Neue Dämme
Neue Dämme: Möllbrücke für Hochwasser gerüstet
Insgesamt 347 Gebäude sind durch die Maßnahmen vor einem 100-jährlichen Hochwasser geschützt. Die Baukosten betrugen rund fünf Millionen Euro.
© Büro LR Fellner
Kärnten schrittweise sicherer machen, möchte Landesrat Daniel Fellner, zuständiger Referent für Katastrophenschutz und Wasserwirtschaft des Landes Kärnten. „Deshalb freut es mich, dass nun auch der Ortsteil Möllbrücke in der Gemeinde Lurnfeld vor einem 100-jährlichen Hochwasser geschützt ist“, sagte Fellner am gestrigen Freitag anlässlich der Baufertigstellungsfeier an der Seite von Bürgermeister Gerald Preimel.
Neue Hochwasserdämme
Aufgerüstet wurde eine Gewässerlänge der Möll von rund zwei Kilometern: Wo es örtlich möglich war, wurden Hochwasserschutzdämme – insgesamt auf einer Länge von tausend Laufmetern – errichtet. Im Nahbereich von Objekten wurden auf einer Länge von 2.500 Laufmetern neue Hochwasserschutzmauern gebaut. Diese wurden überwiegend an der Grundgrenze zu den privaten Grundstücken errichtet. Jeweils links und rechts entlang des Möllufers wurde ein breiter Betreuungsweg fertiggestellt. „Der neue Weg ist nicht nur für die künftige Instandhaltung der Möllufer nutzbar, sondern dient auch der Naherholung der Bevölkerung und ist somit gleich doppelt sinn- und wertvoll für Bürger und Gäste“, erklärte Fellner.
Bessere Schutzwirkung
Nach dem Abschluss der Bauarbeiten ist insgesamt eine Fläche von 52,5 Hektar nachhaltig bis zu einem 100-jährlichen Hochwasser geschützt. Dadurch wurden 347 Gebäude – davon 180 Wohnhäuser, 20 Gewerbebetriebe, acht öffentliche Einrichtungen und 139 Nebengebäude – sicher gemacht. „Damit hat das Projekt als Schutzwirkung für dicht besiedelte Bereiche in der Ortschaft Möllbrücke einen besonderen Stellenwert“, betonte Fellner.
Bauarbeiten abgeschlossen
Der Hochwasserschutz trägt auch positiv zum Wirtschaftswachstum der Region bei, denn durch die Schutzmaßnahmen steigt auch die Investitionsbereitschaft der Unternehmer. Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgte in drei Bauabschnitten, wobei mit dem ersten Bauabschnitt im Frühjahr 2018 begonnen wurde. Die Umsetzung des zweiten Bauabschnitts erfolgte von Herbst 2019 bis Ende 2021. Mit der Fertigstellung des dritten Bauabschnitts (rechtsufrig der Möll von der Brücke über die Möll bis zur Querung der ÖBB-Linie) im Sommer sind die Bauarbeiten mittlerweile abgeschlossen, womit der Hochwasserschutz für Möllbrücke funktionsbereit ist.

Wissenswert
Die Baukosten einschließlich der Planungsarbeiten betrugen fünf Millionen Euro, wobei rund 2,17 Millionen Euro (43,4 Prozent) vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft finanziert wurden. Den Rest der Kosten teilen sich das Land Kärnten (2 Millionen Euro/40 Prozent) und der Wasserverband Mölltal (830.000 Euro/16,6 Prozent). Mit der Umsetzung der Bauarbeiten waren überwiegend heimische Firmen betraut, wodurch mit der getätigten Investition auch Arbeitsplätze in der Region gesichert werden konnten.