Ingrid Erlmoser

„Jeder Mensch ist wich­tig“

Die Völkermarkterin Ingrid Erlmoser (69) ist freiwillige Sozial- und Integrationsbegleiterin beim Roten Kreuz Völkermarkt. Im „KLiCK Kärnten“-Gespräch erinnert sie sich an einen prägenden Moment zurück.

„Jeder Mensch ist wich­tig“ Die Völkermarkterin Ingrid Erlmoser (links) mit Rot-Kreuz-Präsident Martin Pirz (Mitte) und Kollegen Mehdi Taslim

© privat

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Im Gespräch mit „KLiCK Kärn­ten“ wies die 20-jäh­ri­ge Julia Čas (Link) dar­auf hin, dass die Gesell­schaft auf frei­wil­li­ges Enga­ge­ment ange­wie­sen ist, in wel­cher Form auch immer. Davon ist auch die Völ­ker­mark­te­r­in Ingrid Erl­mo­ser über­zeugt, die sich tat­kräf­tig als Sozi­al- und Inte­gra­ti­ons­be­glei­te­rin beim Roten Kreuz enga­giert „Ohne frei­wil­li­ges Enga­ge­ment, in wel­chen Berei­chen auch immer, wür­de vie­les ein­fach schlicht nicht funk­tio­nie­ren“, betont Erl­mo­ser. Gro­ße Hilfs­be­reit­schaft, ein gro­ßes Herz und geleb­te Welt­of­fen­heit – mit die­sen Wor­te beschreibt ihr Umfeld die 69-Jäh­ri­ge, die für ihr Enga­ge­ment in ganz Völ­ker­markt bekannt ist.

Von Wien nach Kärn­ten

Mehr als 40 Jah­re arbei­te­te Erl­mo­ser als diplo­mier­te Sozi­al­ar­bei­te­rin im Bereich der Kin­der- und Jugend­wohl­fahrt bei der Stadt Wien. „Nach mei­nem Umzug nach Kärn­ten im Jahr 2014 habe ich dann drei Jah­re spä­ter die Aus­bil­dung zur Sozi­al- und Inte­gra­ti­ons­be­glei­te­rin absol­viert“, erin­nert sich die gebür­ti­ge Wie­ne­rin. Heu­te ist sie für die Koor­di­na­ti­on der bei­den Berei­che im Bezirk Völ­ker­markt ver­ant­wort­lich. Dabei greift sie auf ihre per­sön­li­chen Ver­net­zun­gen mit öffent­li­chen Behör­den und auf ihr Wis­sen aus Fort­bil­dun­gen (Recht, Gesund­heits­aspek­te, psy­chi­sche Krank­hei­ten, Gesprächs­füh­rung …) zurück. In den Hän­den von Erl­mo­ser sind die Kli­en­ten bes­tens auf­ge­ho­ben. Nicht nur auf­grund ihrer Erfah­run­gen, son­dern eben­falls wegen ihrer tie­fen Über­zeu­gung: „Jeder Mensch ist für das Gemein­we­sen wich­tig!“

Die Sozi­al­be­glei­tung

Bei der Sozi­al­be­glei­tung han­delt es sich um eine mit­tel­fris­ti­ge Frei­wil­li­gen­leis­tung für Men­schen in schwie­ri­gen Situa­tio­nen. „Dar­un­ter fal­len The­men wie Finan­zen, Woh­nen, Fami­lie, sozia­les Umfeld oder auch die Arbeit, phy­si­sche und psy­chi­sche Gesund­heit sowie die Pfle­ge und Betreu­ung“, zählt Erl­mo­ser auf. In die­sen Berei­chen unter­stützt die 69-Jäh­ri­ge mit ihrem Wis­sen und leis­tet Bera­tung. Sie hilft bei­spiels­wei­se bei Behör­den­gän­gen, sucht den Kon­takt mit Men­schen und weist auf Hilfs­an­ge­bo­te und Unter­stüt­zungs­mög­lich­kei­ten hin. Gemein­sam fin­det man dann eine Lösung für Pro­blem­stel­lun­gen.

Die Inte­gra­ti­ons­be­glei­tung

Ein wei­te­rer gro­ßer Bereich ist bei der 69-Jäh­ri­gen die Inte­gra­ti­ons­be­glei­tung. Die­ser Bereich wur­de beim Roten Kreuz im Jahr 2016 ins Leben geru­fen. „Die­se Art der Hil­fe rich­tet sich an Men­schen, die in Kärn­ten bereits einen posi­ti­ven Auf­ent­halts­sta­tus haben. Hier sind die Pro­blem­stel­lun­gen die­sel­ben“, erklärt sie. In den meis­ten Fäl­len sind es Schwie­rig­kei­ten in den Berei­chen der Fami­lie, Finan­zen und Woh­nen. „Dazu gehört bei­spiels­wei­se auch das Fin­den eines Kin­der­gar­ten­plat­zes“, schil­dert Erl­mo­ser.

Prä­gen­des Erleb­nis

Die Völ­ker­mark­te­r­in blickt auf vie­le Erleb­nis­se zurück, dar­un­ter auch ein prä­gen­des. „Ein Mann hat bei mir ein Trau­er­ge­spräch gesucht, weil sei­ne Frau kürz­lich in sei­nen Armen ver­stor­ben ist. Wir haben dann im Gespräch gemein­sam die vie­len schö­nen, lie­be­vol­len Momen­te, die er mit sei­ner ver­stor­be­nen Frau erlebt hat, in Erin­ne­rung gebracht. Er hat sich mir geöff­net“, erzählt Erl­mo­ser. Für sie ist beson­ders der per­sön­li­che Kon­takt mit den Men­schen wich­tig.

Über das Rote Kreuz hin­aus

Auch abseits ihrer Tätig­keit beim Roten Kreuz ist Erl­mo­ser viel in der Gesell­schaft aktiv. „Ich bin bei den SPÖ-Frau­en und Pen­sio­nis­ten, sin­ge bei der Sing­ge­mein­schaft Wai­sen­berg und bin durch mei­ne Enkel­kin­der immer ein­ge­bun­den“, lacht die Völ­ker­mark­te­r­in. So lan­ge es ihr gesund­heit­lich mög­lich ist, wird Erl­mo­ser zu ihrer Rot-Kreuz Uni­form grei­fen und Men­schen in schwie­ri­gen Lebens­si­tua­tio­nen hel­fen. Und das frei­wil­lig.

27.11.2022 16:50
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„Jeder Mensch ist wich­tig“ Die Völkermarkterin Ingrid Erlmoser (links) mit Rot-Kreuz-Präsident Martin Pirz (Mitte) und Kollegen Mehdi Taslim

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