Hochwasserschutz
22 Millionen Euro mehr für das Mölltal
Der Finanzrahmen für den Wasserverband Mölltal wird erhöht – von 48 auf 70 Millionen Euro bis 2025. Der erhöhte Bundesfördersatz von 62 Prozent bleibt bestehen.
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Die beiden Hochwasser-Ereignisse in den Jahren 2018 und 2019 haben besonders große Schäden im Mölltal angerichtet, weshalb viele Sanierungen anstehen. Zum Glück wird in der kommenden Regierungssitzung von den Landesräten Daniel Fellner (Wasserwirtschaft) und Martin Gruber (Straßenbau) ein gemeinsamer Akt eingebracht: Der Finanzierungsrahmen für den Wasserverband Mölltal soll von 48 auf 70 Millionen Euro bis 2025 erhöht werden. Dies wurde bereits mit dem Bund und den Partnern (siehe unten) abgestimmt. “Damit ist sichergestellt, dass sämtliche notwendigen Schutzmaßnahmen für die Menschen in der Region umgesetzt werden können”, so Fellner.
Hohe Bundesmittel
Auch der Bundesfördersatz von 62 Prozent bleibt so hoch. Fellner: “So kommen in besonders hohem Maße Bundesmittel bei diesen Schutzprojekten zum Einsatz, die wir mit Mitteln aus dem Landesbudget und Beiträgen der anderen Partner kräftig aufstocken.” Aus Fellners Budget kommen nun jährlich 980.000 Euro für Schutzwasser-Projekte des Verbandes. Da durch den Hochwasserschutz auch Straßen geschützt werden, beteiligt sich die Straßenbau-Abteilung mit 235.000 Euro jährlich.
Der Wasserverband Mölltal
Aufgrund der Hochwasser-Ereignisse 1965/66 wurde der Wasserverband Mölltal gegründet. Wildbäche transportierten damals Massen an Schutt und Geröll in die Möll. Ohne Verbauung der Mölltaler Wildbäche wäre ein Hochwasserschutz an der Möll nie möglich gewesen. Der Zusammenschluss als Verband war notwendig, um notwendige Verbauungen finanzieren zu können. Zum Verband gehören folgende Gemeinden: Heiligenblut, Großkirchheim, Mörtschach, Winklern, Rangersdorf, Stall, Flattach, Mallnitz, Mühldorf, Obervellach, Reißeck und Lurnfeld. Die Aufgaben des Wasserverbandes Mölltal umfassen den Hochwasserschutz an der Möll, Wildbach-Verbauungen an den Seitenbächen, Lawinenschutz-Bauten und Steinschlag-Schutz.
Der “Möllschlüssel”
Es wurde 1973 auch eine eigene Finanzierung beschlossen, die sich “Möllschlüssel” nennt. Denn der Schwerpunkt der Maßnahmen passiert an den Seitenbächen und der “Möllschlüssel” regelt die Finanzierung von Bund, Land, Wasserkraft-Betreibern und anderen Nutznießern. Er betrifft also nur die Maßnahmen an den Wildbächen. Daher gibt es bereits seit den 60er-Jahren eine Sonderfinanzierung.
Derzeit und bis 2025 sieht der Schlüssel so aus:
- 62 % Bund
- 21 % Land
- 6,80 % Wasserverband Mölltal
- 5 % Landesstraßenverwaltung
- 2,80 % Kelag
- 2,40 % Verbund Hydro Power AG
Basis für diesen Schlüssel ist eine Liste von Projekten mit Maßnahmen an den Wildbächen und Verbauungen an der Möll. Auch große Schutzprojekte wie jene in Großkirchheim, Mörtschach, Tresdorf und Kolbnitz wurden damit finanziert, ebenso jährliche Instandhaltungsmaßnahmen.
