Todesfall im Bezirk St. Veit
Frau (89) lag zwei Tage eingeklemmt am Boden
Eine schwer erkrankte Frau (89) lag nach einem Sturz zwei Tage zwischen Couch und Tisch eingeklemmt am Boden. Sie verstarb einige Tage später im Krankenhaus. Ihr Ehemann (75), der sich in der Wohnung befunden haben soll, wird der unterlassenen Hilfeleistung verdächtigt.
Ein Fall vermutlicher unterlassener Hilfeleistung wurde heute bekannt. Eine 89-jährige Frau aus dem Bezirk St. Veit erkrankte im Mai schwer und war nicht mehr in der Lage, sich selbst zu versorgen. Die durch die Krankheit geschwächte Frau lebte mit ihrem 75-jährigen Ehemann gemeinsam in einer Woche.
Ehemann soll in Wohnung gewesen sein
In der Wohnung kam sie zwischen Couch und Tisch zu Fall und war nicht imstande, sich selbst aus dieser misslichen Lage zu befreien. Wie die Landespolizeidirektion bekannt gab, konnte sie sich nicht bewegen und lag vermutlich zwei Tage zwischen Couch und Tisch eingeklemmt am Boden. Ihr 75-jähriger Ehemann, der sich in der Wohnung befunden haben soll, wird jetzt verdächtigt, es unterlassen zu haben, die notwendige Hilfe zu veranlassen.
Polizeiliche Ermittlungen
Er dürfte erst zwei Tage nach dem Sturz seiner Frau einen Nachbarn verständigt haben, der schließlich die Rettung informierte. Die Notfallsanitäter fanden die Frau in einem gesundheitlich schlechten Zustand vor, lieferten sie daraufhin ins Krankenhaus St. Veit ein, wo sie einige Tage später verstarb. Die polizeilichen Erhebungen sind derzeit im Gange.


