Gesetzesentwurf

Land will allen Kin­der­be­treu­ung ermög­li­chen

Nächster Sprung zur kinderfreundlichsten Region Europas: Landeshauptmann Peter Kaiser legte der Regierung den Entwurf für eine Gesetzesnovelle vor. Darin solle jedem Kind der Zugang zu Bildung und Betreuung ermöglicht werden. Geplant sind auch kleinere Gruppen und bessere Bezahlung.

Land will allen Kin­der­be­treu­ung ermög­li­chen Landeshauptmann Peter Kaiser konnte in der ersten Regierungssitzung des neuen Jahres den Gesetzesentwurf für ein neues Kinderbildungs- und –betreuungsgesetz vorlegen.

© LPD Kärnten/Roland Holitzky

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In der ers­ten Regie­rungs­sit­zung des neu­en Jah­res war es soweit: Bil­dungs­re­fe­rent Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser konn­te den Geset­zes­ent­wurf für ein neu­es Kin­der­bil­dungs- und –betreu­ungs­ge­setz vor­le­gen und die Regie­rung die not­wen­di­ge Wei­ter­lei­tung an den Kärnt­ner Land­tag beschlie­ßen. Das Begut­ach­tungs­ver­fah­ren ist den Fris­ten ent­spre­chend abge­lau­fen und sämt­li­che Ein­wän­de, Ergän­zun­gen und Anre­gun­gen konn­ten in der Geset­zes­no­vel­le berück­sich­tigt wer­den.

Land för­dert Kin­der­be­treu­ung zu 100 Pro­zent

„Wir set­zen den nächs­ten Schritt, um Kärn­ten zur kin­der­freund­lichs­ten Regi­on Euro­pas zu machen. Nach­dem das Land mit dem Kin­der­sti­pen­di­um die Betreu­ungs­kos­ten in ele­men­tar­päd­ago­gi­schen Ein­rich­tun­gen zu 100 Pro­zent und flä­chen­de­ckend über­nimmt, hat jedes ein­zel­ne Kind in Kärn­ten die glei­che Chan­ce auf einen Bil­dungs- und Betreu­ungs­platz. Nun geht es mit der Geset­zes­no­vel­le um mehr Qua­li­tät in der Betreu­ung. Denn immer­hin sind unse­re ele­men­tar­päd­ago­gi­schen Ein­rich­tun­gen der ers­te Schritt in Rich­tung Bil­dung für unse­re Kin­der und damit die wich­tigs­te und nach­hal­tigs­te Inves­ti­ti­on in die Zukunft des Lan­des“, fass­te Kai­ser die Beweg­grün­de für die Novel­le zusam­men. Im Regie­rungs­pro­gramm selbst wur­de die Qua­li­täts­stei­ge­rung in der Ele­men­tar­päd­ago­gik fest­ge­hal­ten.

Per­so­nal­schlüs­sel auf 20 Kin­der ver­klei­nert

Aber nicht nur die Qua­li­tät wer­de laut Kai­ser ver­bes­sert: indem etwa die Grup­pen bis zum Betreu­ungs­jahr 2028/29 auf maxi­mal 20 Kin­der ver­klei­nert wer­den, wird der Per­so­nal­schlüs­sel im Sin­ne der Kin­der ver­än­dert. Es wird erst­mals auch kla­re Vor­ga­ben in Hin­blick auf die Auf­sichts­pflicht, die Mit­wir­kung und Pflich­ten der Eltern geben etwa wer­den sämt­li­che För­de­run­gen zur flä­chen­de­cken­den Betreu­ung oder für die Erhal­ter neu gere­gelt wer­den.

Drei neue Säu­len der Ele­men­tar­päd­ago­gik

„Wir ermög­li­chen allen Kin­dern den Zugang zu Bil­dungs- und Betreu­ungs­ein­rich­tun­gen, erleich­tern Eltern die Ver­ein­ba­rung von Beruf und Fami­lie und die Bil­dung und Betreu­ung sind nicht mehr von der finan­zi­el­len Situa­ti­on in einer Fami­lie abhän­gig. Mit der Geset­zes­no­vel­le errei­chen wir zudem eine Attrak­ti­vie­rung des Berufs­bil­des, zum Bei­spiel mit einem Min­dest­ent­gelt, einem Min­destaus­maß von Zei­ten für die mit­tel­ba­re päd­ago­gi­sche Tätig­keit und von Zei­ten der Lei­tungs­tä­tig­keit oder einem Per­so­nal­kos­ten­zu­schuss“, beschrieb Kai­ser die drei Säu­len der völ­li­gen Neu­auf­stel­lung der Ele­men­tar­päd­ago­gik in Kärn­ten.

Lan­ge Gesprä­che führ­ten zum Erfolg

„Ja, wir haben lan­ge ver­han­delt, vie­le Arbeits­ge­sprä­che mit Trä­gern, Ein­rich­tun­gen, poli­ti­schen Ver­tre­tern abge­hal­ten und wir haben eine Lösung im Sin­ne aller errei­chen kön­nen: von den Kids über die Eltern, das Per­so­nal bis hin zu den Trä­gern und Erhal­tern, den Städ­ten und Gemein­den. Damit schaf­fen wir eine nach­hal­ti­ge und bei­spiel­ge­ben­de Kin­der­bil­dung und ‑Betreu­ung in Kärn­ten, was heu­te ein selbst­ver­ständ­li­cher Stand­ort­fak­tor für einen Wirt­schafts­stand­ort ist“, beton­te Kai­ser.

08.01.2023 12:52
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Land will allen Kin­der­be­treu­ung ermög­li­chen Landeshauptmann Peter Kaiser konnte in der ersten Regierungssitzung des neuen Jahres den Gesetzesentwurf für ein neues Kinderbildungs- und –betreuungsgesetz vorlegen.

© LPD Kärnten/Roland Holitzky