Ulrike Mitter

Das Kräu­ter­platzl in Kersch­dorf

Von Kindesbeinen an ist Ulrike Mitter aus Kerschdorf in Steuerberg an Kräutern interessiert. Über 200 verschiedene Sorten sind an ihrem Kräuterplatzl zu finden.

Das Kräu­ter­platzl in Kersch­dorf Ulrike „Rikki“ Mitter mit ihren Kräutern

© kope

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Kräu­ter beglei­ten die drei­fa­che Mut­ter und fünf­fa­che Groß­mutter Ulri­ke Mit­ter ihr Leben lang. „Wir haben zu Hau­se einen gro­ßen Bau­ern­gar­ten gehabt. Da durf­te ich an der Sei­te mei­ner Mut­ter beim Sam­meln und Ver­ar­bei­ten der Kräu­ter zuse­hen. Das ist bei mir dann in Fleisch und Blut über­ge­gan­gen“, erzählt „Rik­ki“, wie Mit­ter von ihren Kräu­ter­kol­le­gin­nen genannt wird. Vor rund elf Jah­ren wur­de die Kersch­dor­fe­rin inner­halb von zwei Jah­ren zur Kräu­ter­fach­frau aus­ge­bil­det. Dazu wur­de sie auch Mit­glied des Ver­eins „Freun­de natur­ge­mä­ßer Lebens­wei­se“ (FNL) mit Sitz Hun­nen­brunn in St. Veit. Inzwi­schen ist Mit­ter stell­ver­tre­ten­de Lan­des­lei­te­rin. „Als Kräu­ter­fach­frau muss man vor allem wis­sen, wel­che hei­mi­schen Kräu­ter gesund sind, in unse­ren Brei­ten­gra­den gibt es immer­hin rund 800 ver­schie­de­ne Kräu­ter“, erklärt Mit­ter.

Der eige­ne Gar­ten

Die Kräu­ter brau­chen viel Lie­be und Platz zum Wach­sen. In Mit­ters haus­ei­ge­nem Bau­ern­gar­ten sind rund 200 ver­schie­de­ne Gar­ten- und Wild­kräu­ter zu fin­den. „Die Biber­nel­le zählt zu mei­nen Lieb­lings­kräu­tern. Da hal­te ich mich an ein Sprich­wort, das lau­tet: Iss Kronabet und Bim­ber­nell, dann wirst du ster­ben nicht so schnell“, schil­dert Mit­ter. Die Bit­ter­kräu­ter waren schon immer ihre Favo­ri­ten. „Ich lebe des­halb auch kom­plett ohne Medi­ka­men­te“, ver­rät Mit­ter ihre gesun­de Lebens­wei­se.

Die Vor­tra­gen­den

Ein­mal im Monat tref­fen sich die Kräu­ter­in­ter­es­sier­ten zum Stamm­tisch „Him­mel­schlüs­sel“ in einem Gast­haus in Feld­kir­chen. „Dort gibt es immer Vor­trä­ge zu aktu­el­len The­men rund um die Kräu­ter. Auch ich durf­te schon Refe­ra­te über Bit­ter­kräu­ter hal­ten“, berich­tet die Kräu­ter­frau. Mit­ter lädt auch ger­ne in ihren Schau- und Lehr­kräu­ter­gar­ten ein. Unter den Besu­chern befin­den sich immer wie­der Aus­zu­bil­den­de zur Kräu­ter­fach­frau. Die ver­schie­de­nen Kräu­ter in allen Varia­tio­nen sind ab Hof zu erwer­ben – oder bei „Rik­kis Kräu­ter­platzl“ am Him­mel­ber­ger Bau­ern­markt an jedem ers­ten Frei­tag im Monat.

 

11.09.2022 19:33
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