Leuchtturm-Projekt

Bad Klein­kirch­heim soll neu­es Orts­zen­trum bekom­men

Bis zum Jahr 2024 werden 2,5 Millionen Euro in die touristische Ortskernentwicklung von Bad Kleinkirchheim investiert. Das Tourismusreferat des Landes fördert das Siegerprojekt mit 590.000 Euro. Im Oktober startet die erste Projektphase.

Bad Klein­kirch­heim soll neu­es Orts­zen­trum bekom­men Andreas Winkler, Johannes Zeiner, Anita Latschen, Bürgermeister Matthias Krenn, Dietmar Rossmann, Anita Fauland, Caroline Krenn, Landesrat Sebastian Schuschnig, Jakob Forstnig und Michael Prägant (von links)

© Büro LR Schuschnig/Taltavull

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In der Tou­ris­mus­ge­mein­de Bad Klein­kirch­heim fehlt es an einem klar defi­nier­ten Orts­zen­trum. Geht es nach den Plä­nen des Tou­ris­mus­ver­bands, wird sich das ändern. Ein Kon­zept wur­de erar­bei­tet, dass etap­pen­wei­se umge­setzt wer­den soll: So soll die Grün­flä­che zwi­schen der Ther­me St. Kath­rein und der Mai­brunn­bahn voll­kom­men umge­stal­tet wer­den. Hier ist künf­tig ein Begeg­nungs­raum für Jung und Alt geplant. Das 2,5 Mil­lio­nen Euro teu­re Vor­ha­ben wur­de bereits zum Sie­ger­pro­jekt des dies­jäh­ri­gen Leucht­turm-För­der­calls des Tou­ris­mus­re­fe­rats des Lan­des Kärn­tens gekürt.

Län­ge­re Öff­nungs­zei­ten für Betrie­be

„Ober­kärn­ten ist damit Vor­rei­ter und wird in Sachen Nach­hal­tig­keit zum Aus­hän­ge­schild“, sagt Tou­ris­mus­lan­des­rat Sebas­ti­an Schu­sch­nig, der das Leucht­turm-Pro­jekt mit 590.000 Euro aus sei­nem Tou­ris­mus­re­fe­rat för­dert. Durch Ver­an­stal­tun­gen und Ange­bo­te wie Slow-Food-Märk­te oder einem Eis­lauf­platz sol­len Betrie­be ange­hal­ten wer­den, auch in den Zwi­schen­sai­so­nen ihre Öff­nungs­zei­ten zu ver­län­gern. Die neue Infra­struk­tur soll zur Sai­son­ver­län­ge­rung bei­tra­gen und eine höhe­re Wert­schöp­fung durch mehr Gäs­te brin­gen.

Begeg­nuns­raum in Pla­nung

Bis 2024 soll in der Tou­ris­mus­ge­mein­de in vier Pro­jekt­pha­sen ein für Ein­hei­mi­sche und Gäs­te zugäng­li­cher, nach­hal­ti­ger Begeg­nungs­raum geschaf­fen wer­den. „Die Idee ist ein Dreh- und Angel­punkt zu The­men wie Natur, Kuli­na­rik, Slow-Food, Bewe­gung, Kul­tur und Wis­sens­ver­mitt­lung zu den Nock­ber­gen sowie zum UNESCO-Bio­sphä­ren­park“, erklärt Jakob Forst­nig, Vor­sit­zen­der des Tou­ris­mus­ver­bands Bad Klein­kirch­heim.

Mul­ti­funk­tio­na­ler Markt­platz

Der offi­zi­el­le Auf­takt erfolgt im Dezem­ber mit der Umset­zung des ers­ten Teil­pro­jekts „Begeg­nungs­raum Markt­platz“ im Kur­park. Zwi­schen der Klein­kirch­hei­mer Stra­ße (B 88) und dem Bach ent­steht dort in den nächs­ten Mona­ten ein mul­ti­funk­tio­na­ler „Markt­platz“, der als natür­li­che Auf­ent­halts­mög­lich­keit für Ein­hei­mi­sche und Gäs­te gedacht ist. Neue, moder­ne Beleuch­tung und Sitz­ge­le­gen­hei­ten sowie geziel­te Instal­la­tio­nen und Insze­nie­run­gen sol­len den bar­rie­re­frei­en Platz auch am Abend nutz­bar machen.

Neu­er Boden für mehr Mög­lich­kei­ten

Damit dort künf­tig auch ver­schie­de­ne Ver­an­stal­tun­gen wie kuli­na­ri­sche Näch­te, Advent­märk­te oder Kon­zer­te zur Sai­son­ver­län­ge­rung statt­fin­den kön­nen, wird ein moder­nes Boden­be­fes­ti­gungs­sys­tem errich­tet. So kann das Are­al pro­blem­los auch bei nas­sem und auf­ge­weich­tem Boden genutzt wer­den kön­nen. „Die Schaf­fung eines wet­ter­taug­li­chen Begeg­nungs­raums sorgt dafür, dass künf­tig auch in den Neben­sai­so­nen Ver­an­stal­tun­gen ange­bo­ten wer­den kön­nen“, sagt Schu­sch­nig.

Lang­le­bi­ge Res­sour­cen

Im Fokus der Rea­li­sie­rung steht die Ver­wen­dung von nach­hal­ti­gen und lang­le­bi­gen Res­sour­cen wie Holz und Beton. Dar­über hin­aus ist ein eige­ner Bio­sphä­ren­park-Lehr­gang durch den Park geplant. In den nächs­ten Schrit­ten soll der Platz um bar­rie­re­freie Wege und Sta­tio­nen, einen Natur­spiel­platz im angren­zen­den Wald, Kul­tur­ein­rich­tun­gen sowie Sani­tär­an­la­gen ergänzt und schluss­end­lich zu einem „Park der Begeg­nung“ wer­den.

 

Wis­sens­wert

Mit dem Leucht­turm-För­der­call des Tou­ris­mus­re­fe­rats des Lan­des Kärn­ten wer­den lan­des­weit Infra­struk­tur­pro­jek­te mit beson­de­rer über­re­gio­na­ler Strahl­kraft vor den Vor­hang geholt und rea­li­siert. Bis 2023 wird für sol­che Vor­zei­ge­pro­jek­te jedes Jahr aufs Neue ins­ge­samt eine Mil­li­on Euro zur Ver­fü­gung gestellt. Die Pro­jekt­aus­wahl erfolgt durch eine Exper­ten-Jury. Die­ses Jahr stand der För­der­call unter dem Mot­to „Nach­hal­tig­keit im Tou­ris­mus – Sai­son­ver­län­ge­rung modern gebaut“.

22.09.2022 08:30 - Update am: 22.09.2022 15:42
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Bad Klein­kirch­heim soll neu­es Orts­zen­trum bekom­men Andreas Winkler, Johannes Zeiner, Anita Latschen, Bürgermeister Matthias Krenn, Dietmar Rossmann, Anita Fauland, Caroline Krenn, Landesrat Sebastian Schuschnig, Jakob Forstnig und Michael Prägant (von links)

© Büro LR Schuschnig/Taltavull