nach­ho­len. Die Ver­ant­wort­li­chen möch­ten das Fest auch zum Anlass neh­men. „Es braucht einen Neu­start mit Ideen, Maß­nah­men und Betreu­ung, um zurück in die Zukunft zu kom­men“, schil­dert Tess­mann.

Geburts­hel­fer der Regi­on Mit­tel­kärn­ten

Die struk­tu­rel­len Vorraus­set­zun­gen änder­ten sich im Ver­gleich zur Grün­dung im Jahr 1991: Die „Nori­sche Regi­on“ opfer­te sich, so Tess­mann, auf und stell­te sicher, dass die gan­ze Regi­on Mit­tel­kärn­ten ent­ste­hen konn­te. Die Regio­nal­ent­wick­lung „Kärn­ten Mit­te“ glie­dert sich in die vier Regio­nal­ver­ei­ne „Nori­sche Regi­on“, „Kärnt­ner Holz­stra­ße – Regi­on Nock­ber­ge“, „Hem­ma­land“ und „Glan­tal“. Im gro­ßen Gan­zen fühlt sich der Regio­nal­ver­ein „Nori­sche Regi­on“ wohl, den­noch ist es, so Tess­mann, uner­läss­lich, auch die eige­ne Ent­wick­lung vor­an­zu­trei­ben.

Bür­ger-Ideen gefragt!

„Wir müs­sen in die Zukunft schau­en. Gera­de Regio­nen wie unse­re haben nach der Pan­de­mie Chan­cen, die klar und forsch anzu­ge­hen sind“, betont Tess­mann. Hier möch­te der Regio­nal­ver­ein bei der Iden­ti­fi­ka­ti­on anset­zen. „Jeder Bür­ger, der sich fragt, was kann, was soll die Nori­sche Regi­on, ist ein­ge­la­den, sich an die­sem Pro­zess zu betei­li­gen“, erklärt Tess­mann. Kon­kret: „Jeder, dem die Regi­on ein Anlie­gen ist, hat die Mög­lich­keit, sei­ne Ideen und Anre­gun­gen dem Bür­ger­meis­ter sei­ner Gemein­de zu Ohren zu brin­gen.“

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Regio­nal­ver­ein „Nori­sche Regi­on“
© Eli­as Jeru­sa­lem

Der Regio­nal­ver­ein

Die im Jahr 1990 gegrün­de­te „Nori­sche Regi­on“ setzt sich aus fol­gen­den Mit­glieds­ge­mein­den zusam­men: Brückl, Eber­stein, Maria Saal, Hüt­ten­berg, Kap­pel am Krapp­feld, Klein St. Paul, Mag­da­lens­berg, Diex und Müh­len (Stei­er­mark).

 

03.05.2021 07:48
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Nori­sche Regi­on möch­te neu durch­star­ten Archivfoto: Obfrau Gabriele Dörflinger, der bereits verstorbene Raphael Pliemitscher, Raimund Plautz (Innungsmeister der Kärntner Fleischer), Ilmar Tessmann und sein Niklas Ilmar Franke (von links)

© LPD Kärnten