Kajak-Unfall
Spektakuläre Lebensrettung mit Polizei-Hubschrauber
Rettungseinsatz an der Drau in der Gemeinde Steinfeld: Der fliegerischen und technischen Höchstleistung des Piloten Klaus Jäger und des Flugretters Michael Bachlechner verdankt ein 65-jähriger Kajak-Fahrer sein Leben.
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Ein 65-jähriger Mann aus dem Bezirk Spittal unternahm heute eine Kanu-Tour auf der Drau Richtung Spittal. Aus bisher unbekannten Gründen kenterte sein Schlauchkajak, worauf er in die Drau stürzte und sich am Kajak festklammern konnte. Er trieb im rund acht Grad kalten Wasser der hochwasserführenden Drau stromabwärts. Es gelang ihm nicht, sich ans Ufer zu retten.
Erster Rettungsversuch misslang
Andere Kajakfahrer, die den Mann beobachtet hatten, setzten die Rettungskette kurz vor 13 Uhr in Gang. Zunächst versuchten Polizisten der Inspektion Steinfeld, den Mann mittels Fangleine im Bereich der Draubrücke Steinfeld zu bergen. Der 65-Jährige konnte die Fangleine zwar erfassen, sich jedoch – bereits erschöpft – nicht daran festhalten.
Rettung im Schwebeflug
Die verständigte Besatzung des Polizei-Hubschraubers „Libelle Kärnten“ mit Pilot Klaus Jäger und Flugretter Michael Bachlechner konnte den Mann schließlich auf Höhe der Ortschaft Fellbach lokalisieren. Daraufhin führte Pilot Jäger einen filmreifen Schwebeflug durch: Der auf der Kufe des Hubschraubers hockende Flugretter Bachlechner konnte den Mann an der Rettungsweste erfassen, festhalten, ihn im Schwebeflug ans Ufer ziehen und dort den Rettungskräften übergeben. Der 65-Jährige wurde nach erfolgter Erstversorgung mit 21 Grad Körpertemperatur stark unterkühlt ins Klinikum Klagenfurt eingeliefert, wo er stationär aufgenommen wurde.
