Landtagswahl 2023

Bil­dungs­land Kärn­ten

"Den erfolgreichen Weg weitergehen." So lautet das Ziel der SPÖ für den Bildungssektor in Kärnten. In einer Pressekonferenz wurden heute konkrete Pläne dazu vorgestellt.

Bil­dungs­land Kärn­ten Der barriere- und kostenfreie Zugang zur Bildung für Kinder hat für die SPÖ höchste Priorität.

© Pixabay/klimkin

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Das Ziel ist hoch gesteckt: “Bes­te Bil­dung für alle Kärnt­ne­rin­nen und Kärnt­ner”, so Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser. Erreicht soll es wer­den, indem der erfolg­rei­che Weg der ver­gan­ge­nen zehn Jah­re nach der Wahl am 5. März wei­ter­ge­gan­gen wird.

Grund­stei­ne bereits gelegt

Der Rück­blick in die Ver­gan­gen­heit fällt zufrie­den aus, unter ande­rem in Hin­blick auf die Neu­struk­tu­rie­rung der “Bil­dungs­di­rek­ti­on” und die ele­men­tar­päd­ago­gi­sche Geset­zes­re­form, die ges­tern ein­stim­mig im Kärnt­ner Land­tag beschlos­sen wur­de: das neue “Kärnt­ner Kin­der­bil­dungs- und Betreu­ungs­ge­setz”. Ab Herbst 2023 ist der Besuch einer Bil­dungs- und Betreu­ungs­ein­rich­tung für Kin­der kos­ten­frei. Die Reform sorgt auch für eine Ver­bes­se­rung der päd­ago­gi­schen Rah­men­be­din­gun­gen, dar­über hin­aus wer­den die Gehäl­ter der Päd­ago­gin­nen und Päd­ago­gen erhöht. Details dazu hier.

Bil­dung für alle

Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser: “Wir wol­len allen Kin­dern bis zu einem Alter von 10 Jah­ren einen bar­rie­re­frei­en Zugang zu Bil­dung ohne Dis­kri­mi­nie­rung ermög­li­chen.” Als Vor­ha­ben für die Zukunft nennt er aus­ser­dem: den wei­te­ren Aus­bau von ganz­tä­gi­gen Schul­for­men, For­cie­ren von Inklu­si­on und Inte­gra­ti­on, kein Kind ohne Schul­ab­schluss und kein Jugend­li­cher ohne Aus­bil­dungs­platz, ver­stärk­te Nut­zung von Digi­ta­li­sie­rung, ver­mehr­te Koope­ra­ti­on zwi­schen Bil­dungs­ein­rich­tun­gen und Unter­neh­men, sowie eine ver­stärk­te Inter­na­tio­na­li­sie­rung des Hoch­schul­be­rei­ches.

Schu­le ohne Schul­ta­schen

Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser “träumt”, wie er sagt, von einer “schul­ta­schen­frei­en Schu­le”. Das Mot­to dies­be­züg­lich lau­tet “Lebens­raum” statt Bil­dungs­raum”. Eben­so ste­hen auf der bil­dungs­po­li­ti­schen Agen­da der SPÖ: Täg­li­che Bewe­gungs­ein­hei­ten in allen Schu­len. Ver­mehr­te Teil­nah­me an inter­na­tio­na­len Aus­tausch­pro­jek­ten. Stär­kung der Berufs- und Bil­dungs­be­ra­tung. Zeit­ge­mä­ße, tech­ni­sche Aus­stat­tung an Berufs­schu­len, Aus­bau von medi­zi­ni­schen und tech­no­lo­gi­sche Stu­di­en­rich­tun­gen in Koope­ra­ti­on mit der KABEG und der Medi­zi­ni­schen Uni­ver­si­tät Graz, Inten­si­vie­rung von Wei­ter­bil­dung- und Umschu­lungs­pro­gram­men in enger Zusam­men­ar­beit mit dem AMS.

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Sie pla­nen “die bes­te Bil­dung” für alle Kärnt­ne­rin­nen und Kärnt­ner: Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter und Gewerk­schafts­ver­tre­ter der Pädagog:innen Ste­fan Sand­rie­ser, Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser und Vil­lachs Vize­bür­ger­meis­te­rin Sarah Kathol­nig (v.l.n.r.)
© SPÖ/Jakob Grol­lit­sch

Kärn­ten ist Vor­bild

Vil­lachs Vize­bür­ger­meis­te­rin und Bil­dungs­re­fe­ren­tin Sarah Kathol­nig sieht im neu­en Kin­der­bil­dungs- und betreu­ungs­ge­setz vor allem für Frau­en eine wesent­li­che Ver­bes­se­rung: “Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf sind heu­te wesent­li­che Stand­ort­fak­to­ren. Das neue Gesetz eröff­net allen Kin­dern die­sel­ben Chan­cen, egal wie viel die Eltern ver­die­nen.” Kärn­ten zei­ge vor, wie muti­ge Bil­dungs­po­li­tik funk­tio­niert. “Die Bun­des­re­gie­rung ist gefor­dert, die­sem Bei­spiel zu fol­gen — es braucht end­lich die Kin­der­gar­ten­mil­li­ar­de aus Wien“, so Sarah Kathol­nig.

Unter­stüt­zung vom Bund gefor­dert

“Kein Sek­tor ist so stark von gesell­schaft­li­chen Ver­än­de­run­gen betrof­fen wie der Bil­dungs­sek­tor, daher dür­fen wir da nicht ste­hen blei­ben”, sagt Ste­fan Sand­rie­ser, Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter und Vor­sit­zen­der des Zen­tral­aus­schus­ses für all­ge­mein bil­den­de Pflicht­schu­len in Kärn­ten. Da sich die Anfor­de­run­gen an die Schu­le ändern, wer­de immer mehr Unter­stüt­zung gebraucht. Sand­rie­ser spricht spe­zi­ell den erhöh­ten Bedarf an son­der­päd­ago­gisch geschul­tem Lehr­per­so­nal und an bes­se­ren Rah­men­be­din­gun­gen für Leh­re­rin­nen und Leh­rer sowie die schu­li­schen Lei­tungs­funk­tio­nen. “Der Bund ist in der Pflicht, Kärn­ten in Sachen Bil­dungs­in­no­va­ti­on zu unter­stüt­zen und uns finan­zi­ell zu unter­stüt­zen“, so Sand­rie­ser.

 

03.02.2023 16:00 - Update am: 03.02.2023 21:04
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Bil­dungs­land Kärn­ten Der barriere- und kostenfreie Zugang zur Bildung für Kinder hat für die SPÖ höchste Priorität.

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