Bevölkerungswachstum
2020 brachte Zuwachs von 796 Kärntnern
Kärnten ist 2020 gewachsen. Schafft unser Bundesland den Turnaround?
Der statistische Endbericht über die “natürliche Bevölkerungsbewegung im Jahre 2020 in Kärnten” ist veröffentlicht: Demnach lebten am 1. Jänner 2021 562.089 Personen in unserem Bundesland – das sind um 796 oder 0,14 Prozent mehr als zu Beginn des Jahres 2020. Wenn man bedenkt, dass Kärnten immer ein Schrumpfen prognostiziert wird, sind das für Landeshauptmann Peter Kaiser positive Nachrichten.
“Zuversicht für die Zukunft”
Kaiser sieht “kleinere und größere politische Weichenstellungen” bestätigt und er bemerkt eine “seit einigen Jahren spürbare positive Grundstimmung”: “Gleichzeitig gibt dieser kleine Zuwachs auch Motivation und Zuversicht für die Zukunft. Wir werden weiter alles daran setzen, um Kärnten als Lebens‑, Arbeits- und Wirtschaftsstandort noch attraktiver zu machen, sowohl für die jetzt schon in Kärnten, dem schönsten Bundesland Österreichs, lebenden Menschen als auch international.”
Kinder- und Familienfreundlichkeit
Kaiser will Kärnten zur kinder- und familienfreundlichsten Region Europas machen – das ist seit Jahren erklärtes Ziel. Für Bestrebungen in diese Richtung gab es bereits den IFFD-Award, eine internationale Auszeichnung. Dieses Ziel spiele eine große Rolle bei allen politischen Entscheidungen und beim Standortmarketing. Denn, so Kaiser: “Dort wo es Kindern und Familien gut geht, dort werden auch Fachkräfte ihren Lebensmittelpunkt verstärkt wählen. Und wenn wir als Lebensmittelpunkt für hochqualifizierte und motivierte Fachkräfte bekannt sind, dann werden wir auch für Unternehmen und Investoren noch attraktiver.”
Weitere Maßnahmen
Einerseits setze man auf “beste Bildung und Ausbildung” und das in Kooperation mit der Wirtschaft. Beispiele sind die Angebote “Lehre mit Studium” oder der neue FH-Masterstudiengang ab Herbst “Industrial Power Electronics”. Hinzu kämen Bemühungen um beste Gesundheitsversorgung, um den Schutz des Wassers und der Natur und um strategische Kooperationen, etwa mit Joanneum Research, Fraunhofer oder Silicon Austria Labs.
Auch Maßnahmen im Bereich Infrastruktur wie die Koralmbahn oder der Ausbau des “dry port” in Fürnitz würden den Standort Kärnten aufwerten.