Unterkärnten
LAG Regional-Kooperation zieht positive Bilanz
Mit einer 100-prozentigen Ausschöpfung der zugewiesenen EU-LEADER Mittel konnten in der letzten Förderperiode - bis 2022 - über 100 Projekte in der Region umgesetzt werden.
© LAG Regionalkooperation Unterkärnten
Derzeit befinden sich die letzten in der LAG Regionalkooperation Unterkärnten beschlossenen Projekte in der Genehmigungsphase. Insgesamt wurden in der Förderperiode 130 Projekte mit einem Projektbudgetvolumen von 14 Millionen Euro umgesetzt. Zusätzlich zu dem LEADER-Programm konnten über andere Förderschienen (EU, Bund und Land) nochmals Fördermittel von rund 4 Millionen Euro für nachhaltige Projekte in die Region geholt werden. Diese Bilanz legt der LAG-Geschäftsführer Michael Baldauf vor.
Regionale Stärke
„Nur gemeinsam kann es uns gelingen, die Zukunft der Region Unterkärnten nachhaltig und lebenswert zu gestalten. Die krisenbedingten Herausforderungen der letzten Zeit haben uns deutlich gezeigt, wie wichtig die Unterstützung von regionalen Kreisläufen und Initiativen ist. Umso mehr erkennt man nun den Wert der vielfältigen LEADER-Projekte, die bereits umgesetzt oder gerade im Entstehen sind“, betont Obmann Bürgermeister Günther Vallant.
Aussichtsreiches Fundament
Die neue LEADER-Periode läuft ab Mitte 2023 bis 2027. Fundament dafür ist die lokale Entwicklungsstrategie, die mit den Gemeinden der Region, Interessenvertretungen aus Wirtschaft, Landwirtschaft, Tourismus, Kultur, Natur und Klimaschutz sowie regionalen Stakeholdern erarbeitet wurde sowie eine nachhaltige und zielorientierte Entwicklung der Region Unterkärnten sicherstellen soll. Eine externe Prozessbegleitung für die Erarbeitung der lokalen Strategie erfolgte durch die FH Kärnten sowie durch die Expertise eines Wiener Regionalentwicklungsbüros (Rosinak & Partner).
Künftige Änderungen
Nach einer positiven Vorprüfung und einem Strategiegespräch, durchgeführt von einem Gremium durch Vertreter aus Bund und Land, konnte die Bewerbung durch die LAG als LEADER-Region im Jänner abgeschlossen und beim Bundeministerium eingereicht werden. Künftig besteht die LAG-Regionalkooperation Unterkärnten aus den Regionen Lavanttal und Südkärnten mit allen Gemeinden der Bezirke Wolfsberg und Völkermarkt. Die Region Carnica Rosental scheidet aus regionalen Gründen sowie neuen Herausforderungen ab Mitte 2023 aus der Regionalkooperation aus und bildet zukünftig eine neue Region mit Klagenfurt/Umland.
Neue räumliche Strukturen
Bis zuletzt aber auch in der neuen Periode wird es mit der Region Carnica Rosental eine gute Zusammenarbeit und einen regen Austausch geben. Die zukünftig unterschiedlichen regionalen Herausforderungen, wie z.B. die Koralmbahn in Unterkärnten und die Anbindung der Region Rosental an den Zentralraum Klagenfurt, benötigen neue räumliche Strukturen, erklärt LEADER-Manager Peter Plaimer.
Projekteinreichungen
Vorbehaltlich der Anerkennung der LEADER-Region können ab den Spätsommer 2023 neue Projekte zu den vier strategischen Aktionsfeldern (Regionale Wertschöpfung, Natur und Kultur, Stärkung des Gemeinwohls sowie zu Klima und Energie) eingereicht werden. Aufrufe zu Projekteinreichungen erfolgen künftig über die Homepage der LAG Regionalkooperation unter www.lag-uk.at.
Umgesetzte Projekte
Fit in die Natur (Langlaufzentrum Hebalm), Haus der Region (Lavantttaler Beschäftigungsinitiative), Lavanttaler Regionsgutschein (Wolfsberger Werbegemeinschaft), Fläsh — Die Boulderhalle (Fläsh Boulder GmbH), artBOX – Veranstaltungszentrum (Marktgemeinde Frantschach St. Gertraud), Koralpen Schutzhaus (Alpenverein Wolfsberg), Drauflos(s) (Tourismusverein Lavamünd), Aussichtsplattform Kitzelberg (Tourismusverband St. Kanzian), Burgstadl Griffen (Marktgemeine Griffen), Bleiburger Meierei (Vinzenz Thurn Valsassina) Breitbandinitiative Unterkärnten (LAG Regionalkooperation Unterkärnten) und Rosalienpforte Hemmaberg (Gemeinde Globasnitz)