Europameisterschaft

Toni Pols­ter im „KLiCK Kärnten“-Interview

Am 13. Juni steigt Österreichs Nationalmannschaft in Bukarest (Rumänien) gegen Nordmazedonien in die Fußball-Europameisterschaften ein. Österreichs Rekordtorschütze Toni Polster gibt im „KLiCK Kärnten“-Interview seine Prognose ab.

Wiener Viktoria Der Feldkirchner Peter Kowal senior traf Toni Polster auf dem Sportplatz des Regionalliga-Ost-Vereins Wiener Viktoria, wo der ehemalige Internationale seit vielen Jahren Trainer ist.

© KLiCK Kärnten

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Toni Pols­ter (57) nahm nie an Euro­pa­meis­ter­schaf­ten teil, weil sich Öster­reich zu sei­ner akti­ven Zeit lei­der nicht qua­li­fi­zie­ren konn­te. Aber er spiel­te mit der Natio­nal­mann­schaft bei zwei Welt­meis­ter­schaf­ten: 1990 in Ita­li­en und 1998 in Frank­reich. In 95 Län­der­spie­len erziel­te Pols­ter 44 Tore, ein Lang­zeit­re­kord.

 

KLiCK Kärn­ten: Am 13. Juni (Vater­tag) absol­viert Öster­reich das ers­te EM-Spiel gegen Nord­ma­ze­do­ni­en. Wie ste­hen die Chan­cen?

Toni Pols­ter: An und für sich haben wir eine gute Mann­schaft. Die Grup­pe mit den Nie­der­lan­den, Nord­ma­ze­do­ni­en und Ukrai­ne zu über­ste­hen, ist drin­nen. Es muss aller­dings gelin­gen, dass die Jungs auf den Punkt genau ihre Qua­li­tä­ten aus­spie­len.

Wie beur­tei­len Sie die Leis­tun­gen in den letz­ten Test­spie­len?

So rich­tig sou­ve­rän waren die letz­ten vier Län­der­spie­le nicht. Da waren lei­der nur immer ein paar Spie­ler in Form, die haben aber gut gespielt. Die Spie­ler wis­sen, dass sie sich stei­gern müs­sen. Wenn wir es schaf­fen, dass alle auf ihrem Niveau spie­len, dann sind wir sicher­lich gut. Wir haben ein Rie­sen­glück mit der Aus­lo­sung, die Spie­ler müs­sen das jetzt aus­nüt­zen.

Wer hat die größ­ten Chan­cen, Euro­pa­meis­ter zu wer­den?

Ich war immer schon ein Deutsch­land-Fan. Die Deut­schen wer­den es nicht schaf­fen, weil ihre Hin­ter­mann­schaft zu unsta­bil ist. Wenn wir über den künf­ti­gen Euro­pa­meis­ter reden, dür­fen wir nicht auf Welt­meis­ter Frank­reich ver­ges­sen. Ich tip­pe auf Frank­reich.

Wel­che Rol­le wer­den Spa­ni­en und Eng­land spie­len?

Die darf man auch nicht ver­ges­sen. Eben­so nicht Bel­gi­en oder Däne­mark.

Wie sehr hat Ihr vio­let­tes Herz nach den wirt­schaft­li­chen Vor­gän­gen bei Aus­tria Wien geblu­tet?

Das ist natür­lich eine Kata­stro­phe. Das ist ein Sau­stall. Jetzt hat man die Wei­chen für die Zukunft gestellt, die es erfolg­reich aber nur ohne den Vor­stands­vor­sit­zen­den Mar­kus Kraet­schmer geben kann, weil er der Haupt­ver­ant­wort­li­che für das Cha­os ist. Die neue Geschäfts­füh­rung muss das jetzt in den Griff krie­gen. Die Lizenz hat der Ver­ein und die Schul­den muss man in den nächs­ten Jah­ren abbau­en.

Sport­lich hat die Aus­tria Wien noch die Kur­ve gekriegt.

Sie haben sich gestei­gert und gegen den Wolfs­ber­ger AC noch die Qua­li­fi­ka­ti­on für die Con­fe­rence League geschafft. Da hat Trai­ner Peter Stö­ger sehr gute Arbeit geleis­tet. Die Mann­schaft ist zu einer Ein­heit zusam­men­ge­wach­sen.

Was fällt Ihnen zur Aus­tria Kla­gen­furt ein?

Ich freue mich, dass Kla­gen­furt zurück in der Bun­des­li­ga ist. Es stellt sich jetzt die Fra­ge, ob sie sich auch in der Liga hal­ten kön­nen. Wich­tig ist, dass die Kärnt­ner wie­der an ihre Aus­tria glau­ben und sich die Mann­schaft in der Bun­des­li­ga eta­bliert.

Wel­chen Bezug haben Sie zu Kärn­ten?

Kärn­ten ist ein wun­der­schö­nes Land. Ich bin mit mei­ner Fami­lie im Jahr mehr­mals in Vel­den auf Urlaub. In Zei­ten von Coro­na blei­ben wir lie­ber in Öster­reich.

04.06.2021 18:15 - Update am: 04.06.2021 18:42
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Wiener Viktoria Der Feldkirchner Peter Kowal senior traf Toni Polster auf dem Sportplatz des Regionalliga-Ost-Vereins Wiener Viktoria, wo der ehemalige Internationale seit vielen Jahren Trainer ist.

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