Landwirtschaftskammer

Fai­re Prei­se für Wald­bau­ern gefor­dert

Nur faire Holzpreise gewährleisten langfristig Versorgungssicherheit und Klimaschutz.

Landwirtschaftskammer Kärnten Siegfried Huber, Präsident der Landwirtschaftskammer Kärnten

© Paul Gruber

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Aktu­el­le Ergeb­nis­se der Öster­rei­chi­schen Wald­in­ven­tur zei­gen, dass die Wald­bau­ern gut für die hei­mi­schen Wäl­der sor­gen. Die Wald­flä­che steigt oder bleibt wie in Kärn­ten auf hohem Niveau, die Holz­vor­rä­te sind wei­ter ange­wach­sen, und der Anteil der Misch­wäl­der hat zuge­nom­men. Bei der dies­jäh­ri­gen Eröff­nung der 56. Inter­na­tio­na­len Holz­mes­se fin­det LK-Prä­si­dent Sieg­fried Huber kla­re Wor­te: „Unse­re Wald­bau­ern schau­en dar­auf, dass unse­re Wäl­der gesund sind und dass der Wirt­schafts­kreis­lauf Holz funk­tio­niert. Damit sichern sie über 40.000 Arbeits­plät­ze und rund 3 Mrd. Euro Wert­schöp­fung in Kärn­ten.“

Wald­bau­ern brau­chen fai­ren Anteil an der Wert­schöp­fung

Jedoch steht die Forst­wirt­schaft in Kärn­ten vor gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen. „Unse­re Wäl­der zäh­len zu den ers­ten Opfern des Kli­ma­wan­dels. Bereits jeder 3. Baum, der in Kärn­ten geern­tet wird, ist Schad­holz infol­ge von Wind­wür­fen oder Bor­ken­kä­fer­be­fall. Allein in Ober­kärn­ten reden wir der­zeit von mehr als 1 Mio. Fest­me­ter an Bor­ken­kä­fer­holz, das rasch aus dem Wald her­aus muss!“, so Huber. Für den LK-Prä­si­den­ten ist klar, dass das nur funk­tio­nie­ren kann, wenn die Wald­bau­ern für ihre Arbeit einen fai­ren Anteil an der Wert­schöp­fung erhal­ten. Dass das der­zeit nicht gege­ben ist, zeigt eine Stu­die des renom­mier­ten Eco­no­mica-Insti­tuts: Von den rund 1200 Euro an Wert­schöp­fung, die durch einen Fest­me­ter Holz aus­ge­löst wer­den, kom­men nur 5 Pro­zent bei den Wald­bau­ern an. „Das ist nicht fair. Unse­re Wald­bau­ern ste­hen am Beginn der Wert­schöp­fungs­ket­te und haben sich für ihre har­te und gefähr­li­che Arbeit einen höhe­ren Anteil an der Wert­schöp­fung ver­dient. Die Holz­prei­se müs­sen stei­gen, damit die höhe­ren Bewirt­schaf­tungs- und Holz­ern­te­kos­ten gedeckt wer­den kön­nen und auch ein Ein­kom­men übrig­bleibt!“, appel­liert LK-Prä­si­dent Huber an die holz­ver­ar­bei­ten­de Indus­trie.

Kri­tik an der Wald-Stra­te­gie der EU

Der Prä­si­dent kri­ti­siert auch die geplan­te Wald-Stra­te­gie der EU. Die­se sieht vor, dass zehn Pro­zent der Wäl­der außer Nut­zung gestellt wer­den. “Auf der einen Sei­te will die EU-Kom­mis­si­on der Atom­kraft ein grü­nes Män­tel­chen umhän­gen und auf der ande­ren Sei­te unse­re Wäl­der still­le­gen. Das leh­ne ich klar ab!“, betont Huber, der einen Schul­ter­schluss von Poli­tik und Holz­in­dus­trie for­dert, um den Plä­nen der EU-Kom­mis­si­on einen Rie­gel vor­zu­schie­ben. Denn die­se gefähr­den Arbeits­plät­ze und Wert­schöp­fung in Kärn­ten: Wür­de der Holz­ein­schlag um 10 Pro­zent sin­ken, wür­den laut Berech­nun­gen des Eco­no­mica-Insti­tuts 3500 Arbeits­plät­ze und mehr als 140 Mio. Euro an Wert­schöp­fung in Kärn­ten ver­nich­tet.
31.08.2022 14:00
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Landwirtschaftskammer Kärnten Siegfried Huber, Präsident der Landwirtschaftskammer Kärnten

© Paul Gruber