Ab September
100 Prozent für Kinder und Familien in Kärnten
Das Land Kärnten ersetzt ab September 2022 die Durchschnittskosten für einen Kinderbildungs- und -betreuungsplatz zu hundert Prozent. Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) und Clubobmann Markus Malle (ÖVP): „Die Koalition setzt um, was sie verspricht, und damit treffsichere Maßnahmen gegen die Teuerung.“
© LPD Kärnten/Erich Varh
Die Koalition aus SPÖ und ÖVP verfolgt seit drei Jahren das ehrgeizige Ziel, Kärnten zur kinderfreundlichsten Region Europas zu machen. Eine entscheidende Rolle nimmt dabei das Kinderstipendium ein. Dieses Stipendium reduziert in Etappen die durchschnittlichen Kosten für einen Platz in einer elementaren Bildungseinrichtung (Kindergarten, Kindertagesstätte oder Tageseltern).
Letzte Etappe des Kinderstipendiums
„Heute, drei Jahre später, können wir ankündigen, dass das Land Kärnten ab 1. September dieses Jahres die durchschnittlichen Kosten für einen Kinderbildungs- und ‑betreuungsplatz zu hundert Prozent übernimmt“, kündigte Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) heute bei einer Pressekonferenz im Kindergarten Magdalensberg die letzte Etappe des Kinderstipendiums an. Die Koalitionspartner SPÖ und ÖVP beschließen diesen Schritt in der Regierungssitzung am kommenden Dienstag.
Große Entlastungsoffensive
„In Anbetracht der derzeitigen Teuerungswelle ist das die größte Entlastungsoffensive für Eltern und Alleinerzieherinnen. Die Offensive ist eine der wichtigsten Maßnahmen, um Chancengleichheit für jedes Kind, egal welcher sozialen Herkunft, herzustellen“, betonte Kaiser. Laut dem Landeshauptmann profitieren 18.000 Kinder und deren Eltern von dieser nachhaltigen Entlastung: Für 10.000 Kinder wird der Betreuungsplatz völlig kostenlos (außer Essensbeitrag), für rund 8.000 Kinder, deren Kindergartenplatz jetzt schon teurer ist als der Durchschnitt, tragen die Eltern künftig nur mehr die Kosten über dem Durchschnitt. Auch hier möchte die Koalition weitere Maßnahmen setzen, um diese, vorrangig von privaten Betreibern angebotenen Kindergartenplätze, kostenfrei zu stellen. „Die Gesamtkosten dieser Entlastung für Eltern belaufen sich für das Land im Kindergartenjahr 2022/2023 auf 27 Millionen Euro“, rechnete Kaiser vor.
Mittel gegen die Abwanderung
Auch ÖVP-Clubobmann Markus Malle freut sich über das Einlösen eines Versprechens an die Kärntner. „Diese Initiative unseres Koalitionspartners tragen wir gemeinsam, weil Kinderbetreuung ein Standortfaktor ist. Sieben von zehn Eltern wählen ihren Wohnort nach dem vorhandenen Betreuungsangebot für ihre Kinder aus. Diese Maßnahme, die Eltern nachhaltig zu entlasten, ist zudem ein Mittel gegen die Abwanderung aus Gemeinden und aus dem Land Kärnten“, hielt Malle fest.
Hochwertige Betreuung als Standortfaktor
Landtagsabgeordneter Andreas Scherwitzl, Bürgermeister der Marktgemeinde Magdalensberg, bestätigte dies: Den verstärkten Zuzug in Magdalensberg führt er unter anderem auf das Betreuungsangebot in der Gemeinde zurück. „Die qualitativ hochwertige Betreuung ist ein Standortfaktor und eine wesentliche Maßnahme gegen die Abwanderung und eine für Zuzug. Ich kann jeder Gemeinde in Kärnten nur empfehlen, diesen Schwerpunkt zu setzen. Die Ertragsanteile, die Pro-Kopf gerechnet werden, sprechen für sich“, erklärte Scherwitzl. In der Marktgemeinde Magdalensberg müssen alle Eltern ab 1. September 2022 durch das Kinderstipendium nur noch das Essen ihrer Kinder bezahlen.

Wissenswert
Die Entlastung pro Kind durch das Kinderstipendium ab 1. September 2022, das hundert Prozent der Durchschnittskosten abdeckt, im Detail:
- Halbtagskindergarten: 108 Euro pro Monat (1.296 Euro pro Jahr)
- Ganztagskindergarten: 147 Euro pro Monat (1.764 Euro pro Jahr)
- Halbtagskindertagesstätte (Kinderkrippe): 162 Euro pro Monat (1.944 Euro pro Jahr)
- Ganztagskindertagesstätte (Kinderkrippe): 247 Euro pro Jahr (2.964 Euro pro Jahr)
