Heinz Stritzl

Lang­jäh­ri­ger Chef­re­dak­teur der „Klei­nen Zei­tung“ ver­stor­ben

Heinz Stritzl ist nicht mehr. Der langjährige Chefredakteur der „Kleinen Zeitung“ schlief in der Nacht auf Sonntag im 100. Lebensjahr friedlich ein.

Lang­jäh­ri­ger Chef­re­dak­teur der „Klei­nen Zei­tung“ ver­stor­ben Eine Fotoaufnahme vom Volksgruppenkongress im November 2018: Landeshauptmann Peter Kaiser (links) mit der Journalisten-Legende Heinz Stritzl

© LPD Kärnten/Peter Just

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In der Nacht auf Sonn­tag schlief Heinz Stritzl, lang­jäh­ri­ger Chef­re­dak­teur der „Klei­nen Zei­tung“ in Kärn­ten, fried­lich ein. Weil ihm nach dem Krieg ein Stu­di­um ver­wehrt geblie­ben war, schlug der gebür­ti­ge Stei­rer eine jour­na­lis­ti­sche Lauf­bahn ein. Die­se führ­te ihn in den 1950er Jah­ren nach Kärn­ten, wo er die „Klei­ne Zei­tung“ auf­bau­te. Deren Chef­re­dak­teur blieb er bis zu sei­ner Pen­sio­nie­rung im Dezem­ber 1991.

Kärnt­ner Kon­sens­grup­pe

Im Ruhe­stand enga­gier­te er sich gesell­schafts­po­li­tisch. Stritzl leis­te­te als Mit­glied der Kärnt­ner Kon­sens­grup­pe wert­vol­le Ver­stän­di­gungs­ar­beit, die auch den Boden für die Lösung in der Pro­ble­ma­tik der zwei­spra­chi­gen Orts­ta­feln auf­be­rei­tet hat­te.

Der wider­stän­di­ge Jour­na­list ist nicht mehr. Heinz Stritzl wäre am 27. Dezem­ber hun­dert Jah­re alt gewor­den.

Reak­tio­nen aus der Lan­des­po­li­tik

Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser (SPÖ) bezeich­net Stritzl als kon­struk­ti­ven Kri­ti­ker: „Was bleibt, sind deut­li­che Spu­ren eines Man­nes, der in vie­len Berei­chen als Brü­cken­bau­er gewirkt hat.“ Das Land Kärn­ten ver­lie­re eine her­aus­ra­gen­de Per­sön­lich­keit, betont der Lan­des­haupt­mann. „Er hat sich sein Leben lang für Kärn­ten und sei­ne Bevöl­ke­rung ein­ge­setzt, war immer eine star­ke Stim­me für jene, die Unter­stüt­zung brauch­ten“, so Kai­ser. Stritzls Enga­ge­ment hat­te nicht nur Ein­fluss auf die Bür­ger son­dern auch auf die Lan­des­po­li­tik. „Als Mit­glied der Kon­sens­grup­pe hat­te er gro­ßen Anteil an der Orts­ta­fel­lö­sung und war damit einer jener Archi­tek­ten, die das Fun­da­ment für das Zusam­men­wach­sen deutsch- und slo­we­nisch­spre­chen­der Lands­leu­te leg­te“, sagt der Lan­des­haut­mann.

Stritzls Able­ben hin­ter­lässt eine gro­ße Lücke, wie ÖVP-Lan­des­par­tei­ob­mann und Lan­des­rat Mar­tin Gru­ber in Wür­di­gung sei­nes Wir­kens betont: „Heinz Stritzl war regio­nal­ver­bun­de­ner Welt­bür­ger und mah­nen­der Huma­nist: Mit sei­nem Weit­blick hat er die Regio­na­li­tät nach­hal­tig in den Regio­nal­aus­ga­ben der Klei­nen Zei­tung ver­an­kert. Und er präg­te die Kärnt­ner Medi­en­land­schaft und Gesell­schaft als einer, der immer­wäh­rend die Stim­me erhob, um an das Gute in den Men­schen und für ein bes­se­res Mit­ein­an­der zu appel­lie­ren.“

„Heinz Stritzl war ein beson­de­rer Mensch, der den Kärnt­nern als Mah­ner aber auch als Brü­cken­bau­er sowie Mann des Dia­logs und der Koope­ra­ti­on ewig in guter Erin­ne­rung blei­ben wird. Er hat Miss­stän­de auf­ge­zeigt und sich immer für ein sozia­les Kärn­ten stark­ge­macht.“ Mit die­sen Wor­ten trau­ert „Team Kärnten“-Chef Ger­hard Köfer über den Tod des lang­jäh­ri­gen Chef­re­dak­teurs der „Klei­nen Zei­tung“. Köfer streicht vor allem auch das Enga­ge­ment Stritzls in der Kärnt­ner Kon­sens­grup­pe her­vor: „Stritzl hat hier enorm wich­ti­ge und weg­wei­sen­de Ent­wick­lungs- und Ver­stän­di­gungs­ar­beit im Sin­ne des Bun­des­lan­des und sei­ner Bür­ger geleis­tet. Von die­ser visio­nä­ren Tat­kraft wird Kärn­ten auch noch in den nächs­ten Jahr­zehn­ten pro­fi­tie­ren und zeh­ren.“

30.05.2021 14:21 - Update am: 30.05.2021 16:15
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Lang­jäh­ri­ger Chef­re­dak­teur der „Klei­nen Zei­tung“ ver­stor­ben Eine Fotoaufnahme vom Volksgruppenkongress im November 2018: Landeshauptmann Peter Kaiser (links) mit der Journalisten-Legende Heinz Stritzl

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