Zum ersten Mal
Am 1. Juni ist Österreichischer Kinderhospiz- und Palliativtag
In Kärnten existieren rund 300 Familien mit Kindern und Jugendlichen, die eine lebensverkürzende Erkrankung haben. Doch es gibt Hilfe.
© Pixabay/AWFotografie
Am 1. Juni 2021 gibt es zum ersten Mal in Österreich den Kinderhospiz- und Palliativtag – mit dem Ziel, die Bevölkerung aufzuklären. “Das Thema ‚palliativ’ ist leider noch immer ein großes Tabu. Viele Menschen haben Angst vor diesem Wort und verbinden automatisch den Tod damit”, weiß Patrizia Linzatti vom ELKI Klagenfurt und vom Mobilen Kinder-Palliativteam Kärnten. In ganz Österreich gibt es um die 5.000 Familien mit Kindern und Jugendlichen, die eine lebensverkürzende Erkrankung haben – in Kärnten sind es rund 300 Familien.
Multiprofessionelle Teams
Es gibt Unterstützung für diese Familien! Dabei handelt es sich um multiprofessionelle Teams – mit Palliativmedizinern genauso wie ‑pflegern, Psychologen, Diätologen, Ergotherapeuten, Logopäden, Sozialarbeitern, Physiotherapeuten … Ehrenamtliche Hospiz-Begleiter ergänzen diese Teams. “In der Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen beginnt die Begleitung der jungen Patienten bereits bei der Diagnose-Erstellung. Kinderpalliativ heißt aber nicht automatisch, dass der Patient in naher Zukunft versterben wird”, weiß Linzatti.
Nicht nur für Kinder und Eltern da
Die mobilen Kinder-Palliativteams entlasten Kinder und Eltern – sowie alle Personen, die im Familiensystem für das Kind da sind – daheim medizinisch und pflegerisch. “Wir führen Entlastungsgespräche mit Eltern und Großeltern, haben aber auch ein offenes Ohr für die Geschwister, die in so herausfordernden Zeiten oftmals übersehen werden”, berichtet Doris Scheiring, die pädagogische Leiterin der Hospizbewegung Diakonie.
Welche Angebot gibt es in Kärnten?
Angebote Hospiz und Palliative Care für Kinder und Jugendliche in Kärnten:
Mobile Kinderpalliativteams (MKPT) der Kabeg:
Multidisziplinäre Teams aus Medizin, Pflege, Sozialarbeit, Psychologie betreuen Kinder, Jugendliche sowie junge Erwachsene mit chronischen oder lebenslimitierenden Erkrankungen und ihre Familien kostenlos zu Hause.
- MKPT Klagenfurt (für Unterkärnten): 0664/81 93 222; elki-palliativteam@kabeg.at
- MKPT Villach (für Oberkärnten und Bezirk Lienz): 0664/96 13 530; mkpt.villach@kabeg.at
- Info: www.kabeg.at
Stationäre Palliative Care für Kinder und Jugendliche (Kabeg):
Im ELKI/Klinikum Klagenfurt sowie im LKH Villach werden Kinder und Jugendliche mit lebensbegrenzenden Erkrankungen versorgt. Pädiatrische Palliativbetten stehen zur Entlastung der Familien zur Verfügung.
- Villach: 04242/208 — 62 356; kinder.villach@kabeg.at
- Klagenfurt: 0463/538 — 39 403; kinderinterne.klagenfurt@kabeg.at
- Info: www.kabeg.at
Hospizbewegung Diakonie:
Qualifizierte Ehrenamtliche unterstützen in der stationären und mobilen Palliativversorgung. Sie begleiten kostenlos schwerstkranke Kinder, Jugendliche und deren Familien als Entlastungsangebot für alle Betroffenen.
curaplus:
curaplus ist als mobiler Pflegedienst in der Kinderkrankenpflege sowie in der häuslichen Intensivpflege tätig. curaplus family care: Wo Kinder gepflegt und Familien begleitet werden.
- 0800 700 724 (kostenfrei aus Österreich) oder 0463/93 18 37; familycare@curaplus.at
- Info: www.curaplus.at
MOKI Kärnten:
Pflege, Betreuung und Begleitung von Familien mit (unheilbar) erkrankten Kindern und Jugendlichen zu Hause durch speziell ausgebildete diplomierte Pflegekärfte.
- Doris Scheiring
- Patrizia Linzatti

