Honig
Die Bienen fliegen wieder
Mit den Blüten erwachen auch die Bienen wieder. Obmann Helmut Strumberger vom „Carnica Bienenzuchtverein Eberndorf 1“ berichtet im „KLiCK Kärnten“-Gespräch über das Leben eines Imkers.
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Vor sechs Jahren wurde der „Carnica Bienenzuchtverein Eberndorf 1“ gegründet. Waren es anfangs fünf Vereinsmitglieder, so gehören inzwischen 24 Vereinsmitglieder dem „Carnica Bienenzuchtverein Eberndorf 1“ an. Sie betreuen in der Marktgemeinde Eberndorf rund 160 Bienenvölker. Obmann Helmut Strumberger bewirtschaftet selbst als Einmannbetrieb zwischen 80 und 100 Bienenstöcke.
So wird man Mitglied
„Man muss zumindest ein Eberndorfer sein, um unseren Verein beitreten zu dürfen. Die Beitrittswerber müssen allerdings nicht unbedingt Imker sein. Wichtig ist, dass sie aus Freude zur Biene mitmachen wollen“, erklärt Obmann Strumberger.
Die Präsenz
Der „Carnica Bienenzuchtverein Eberndorf 1“ ist bei vier Großveranstaltungen in Eberndorf vertreten. „Da stellen wir unsere Vereinshütten auf, präsentieren, informieren und verkaufen darin unsere Honigprodukte. Das nächste Mal sind wir beim Salamifest am 4. August präsent. Weitere Feste sind der Fasching, der Josefimarkt und der Bauernsilvester im Winter“, zählt der Imker auf.
Wenig Verluste
Mit der ersten Blütenpracht wurden die Bienen wieder aktiv. „Ich habe zwar noch nicht alle Bienenstöcke ausgewintert, trotzdem habe ich festgestellt, dass es den Bienen gut geht. Wir haben wenig Verluste und die Bienen sind stark. Das Wetter spielt dabei eine große Rolle. Die Haselnuss hat schon geblüht und die anderen Sträucher und Blumen ziehen nach“, erzählt “Carnica-Imker” Helmut Strumberger.
Der Waldhonig
Auch die Imker sind vom Klimawandel betroffen. „Früher hat es die Faustregel gegeben, dass es alle sechs Jahre einen Waldhonig gegeben hat. Das hat sich geändert. Außergewöhnlich ist, dass es von 2004 bis 2015 jedes Jahr einen Waldhonig gegeben hat. Ich glaube, das hat mit dem Klimawandel zu tun“, berichtet der Obmann.
Geschmacksache
Welcher Honig ist besser, der Blüten- oder Waldhonig? Da hat Obmann Helmut Strumberger seine eigene Meinung: „Ich will mich nicht in die Geschmäcker der Honigliebhaber einmischen. Ein reiner Blütenhonig ist meiner Meinung nach wesentlich aromatischer ist als ein reiner Sortenhonig, weil er ein viel größeres Spektrum hat“.
Fleißige Bienen
Ein Bienenvolk mit 50 bis zu 80 tausend Bienen bringt zwischen 15 und 25 Kilogramm Honig im Jahr. „In Spitzenjahren können es auch zwischen 30 und 35 kg werden. Tiefpunkte waren für mich die Jahre 2012 und 2021 in denen ich kein Kilogramm Honig geerntet habe“, sagt Helmut Strumberger.
