Ferlach

Der Schlüs­sel zum Altern in den eige­nen vier Wän­den

Wohnprojekt der besonderen Art: Die Mieter der neuen Wohnungen neben dem Altenwohnheim in Ferlach erhielten heute ihre Schlüssel. Ihnen steht ein sogenannter Alltagsmanager zur Seite.

Der Schlüs­sel zum Altern in den eige­nen vier Wän­den Schlüsselübergabe: Vizebürgermeisterin Monika Klengl, Sozialhilfeverband-Obmann Franz Ragger, Landeshauptmann-Stellvertreterin Beate Prettner, „Fortschritt“-Geschäftsführer Franz Armbrust, Mieterin Olga Pristounik und Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig (von links)

© Büro LHStv. Schaunig

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Neben dem Alten­wohn­heim in Fer­lach ent­stan­den 19 Miet­woh­nun­gen. Dabei han­delt es sich um ein Wohn­pro­jekt der beson­de­ren Art: Er gibt älte­ren Per­so­nen die Mög­lich­keit des betreu­ten Woh­nens mit einem soge­nann­ten All­tags­ma­na­ger. Zusätz­lich wur­de ein Wohn­ver­bund für Men­schen mit Beein­träch­ti­gung ein­ge­rich­tet. Die­ser umfasst acht voll­zeit­be­treu­te Wohn­plät­ze, eine Trai­nings­woh­nung und einen The­ra­pie­raum.

Sozia­le Kon­tak­te und Unter­stüt­zung

Lan­des­haupt­mann-Stell­ver­tre­te­rin und Gesund­heits­re­fe­ren­tin Bea­te Prett­ner über­reich­te heu­te gemein­sam mit Lan­des­haupt­mann-Stell­ver­tre­te­rin und Wohn­bau­re­fe­ren­tin Gaby Schau­nig sowie Vize­bür­ger­meis­te­rin Moni­ka Klengl die Schlüs­sel an die Mie­ter. „Betreu­tes Woh­nen gewinnt zuse­hends an Bedeu­tung, daher bau­en wir das Ange­bot in Kärn­ten mit Nach­druck aus. Immer mehr älte­re Men­schen leben allei­ne, benö­ti­gen aber nicht nur sozia­le Kon­tak­te, son­dern auch ein Unter­stüt­zungs­an­ge­bot. Oft genügt es, dass sie die Gewiss­heit haben, sich an jeman­den wen­den zu kön­nen, der sofort zur Stel­le ist – das gibt Sicher­heit und macht sor­gen­frei“, erklärt Prett­ner.

Wohn­ver­bund für Men­schen mit Beein­träch­ti­gung

Ihr ist auch der Wohn­ver­bund für Men­schen mit Beein­träch­ti­gung wich­tig. „Wir erwei­tern in Kärn­ten zügig das Ange­bot an Wohn­plät­zen für Kli­en­ten der Chan­cen­gleich­heit. Der Trend geht deut­lich zu inklu­si­ven Wohn­for­men. So for­cie­ren wir auch vie­le Pro­jek­te mit dem gemein­nüt­zi­gen Wohn­bau. Par­al­lel dazu bau­en wir Spe­zi­al­för­der­ein­rich­tun­gen für Per­so­nen mit beson­de­ren Bedürf­nis­sen wei­ter aus“, sagt die Sozi­al­re­fe­ren­tin. Im nächs­ten Jahr ist es das erklär­te Ziel, 68 zusätz­li­che Wohn­plät­ze umzu­set­zen. Aktu­ell ver­fügt die Behin­der­ten­hil­fe Kärn­ten über 2.590 bewil­lig­te Plät­ze an rund 160 Stand­or­ten in ganz Kärn­ten: 530 Plät­ze sind voll­in­tern, also Woh­nen und Tages­struk­tur, hin­zu kom­men 639 Wohn­plät­ze und 1.421 Plät­ze in der Tages­struk­tur.

Leist­ba­rer und bedarfs­ge­rech­ter Wohn­raum

„Mit den Mit­teln aus der Wohn­bau­för­de­rung schaf­fen wir bedarfs­ge­rech­ten, leist­ba­ren Wohn­raum in ganz Kärn­ten. Und bedarfs­ge­recht bedeu­tet, auf die Bedürf­nis­se ver­schie­dens­ter Bevöl­ke­rungs­grup­pen ein­zu­ge­hen“, schil­dert Schau­nig. Die Mie­ter, die heu­te hier ein­zie­hen, ent­schei­den sich, so die Lan­des­haupt­mann-Stell­ver­tre­te­rin, bewusst und mit Weit­blick dafür, eine Wohn­form zu fin­den, die ihnen noch mög­lichst lan­ge ein unab­hän­gi­ges und eigen­stän­di­ges Woh­nen in den eige­nen vier Wän­den ermög­licht.

Wohn­ort­na­he Ange­bo­te

Um rund 3,2 Mil­lio­nen Euro wur­de der Bau von der gemein­nüt­zi­gen Bau­ver­ei­ni­gung „Fort­schritt“ errich­tet. Abge­stimmt mit dem Sozi­al­hil­fe­ver­band Kla­gen­furt-Land, der das Alten­wohn­heim betreibt, und der „Lebens­hil­fe“, die den Wohn­ver­bund betreut, wur­de das Pro­jekt kon­zi­piert. Den All­tags­ma­na­ger stellt die Arbeits­ver­ei­ni­gung der Sozi­al­hil­fe Kärn­tens. Sozi­al­hil­fe­ver­band-Obmann Franz Rag­ger, auch Bür­ger­meis­ter von Maria Rain, und Fer­lachs Vize­bür­ger­meis­te­rin Klengl hoben die gro­ße Bedeu­tung von bedarfs­ori­en­tier­tem Wohn­raum für die Gemein­den her­vor. Denn wohn­ort­na­he Ange­bo­te sind spezi­ell für die älte­re Bevöl­ke­rung ent­schei­dend.

 

Wis­sens­wert

Die Mie­ter des neu­en Wohn­pro­jekts in Fer­lach kön­nen die Ange­bo­te des angren­zen­den Alten­wohn­heims breit­ge­fä­chert wahr­neh­men. Das beginnt bei der Teil­nah­me am Ani­ma­ti­ons­pro­gramm und geht über das Ein­neh­men von Mahl­zei­ten und eine Betreu­ung in der Tages­stät­te bis hin zur Mög­lich­keit einer Ruf­be­reit­schaft.

13.10.2022 16:50
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Der Schlüs­sel zum Altern in den eige­nen vier Wän­den Schlüsselübergabe: Vizebürgermeisterin Monika Klengl, Sozialhilfeverband-Obmann Franz Ragger, Landeshauptmann-Stellvertreterin Beate Prettner, „Fortschritt“-Geschäftsführer Franz Armbrust, Mieterin Olga Pristounik und Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig (von links)

© Büro LHStv. Schaunig