Michaela Juvan

Ein Leben für den Sport

See, Berge, Sport und Kinder – daraus bestehen die Tage von Michaela Juvan aus Klagenfurt. In den Sommercamps der „Seekids“ gibt sie ihre Begeisterung für Bewegung schon an die Allerkleinsten weiter.

Ein Leben für den Sport Sportmanagerin Michaela Juvan mit dem Maskottchen ihrer heißgeliebten „Seekids“

© Margit Dietrich (2) & privat (3)

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Wir tref­fen uns zum Inter­view auf der Wahl­iss-Wie­se in Pört­schach. Ein Are­al direkt am See, auf dem Michae­la Juvan Zel­te und Hüt­ten für das Som­mer­sport­camp der „See­kids“ auf­ge­baut hat. Um uns her­um wuseln und schrei­en ball­spie­len­de Kin­der, jun­ge Trai­ne­rin­nen und Trai­ner und ein Cate­ring­ser­vice bringt gera­de Mit­tag­essen: Fisch mit Kar­tof­feln und Salat. „Die meis­ten der Betreu­er waren schon als Kin­der bei mir und haben Schwim­men, Ten­nis und Fuß­ball gelernt. Vie­le von ihnen stu­die­ren nun Sport und geben ihr Wis­sen im Som­mer an unse­re See­kids wei­ter“, erzählt Juvan. Seit der Grün­dung im Jahr 2009 hat sie mehr als 10.000 Kin­der durch die Feri­en­wo­chen beglei­tet und ihre Lei­den­schaft für Bewe­gung geweckt und geför­dert.

In der Ener­gie liegt die Kraft

Michi, wie die meis­ten sie nen­nen, ist ein Ener­gie­bün­del. Ein Wun­der, dass sie es schafft, für das Inter­view eine hal­be Stun­de mit mir sit­zen zu blei­ben. Immer­hin tele­fo­niert, smst und spricht sie neben­bei mit Leu­ten aus ihrem Team. Sie ist meg­amul­ti­tas­king­fä­hig. Mich per­sön­lich stresst das. Aber sie? Ruht inner­lich! Ooohm! Als Ber­g­yo­gi, Geschäfts­füh­re­rin, Baby­sit­te­rin, Trai­ne­rin, Berg­ret­te­rin, Team­lea­de­rin und Sport­le­rin ist Michi in ihrem Ele­ment. Ohne Action wäre sie unglück­lich. „Was machst du, wenn du mal nicht Sport machst?“, fra­ge ich erstaunt. Sie lacht auf: „Dann schlaf‘ ich. Das mach‘ ich gern.“

Sport­li­cher Spi­rit

Sport­camps für Kin­der macht Michae­la Juvan seit ihrer Jugend. Als Toch­ter von Danie­la und Micha­el Aus­ser­wink­ler, die eine her­vor­ra­gen­de Ten­nis­spie­le­rin und ein lei­den­schaft­li­cher Läu­fer sind, ist sie mit Sport groß­ge­wor­den: „Ein Bewe­gungs­drang ist allen Kin­dern ange­bo­ren. Und mir hat Bewe­gung immer Spaß gemacht. Im Gar­ten mei­ner Oma habe ich mit 16 Jah­ren mein ers­tes Camp für Nach­bars­kin­der ver­an­stal­tet.“ Sie hat ande­ren Kin­dern das Schwim­men und Ten­nis­spie­len bei­gebracht. Nach ihrer Matu­ra folg­ten die Aus­bil­dung zur Sport­trai­ne­rin und das Sport­stu­di­um in Inns­bruck. Wäh­rend­des­sen hat sie zwei Kin­der bekom­men: Lil­ly und Jakob. „Ich hab‘ mir mei­ne eige­ne Kin­der­be­treu­ung auf­ge­baut“, lacht Michae­la Juvan in Anspie­lung dar­auf, dass ihre Kin­der, die – heu­te 18 und 16 Jah­re alt – eben­so sport­lich sind wie sie und immer bei ihren Pro­jek­ten mit­ge­hol­fen haben.

Von Som­mer bis Win­ter

Mit den „See­kids“ in Pört­schach am Wör­ther­see ver­mit­telt sie Urlaubs­kin­dern und Ein­hei­mi­schen die Lie­be zum Sport. Auch den „Nan­ny­ser­vice“, der Kin­der­be­treu­ung für Fes­te und Ver­an­stal­tun­gen bie­tet, managt sie. Und seit ver­gan­ge­nem Jahr betreibt Michi Juvan mit ihrem Lebens­ge­fähr­ten Paul Pöcher, einem Berg- und Ski­füh­rer aus Ebe­ne Rei­chen­au, die „Snow­stars“, eine Ski­schu­le auf der Tur­ra­cher Höhe. Ihre Art, mit Kin­dern zu kom­mu­ni­zie­ren, ist erstaun­lich: auf einer Augen­hö­he, respekt­voll und wert­schät­zend, immer klar und fokus­siert und vor allen Din­gen moti­vie­rend. „Ich glau­be, ich kann mich in Kin­der und ihre Bedürf­nis­se bes­ser hin­ein­ver­set­zen als in das Leben man­cher Erwach­se­ner“, über­legt Juvan. Inmit­ten der „See­kids“ strahlt sie: „Ich mag es, wie sich die jun­gen Erwach­se­nen, wobei die Bur­schen teil­wei­se rich­ti­ge Sun­ny­boys sind, lie­be­voll mit den klei­nen Kin­dern beschäf­ti­gen. Groß und Klein hel­fen ein­an­der, sind für­ein­an­der da und ler­nen von­ein­an­der.“

Sport ver­sus Schu­le

Die zurück­lie­gen­den Jah­re der Coro­na-Pan­de­mie hat Michi Juvan im All­tag mit ihren eige­nen Kin­dern als beson­ders her­aus­for­dernd emp­fun­den: „Durch das Home-Schoo­ling sind sie stun­den­lang vorm Com­pu­ter geses­sen. Da habe ich teil­wei­se gegen die Schu­le gear­bei­tet und gesagt, dass sie hin­aus­ge­hen und sich bewe­gen müs­sen.“ Schu­li­sche Leis­tung ist wich­tig, aber nicht das Wich­tigs­te im Leben, ist Michae­la Juvan über­zeugt: „Es gibt wich­ti­ge­re Din­ge.“ Und es ist ganz klar, was sie meint: Hin­auf auf den Berg! Hin­ein ins Was­ser! Raus in die Natur! Beweg‘ dich!

 

Online-Tipp

www.seekids.at

 

28.08.2022 06:00 - Update am: 30.08.2022 09:06
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Ein Leben für den Sport Sportmanagerin Michaela Juvan mit dem Maskottchen ihrer heißgeliebten „Seekids“

© Margit Dietrich (2) & privat (3)