Gemeinderatssitzung
Sitzungsgeld reduzieren: SPÖ wird Grünen-Antrag zustimmen
Morgen findet die nächste Gemeinderatssitzung in Feldkirchen statt. Die Gemeinderäte haben sich in einem Punkt damit zu beschäftigen, ihr eigenes Sitzungsgeld zu reduzieren.
© Gernot Gleiss
Am morgigen Donnerstag tagt der Feldkirchner Gemeinderat um 18 Uhr in der Sporthalle. Auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung stehen 44 Punkte zur Beschlussfassung. Zu Punkt 42 meldet sich bereits im Vorfeld Vizebürgermeister Alexander Kröll (SPÖ) zu Wort. Dabei handelt es sich um einen selbstständigen Antrag der Grünen, der anregt, das Sitzungsgeld für Mitglieder des Gemeinderats und der Ausschüsse auf die gesetzliche Untergrenze zu reduzieren.
Ersparnis von 17.000 Euro im Jahr
Ein Vorschlag, der Unterstützung der SPÖ-Fraktion erhalten wird. „Wir sind für eine Reduktion. Das würde der Stadt eine Ersparnis von rund 17.000 Euro jährlich bringen, die man für die Feldkirchner einsetzen könnte“, rechnet Kröll vor. Er spricht auch von einem symbolischen Akt: „Wenn gespart werden muss, hat die Politik bei sich selbst anzufangen. Ein Nein von ÖVP und FPÖ zu diesem Vorschlag würde für mich ganz klar zeigen, wie die Prioritäten gesetzt sind“, betont Kröll. Aktuell erhält ein Gemeinderat je Sitzung (Gemeinderat und Ausschuss) 200 Euro, der Vorsitzende eines Ausschusses je Sitzung 400 Euro.
Beschluss des Nachtragsvoranschlags
Kröll bezieht sich damit indirekt auf den Nachtragsvoranschlag (Budget), der morgen ebenso auf der Tagesordnung steht (Punkt 43). Ein Punkt, der wohl Diskussionen auslösen dürfte. „Für die aktuelle Situation in Feldkirchen ist das schlicht nicht der richtige Nachtragsvoranschlag. Die wesentlichsten Fragen bleiben offen: Wie gedenkt man die Vereine zu fördern? Wie die Menschen, die nicht gut durch die Krise gekommen sind? Was ist das Rezept, um Feldkirchen nach der Krise wieder gehörig in Schwung zu bringen?“, fragt Kröll.
Wirtschaftspolitische Maßnahmen
Er führt als Beispiel die „wirtschaftspolitischen Maßnahmen“ im Nachtragsvoranschlag an, „die um fast 50.000 Euro erhöht werden“. „Andererseits lehnen ÖVP und FPÖ im Ausschuss eine Refundierung der Beiträge für die Gastgärten an die Feldkirchner Gastronomiebetriebe in Höhe von rund 5.000 Euro ab“, wundert sich Kröll.

