Treueeid
150 Rekruten in St. Urban angelobt
150 Jungsoldaten legten gestern bei ihrer Angelobung in Anwesenheit von Landeshauptmann Peter Kaiser ihr Versprechen auf die Republik Österreich und die Demokratie ab.
© LPD Kärnten/Jannach
150 Jungsoldaten standen gestern in St. Urban im Bezirk Feldkirchen im Mittelpunkt: Im Strandbad fand die traditionelle „Weihnachtsangelobung“ des Bundesheers statt. Die Angelobung organisierte das Militärkommando Kärnten in Zusammenarbeit mit der Gemeinde St. Urban und dem Führungsunterstützungsbataillon 1 aus Villach. 150 Rekruten legten ihr Versprechen auf die Republik Österreich und die Demokratie ab. Angelobt wurden dabei die im November und Dezember eingerückten Soldaten des Führungsunterstützungsbataillons 1 aus der Lutschounig-Kaserne in Villach.
Hohes Ansehen des Bundesheers
Landeshauptmann Peter Kaiser hob in seiner Ansprache das hohe Ansehen des österreichischen Bundesheers wegen seiner zahlreichen Verdienste hervor, zu denen die Sicherung der Landesgrenzen, die Erhaltung der Neutralität sowie Katastrophen- und Assistenzeinsätze zählen. „Ihr steht in einem positiven Mittelpunkt, im positiven Interesse der Staatsbürgerinnen und Staatsbürger. Ihr werdet dieses österreichische Bundesheer in den nächsten Monaten und damit gleichzeitig die Republik Österreich in ihrem internationalen Kontext repräsentieren“, betonte Kaiser.
Der Wert der Demokratie
Der Landeshauptmann ging auch auf den Wert der Demokratie ein: „Nur mehr knapp 25 Prozent der Weltbevölkerung leben derzeit in Demokratien. Sie werden unsere Demokratie mit ihrem Dienst temporär festhalten und sicherstellen.“ Kaiser ließt auch den schrecklichen Krieg in der Ukraine nicht unerwähnt. „Was es hier anzustreben gilt, sind ein Waffenstillstand und Waffenruhe“, sprach der Landeshauptmann klare Worte aus. Landtagsabgeordneter Dietmar Rauter, Bürgermeister der Gemeinde St. Urban, bedankte sich bei den Organisatoren der Angelobung für die reibungslose Zusammenarbeit. „Ich heiße sie alle in unserer Gemeinde willkommen und danke den Mitarbeitern unserer Gemeinde für ihre Arbeit“, sagte Rauter.

Bundesheer bei Naturkatastrophe im Einsatz
Militärkommandant Walter Gitschthaler blickte auf das zu Ende gehende Jahr zurück, das von multiplen Krisen geprägt war. So war das Bundesheer sowohl an den Grenzen Österreichs im Einsatz, als auch nach der Naturkatastrophe im Gegendtal. „Wir haben einmal mehr bewiesen, was möglich ist, wenn wir alle an einem Strang ziehen. Was auch erwähnt werden muss, sind die gravierenden Auswirkungen des Ukraine-Kriegs. Gewaltige Herausforderungen stehen vor uns. In diesem Zusammenhang bin ich froh, dass innerhalb unserer Sicherheitspolitik ein Umdenken stattgefunden hat“, stellte Gitschthaler klar.
Die Militärmusik unter der Leitung von Kapellmeister Dietmar Pranter begleitete die Angelobung musikalisch, die Moderation übernahm Vizeleutnant Franz Brunner. Worte der Besinnung sprachen Militärdekan Michael Kassin und Militäroberpfarrer Johannes Hülser. Bei der Angelobung anwesend waren unter anderen Bundesrat Josef Ofner, die Landtagsabgeordneten Günter Leikam und Christoph Staudacher sowie Hohenthurns Bürgermeister Michael Schnabl.
- Die Landjugend St. Urban tanzte bei der Angelobung auf.
- Bei der Angelobung in St. Urban: Landeshauptmann Peter Kaiser, Militärkommandant Walter Gitschthaler und Bürgermeister Dietmar Rauter (von rechts)